{"Signatur": "CH_VB_018", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2006-03-24", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_018_JAAC-70-92--_2006-03-24.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007481.pdf?ID=150007481", "Checksum": "464765751f0ffb76b355272af19e0ba5"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.92 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 24.03.2006 JAAC 70.92 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques 24.03.2006 JAAC 70.92 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici 24.03.2006 JAAC 70.92 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:13", "Checksum": "0072ecfb1546746c393546b0d22095c6", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 24.03.2006 JAAC 70.92 \r\n\n 12\nmuss. Mit diesen Regeln soll jede Werbung, die direkt oder indirekt eine\nMengenausweitung verursachen könnte, untersagt bleiben» (Botschaft HMG,\nBBl 1999 3453 ff., Separatdruck S. 65).\nEs ist nicht Sache der REKO HM, anstelle des Bundesrates abstrakte\nRegeln über die Voraussetzungen der Bekanntgabe von Preisvergleichen\naufzustellen. Es sei einzig festgehalten, dass nach Auffassung der REKO HM\nArt. 31 Abs. 2 HMG dann Anwendung finden kann, wenn im Wesentlichen\nnur die konkreten Preise gleichartiger Produkte in gleicher Menge\nund unter gleichen Verkaufsbedingungen in Relation gesetzt werden.\nZudem ist unabdingbar, dass die vom Gesetzgeber grob vorgegebenen\nBedingungen zulässiger Preisvergleiche eingehalten werden, dass also die\nWerbeverbotsvorschriften gemäss Art. 32 HMG nicht umgangen werden,\nindem in erster Linie für das Produkt geworben wird, um direkt oder indirekt\neine Mengenausweitung des Absatzes zu erreichen. Ein derartiger Missbrauch\nführte dazu, dass ein Preisvergleich als unzulässige Publikumswerbung für ein\nverschreibungspflichtiges Arzneimittel zu qualifizieren wäre. Zu beachten ist\nallerdings, dass die Einhaltung der Vorschriften von Art. 32 HMG und ihrer\nKonkretisierungen in der AWV nur insoweit verlangt werden kann, als sie\nnicht generell die Publikumswerbung für verschreibungspflichtige Präparate\nverbieten (Art. 32 Abs. 2 Bst. a HMG), da ansonsten Art. 31 Abs. 2 HMG nicht\nzum Tragen kommen könnte.\n4.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Publikumswerbung für\nverschreibungspflichtige Arzneimittel dann zulässig ist, wenn sie sich\nim Wesentlichen auf einen direkten und konkreten Preisvergleich\nzwischen austauschbaren Präparaten beschränkt, und zudem nicht die\nheilmittelrechtlichen Werbevorschriften in missbräuchlicher Weise\numgangen werden. Ein einzelfallweise verfügtes Werbeverbot, das derartige\nPreisvergleiche untersagt, verletzt Art. 31 Abs. 2 HMG und ist damit\ngesetzwidrig.\nMit der angefochtenen Verfügung hat das Institut der Beschwerdeführerin\ngenerell verboten, künftig ihre Versicherten auf konkrete\nverschreibungspflichtige Generika hinzuweisen oder diese aufzufordern,\nden Arzt bei der Verschreibung auf ein konkretes verschreibungspflichtiges\nGenerikum aufmerksam zu machen. Diese Anordnung nimmt keine Rücksicht\nauf die vom Gesetzgeber vorgegebene Möglichkeit des Preisvergleichs\nzwischen verschreibungspflichtigen Arzneimitteln, insbesondere zwischen\nGenerika und ihren Originalpräparaten. Allein schon aus diesem Grunde ist\ndas zu beurteilende generelle Werbeverbot gesetzeswidrig, untersagt es doch\nder Beschwerdeführerin auch die rechtmässige Information des Publikums\ndurch Bekanntgabe von Preisvergleichen. Die angefochtene Verfügung verletzt\nArt. 31 Abs. 2 HMG.\n5. Die REKO HM kommt aus diesen Gründen zum Schluss, dass das in\nder angefochtenen Verfügung ausgesprochene generelle Werbeverbot\ngesetzwidrig ist. Die Verfügung vom 29. September 2005 ist daher in\nGutheissung der Beschwerde aufzuheben.\nUnter diesen Umständen kann offen bleiben, ob das Schreiben der\nBeschwerdeführerin an ausgewählte Versicherte vom 1. Juli 2005 sowie auch\nderen frühere Schreiben als zulässige Preisvergleiche zu qualifizieren wären.\n(...)\n\n13\n14\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 70.92 - Auszug aus dem Urteil HM 05.143 der Eidgenössischen Rekurskommission\nfür Heilmittel vom 24. März 2006\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 2006\nAnnée\nAnno\n\nBand 70\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 007 481\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}