{"Signatur": "CH_VB_018", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2006-03-24", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_018_JAAC-70-92--_2006-03-24.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007481.pdf?ID=150007481", "Checksum": "464765751f0ffb76b355272af19e0ba5"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.92 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 24.03.2006 JAAC 70.92 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques 24.03.2006 JAAC 70.92 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici 24.03.2006 JAAC 70.92 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:13", "Checksum": "0072ecfb1546746c393546b0d22095c6", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 24.03.2006 JAAC 70.92 \r\n\n 8\ndurch die Patientin oder den Patienten unzweckmässigen Einsatzes von\nArzneimitteln durch die verschreibende Person - was gerade bei den\npotentiell mit erheblichen Risiken verbundenen verschreibungspflichtigen\nArzneimitteln von besonderer Bedeutung ist. Wie in den Räten betont\nwurde, soll mit den Vorschriften über die Arzneimittelwerbung auch\nverhindert werden, dass die Patientinnen und Patienten nicht die optimalen\nArzneimittel konsumieren und so ihre Gesundheit gefährden (vgl. etwa Votum\nDreifuss, AB 2000 S 611). Die Befürchtungen des Gesetzgebers sind durchaus\nberechtigt, wurde denn auch in verschiedenen Studien nachgewiesen, dass\neine erhebliche Gefahr der Beeinflussung von Ärztinnen und Ärzte durch\nMedikationswünsche ihrer Patientinnen und Patienten besteht, die zu\neinem unzweckmässigen, nicht dem aktuellen medizinischen Sachwissen\nentsprechenden Einsatz von Arzneimitteln führen kann (vgl. etwa R.L. Kravitz\net al., Influence of Patients, Requests for Direct-to-Consumer Advertised\nAntidepressants, in: JAMA Vol. 293, April 27, 2005, p. 1995 ff.; A.R. Robinson et\nal., Direct-to-consumer pharmaceutical advertising: physician and public\nopinion and potential effects on the physician-patient relationship, in:\nArchives of Internal Medicine, Vol. 164, Feb 23, 2004, p. 427 ff.; B. Mintzes\net al., How does direct-to-consumer advertising [DTCA] affect prescribing?, in:\nCanadian Medical Association Journal [CMAJ] Vol. 169, Sep 2, 2003, p. 405 ff.;\nvgl. Auch F. Hollon, Direct-to-Consumer Advertising, A Haphazard Approach to\nHealth Promotion, in: Journal of the American Medical Association [JAMA], Vol.\n293, April 27, 2005, p. 2030 ff., mit Hinweisen).\nEntgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin besteht eine derartige\nGefahr der Beeinflussung der verschreibenden Person und damit der\nsuboptimalen Medikation auch dann, wenn durch eine vergleichende\nInformation der Absatz eines Generikums zu Lasten des Absatzes eines\nOriginalpräparates gefördert werden soll. Wie das Institut zu Recht betont,\nsind zwar Generika und ihre Originalpräparate therapeutisch austauschbar,\nnicht aber identisch. Sie enthalten den gleichen Wirkstoff in der gleichen\nDosierung und werden für die gleiche Indikation eingesetzt. Generika\nkönnen daher in einem vereinfachten Verfahren zugelassen werden (Art.\n4 Abs. 1 der Verordnung des Schweizerischen Heilmittelinstituts vom 9.\nNovember 2001 über die vereinfachte Zulassung und die Meldepflicht\nvon Arzneimitteln [VZAV], SR 812.212.23), wobei kein Nachweis der\ntherapeutischen Wirksamkeit und Sicherheit, sondern im Wesentlichen\nnur der Nachweis der therapeutischen und der Bioäquivalenz mit dem\nOriginalpräparat verlangt wird (Art. 6 Bst. a und b VZAV).\nGenerika und ihre Originalpräparate können sich aber bezüglich der\nverwendeten Hilfsstoffe und der Zubereitungsform (z. B. Tablettengrösse)\nunterscheiden, was zur Folge hat, dass auch Abweichungen in der\nBioverfügbarkeit der Wirkstoffe auftreten können (vgl. Ziff. 2 der Anleitung\nzum Einreichen von Zulassungsgesuchen für Arzneimittel der Humanmedizin\nmit bekannten Wirkstoffen [Generika-Anleitung], Swissmedic Journal 2002 S.\n918 f.). Derartige Abweichungen der Wirkstoffkonzentration im Blutplasma\nwerden im Rahmen einer gewissen Toleranz akzeptiert. Generika weisen\ndaher zwar eine gleichartige Wirksamkeit und ein ähnliches Risikoprofil wie\ndie Originalpräparate auf, so dass sie in der Therapie ausgetauscht werden\nkönnen. Sie können sich aber von den Originalpräparaten in verschiedener\nHinsicht unterscheiden, was sich patientenspezifisch auswirken kann. Zum\n\n"}