{"Signatur": "CH_VB_020", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2006-02-15", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_020_JAAC-70-73--_2006-02-15.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007418.pdf?ID=150007418", "Checksum": "9a37b2d1a8150dc99bb05613ab7e2659"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.73 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für die Staatshaftung 15.02.2006 JAAC 70.73 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de responsabilité de l'Etat 15.02.2006 JAAC 70.73 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017)  Commissione federale di ricorso in materia di responsabilità dello Stato 15.02.2006 JAAC 70.73 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für die Staatshaftung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de responsabilité de l'Etat"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017)  Commissione federale di ricorso in materia di responsabilità dello Stato"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de responsabilité de l'Etat, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:11", "Checksum": "8a60bf9cd0dbe9ee51916b8f25da18b9", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für die Staatshaftung 15.02.2006 JAAC 70.73 \r\n\n 7\nBundesbehörden» (VPB) oder - im Einvernehmen mit der Bundeskanzlei -\nin anderen amtlichen oder ausseramtlichen Organen, die der Information\nder Verwaltungsrechtspflege dienen. Die VRSK stützt sich auf die Art. 71a -\n71c des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember\n1968 (VwVG, SR 172.021) und auf die Ziff. 1 Abs. 3 Bst. a und Ziff. 2 Abs. 3 der\nSchlussbestimmungen zur Änderung vom 4. Oktober 1991 des OG. Die Art.\n71a - 71c VwVG regeln Grundsätze von Zuständigkeit und Verfahren sowie\nOrganisation (Zusammensetzung, Wahl und richterliche Unabhängigkeit) der\nRekurs- und Schiedskommissionen. Die erwähnte Übergangsbestimmung zum\nOG verpflichtet den Bundesrat, eine solche Verordnung über Organisation\nund Verfahren eidgenössischer Rekurs- und Schiedskommissionen zu erlassen.\nDie VRSK genügt als gesetzliche Grundlage für die Datenbearbeitung selbst\ndann, wenn man davon ausgehen müsste, dass die im Urteil enthaltenen\nPersonendaten zusammen mit der Erwähnung der Gesamtqualifikation\n(...) ein Persönlichkeitsprofil darstellen, denn - wie eben erwähnt - entfällt\nnach Art. 22 Abs. 2 Bst. b DSG das Erfordernis eines formellen Gesetzes.\nBei der VRSK handelt es sich um ein Gesetz im materiellen Sinn, d. h. um\neinen Erlass, der Rechtsnormen enthält. Für die Rechtmässigkeit eines\nGesetzes im materiellen Sinn ist erforderlich, dass es vom zuständigen Organ\nerlassen worden ist. Gemäss der zitierten Übergangsbestimmung, welche\nin einem Bundesgesetz enthalten ist, ist der Bundesrat zuständig, die VRSK\nzu erlassen, so dass die Verordnung rechtmässig ist. Art. 13 VRSK hält sich\nauch inhaltlich im Rahmen der delegierten Materie (Ulrich Häfelin/Walter\nHaller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 5. Aufl., Zürich 2001, N 1872; Ulrich\nHäfelin/Georg Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl., Zürich 2002, Rz.\n407 f; Karin Sutter-Somm, St. Galler Kommentar zu Art. 164 BV, Rz. 21 ff; Pierre\nTschannen, Staatsrecht der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Bern 2004, §\n27 N 34).\ne. Dazu kommt, wie das EFD zu Recht ausführt, dass die Veröffentlichung\nvon anonymisierten Urteilen im Internet auch im Zusammenhang mit Art. 30\nAbs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom\n18. April 1999 (BV, SR 101) zu sehen ist. Nach dieser Verfassungsbestimmung\nsind Gerichtsverhandlung und Urteilsverkündung öffentlich. Das Gebot der\nöffentlichen Verkündigung ergibt sich aus Art. 6 Ziff. 1 der Konvention vom\n4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten\n(EMRK, SR 0.101), wonach jede Person ein Recht darauf hat, dass in Bezug auf\nihre zivilrechtlichen Ansprüche und Verpflichtungen oder über eine gegen\nsie erhobene strafrechtliche Anklage öffentlich verhandelt und das Urteil\nöffentlich verkündigt wird. Die Urteilsverkündung muss selbst dann öffentlich\nsein, wenn die Öffentlichkeit von der Verhandlung ausgeschlossen war (Paul\nTschümperlin, Öffentlichkeit der Entscheidungen und Publikationspraxis des\nSchweizerischen Bundesgerichts, Schweizerische Juristen-Zeitung [SJZ] 99\n[2003] 265). Der Gerichtshof für Menschenrechte lässt es aber auch genügen,\nwenn das Urteil öffentlich zugänglich gemacht wird (Tschümperlin, a.a.O., 266).\nDie Öffentlichkeit von Verhandlung und Urteil dient nicht nur den Interessen\nder Prozessparteien an einem transparenten Verfahren, vielmehr ermöglicht\nsie der Öffentlichkeit auch, das geltende Richterrecht zu erkennen. Dem\nGebot der Transparenz kommt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes\nerhebliche Bedeutung zu (Urteile des Bundesgerichts vom 10. März 2004\n[1A.228/2003], E. 4.3 und [1A.230/2003], E. 4.2). Infolge der Vermassung\nder Rechtssprechung muss an die Stelle der Kontrolle im Gerichtssaal die\n\n"}