{"Signatur": "CH_VB_020", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2005-03-18", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_020_JAAC-69-78--_2005-03-18.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007076.pdf?ID=150007076", "Checksum": "cb669b3ec1dc705989a21cfcceda3fbe"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 69.78 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für die Staatshaftung 18.03.2005 JAAC 69.78 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de responsabilité de l'Etat 18.03.2005 JAAC 69.78 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017)  Commissione federale di ricorso in materia di responsabilità dello Stato 18.03.2005 JAAC 69.78 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für die Staatshaftung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de responsabilité de l'Etat"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017)  Commissione federale di ricorso in materia di responsabilità dello Stato"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de responsabilité de l'Etat, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:21:01", "Checksum": "1dc77b56c9533611df43e24dcb39803a", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für die Staatshaftung 18.03.2005 JAAC 69.78 \r\n\n 5\nRücksicht auf das Verschulden des Beamten haftet. Nach Art. 1 Abs. 1 VG\nunterstehen alle Personen, denen die Ausübung eines öffentlichen Amtes\ndes Bundes übertragen ist, den Bestimmungen dieses Gesetzes. Konkret\nsind dies neben den in den Bst. b bis d genannten Behördenmitgliedern, die\nBeamten und übrigen Arbeitskräfte des Bundes (Bst. e) sowie alle anderen\nPersonen, insoweit sie unmittelbar mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben des\nBundes betraut sind (Bst. f). Nach denselben Bestimmungen haften auch\nmit öffentlich-rechtlichen Aufgaben des Bundes betraute und ausserhalb\nder ordentlichen Bundesverwaltung stehende Organisationen; derartige\nOrganisationen sind für den einem Dritten zugefügten Schaden, welchen ihre\nOrgane oder Angestellten in Ausübung der mit diesen Aufgaben verbundenen\nTätigkeit verursachen, primär ersatzpflichtig, während der Bund subsidiär\nhaftet (Art. 19 VG; BGE 107 Ib 6 E. 1).\naa. Fügt ein Organ oder ein Angestellter einer Organisation gemäss\nArt. 19 Abs. 1 VG in Ausübung der mit diesen Aufgaben verbundenen\nTätigkeit Dritten oder dem Bund widerrechtlich Schaden zu, so sind\nfolgende Bestimmungen anwendbar: Für den einem Dritten zugefügten\nSchaden haftet dem Geschädigten die Organisation nach den Art. 3 bis\n6 VG. Soweit die Organisation die geschuldete Entschädigung nicht zu\nleisten vermag, haftet der Bund dem Geschädigten für den ungedeckten\nBetrag. Der Rückgriff des Bundes und der Organisation gegenüber dem\nfehlbaren Organ oder Angestellten richtet sich nach Art. 7 und 9 VG (Art. 19\nAbs. 1 Bst. a VG). Gemäss Art. 19 Abs. 3 VG erlässt die Organisation eine\nVerfügung über streitige Ansprüche von Dritten oder des Bundes gegen\ndie Organisation sowie der Organisation gegen fehlbare Organe oder\nAngestellte. Diese Verfügung unterliegt der Beschwerde an die zuständige\neidgenössische Rekurskommission - laut Art. 2 Abs. 3 der der Verordnung\nzum Verantwortlichkeitsgesetz vom 30. Dezember 1958 (SR 170.321) an\ndie Rekurskommission für die Staatshaftung - und in letzter Instanz der\nVerwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht.\nbb. Entscheidendes Kriterium für die Anwendbarkeit des\nVerantwortlichkeitsgesetzes auf die dezentralisierten Verwaltungsträger\nist die Betrauung mit einer öffentlich-rechtlichen Aufgabe des Bundes.\nDie Umschreibung des Anwendungsbereichs von Art. 19 VG deckt sich\ngrundsätzlich mit den Kriterien des funktionellen Beamtenbegriffs von Art. 1\nAbs. 1 Bst. f VG, wonach diesem Gesetz Personen unterstehen, insoweit sie\nunmittelbar mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben des Bundes beauftragt sind.\nDer Unterschied besteht darin, dass in Art. 1 VG unmittelbar der Beamte\nmit einer öffentlich-rechtlichen Aufgabe des Bundes betraut wurde, in\nArt. 19 VG der besondere Verwaltungsträger (Balz Gross, Die Haftpflicht\ndes Staates, Vergleich und Abgrenzung der zivil- und öffentlich-rechtlichen\nHaftpflicht des Staates, Zürich 1996, S. 99). Auch private Organisationen,\nwelchen eine öffentliche Aufgabe übertragen worden ist, unterstehen\ndem Verantwortlichkeitsgesetz. Davon zu unterscheiden ist die blosse\nSubventionierung einer im öffentlichen Interesse liegenden, jedoch selbst\ngewählten Tätigkeit (BGE 107 Ib 6 E. 1; Pierre Moor, Droit administratif, Band II,\nBern 2002, 2. Aufl., S. 711; Balz Gross, a.a.O., S. 99 f.).\ncc. Damit die Staatshaftung des Bundes greift, muss die Tätigkeit des\nStaates oder der Organisation nach Art. 19 VG eine öffentlich-rechtliche\nsein. Art. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 VG knüpfen an die\n\n"}