{"Signatur": "CH_VB_018", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2006-03-24", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_018_JAAC-70-92--_2006-03-24.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007481.pdf?ID=150007481", "Checksum": "464765751f0ffb76b355272af19e0ba5"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.92 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 24.03.2006 JAAC 70.92 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques 24.03.2006 JAAC 70.92 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici 24.03.2006 JAAC 70.92 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:13", "Checksum": "0072ecfb1546746c393546b0d22095c6", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 24.03.2006 JAAC 70.92 \r\n\n 6\nVon dieser Rechtsetzungskompetenz hat der Bundesrat Gebrauch\ngemacht und in Art. 2 Bst. a der Verordnung vom 17. Oktober 2001\nüber die Arzneimittelwerbung (AWV, SR 812.215.5) den Begriff der\nArzneimittelwerbung wie folgt umschrieben:\n«Arzneimittelwerbung: alle Massnahmen zur Information, Marktbearbeitung\nund Schaffung von Anreizen, welche zum Ziel haben, die Verschreibung, die\nAbgabe, den Verkauf, den Verbrauch oder die Anwendung von Arzneimitteln\nzu fördern».\nWie in der Literatur betont wird, geht damit das schweizerische Recht von\neinem sehr weiten Begriff der Arzneimittelwerbung aus. «Entscheidend ist\nnicht die Form einer Werbeaussage oder Massnahme, sondern das dahinter\nstehende verkaufsfördernde Ziel» (P. Staub, Die Arzneimittelwerbung der\nPharmaunternehmungen im regulatorischen Umfeld, in : R. Schaffhauser/\nT. Poledna [Hrsg.], Wettbewerb im Gesundheitsrecht, St. Gallen 2004, S. 57).\nIm Wesentlichen deckt sich die Definition der Werbung im Arzneimittelrecht\nmit jener der Schweizerischen Lauterkeitskommission, welche als Werbung\ngenerell jede Massnahme von Konkurrenten oder Dritten bezeichnet, die\neine Mehrheit von Personen systematisch in ihrer Einstellung zu bestimmten\nWaren, Werken, Leistungen oder Geschäftsverhältnissen zum Zweck des\nAbschlusses oder Verhinderung eines Rechtsgeschäftes beeinflussen soll\n(vgl. M. Schwenninger / M. Senn / A. Thalmann, Werberecht, Kommentierte\nTextausgabe, Zürich 1999, S. 26).\nNach ständiger Rechtsprechung der REKO HM ist eine Tätigkeit dann als\nArzneimittelwerbung zu qualifizieren, wenn mehrere Personen durch\nbestimmte Massnahmen beeinflusst respektive wenn Anreize geschaffen\nwerden, die dazu führen sollen, dass diese Personen ihr Konsumverhalten\nbezüglich Arzneimitteln ändern (vgl. etwa die Entscheide der REKO HM vom\n14. Dezember 2005 i.S. X. AG [HM 05.116] und vom 6. Mai 2003 i.S. L.S. AG [HM\n03.028]).\nSelbst die blosse Information über Preise von Arzneimitteln stellt demnach\neine Werbung dar, wenn sie bestimmt und geeignet ist, das Konsumverhalten\nzu beeinflussen. Vom Geltungsbereich der AWV ausgenommen sind allerdings\nInformationen allgemeiner Art über die Gesundheit oder über Krankheiten,\ndie sich weder direkt noch indirekt auf bestimmte Arzneimittel beziehen (vgl.\nArt. 1 Abs. 2 Bst. c AWV). Diese Einschränkung bezieht sich nach herrschender\nLehre und ständiger Rechtsprechung auf den Begriff der Arzneimittelwerbung\nals solchen, stellt also eine Einschränkung des weiten Begriffs gemäss Art. 2\nBst. a AWV dar (vgl. BGE 129 V 32 E. 6.3; P. Bratschi/U. Eggenberger Stöckli,\nBundesgesetz über Arzneimittel und Medizinprodukte, Bern 2002, S. 16; U.\nKieser, Heilmittel, in: T. Poledna/ U. Kieser [Hrsg.], Gesundheitsrecht, Basel\n2005, S. 171, Rz. 46; P. Staub, a.a.O., S. 57; U. Eggenberger Stöckli, Werbung für\nHeilmittel, in: T. Poledna [Hrsg.], Gesundheit und Werbung, Zürich 2005, S. 78).\n3.2 Die Begriffsbestimmung gemäss Art. 1 Abs. 2 Bst. c und Art. 2 Bst. a AWV\nist allerdings an den gesetzlichen Vorgaben zu messen. Insbesondere ist zu\nprüfen, ob diese Vorschriften den Rahmen der Delegationsnorm von Art. 4 Abs.\n2 HMG einhalten und dem Zweck des Heilmittelgesetzes entsprechen.\n3.2.1 Art. 4 Abs. 2 HMG ist relativ weit gefasst und lässt dem\nVerordnungsgeber einen grossen Rechtsetzungsspielraum. Die Bestimmung\nwiederholt - wie in der bundesrätlichen Botschaft festgehalten - aus\n\n"}