{"Signatur": "CH_VB_018", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2005-09-07", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_018_JAAC-70-91--_2005-09-07.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007478.pdf?ID=150007478", "Checksum": "b5ea41b1351d1250a93d6b100fabac3c"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.91 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 07.09.2005 JAAC 70.91 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques 07.09.2005 JAAC 70.91 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici 07.09.2005 JAAC 70.91 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:34", "Checksum": "b21e7aabf87c8f215a09c599374f32df", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 07.09.2005 JAAC 70.91 \r\n\n 8\nWirksamkeit vermittelt, so dass die erwähnte Aussage den Anforderungen\nvon Art. 16 Abs. 1 AWV widerspricht und die Werbung als widerrechtlich\nerscheinen lässt.\n3.5. Die Beschwerdeführerin macht allerdings geltend, die Werbeaussagen\nstünden mit dem belegten Wirkungsverlauf des fraglichen Arzneimittels im\nEinklang, was sich aus den vorliegenden pharmakokinetischen Daten wie auch\naus den Ergebnissen klinischer Studien ergebe.\nEs ist Sache der Zulassungsinhaberinnen, dafür zu sorgen, dass die\nArzneimittelinformation den jeweiligen Stand von Wissenschaft und\nTechnik wiedergibt (vgl. Art. 16 in Verbindung mit Art. 10 f. der Verordnung\nvom 17. Oktober 2001 über die Arzneimittel [VAM], SR 812.212.21). Wie\nbereits betont wurde, muss die Beschreibung der relevanten Eigenschaften\neines Arzneimittels, welche in der Arzneimittelinformation noch nicht\naufgenommen worden ist, zunächst dem Institut im Rahmen eines\nGesuchs um Anpassung der Arzneimittelinformation nach Art. 11 VAM\nunterbreitet werden. Erst wenn eine entsprechende Anpassung der\nArzneimittelinformation bewilligt wird, können die neuen wissenschaftlichen\nErkenntnisse zur Bewerbung eines Arzneimittels herangezogen werden. Es\nmuss auch in Betracht gezogen werden, dass die pharmakokinetischen Daten\noft nicht mit der klinischen Wirksamkeit korrelieren, ein schnellerer Anstieg\ndes Blutspiegels eines Wirkstoffs also nicht in jedem Falle einen schnelleren\nWirkungseintritt garantiert.\nDer Einwand der Beschwerdeführerin, das Gesuchsverfahren für eine\nAnpassung der Arzneimittelinformation würde zu lange dauern, ist\nunbehelflich, zumal die Beschwerdeführerin bereits seit mehreren Jahren\nüber die angeblich neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse verfügt und mit\nder ehemals zuständigen Interkantonalen Kontrollstelle für Heilmittel (IKS)\nsowie mit dem Institut bezüglich der Frage der Zulässigkeit einer Bewerbung\ndes Wirkungseintritts von X-A. im Gespräch ist.\n4. Die Beschwerdeführerin stellt sich zudem auf den Standpunkt, sie werde\ndurch das Werbeverbot in ihrer Wirtschaftsfreiheit unverhältnismässig\neingeschränkt.\n4.1 .Nach ständiger Praxis und einheitlicher Lehre steht der Handel mit\nHeilmitteln und ihre Bewerbung unter dem Schutz der Wirtschaftsfreiheit\n(Art. 27 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft\nvom 18. April 1999 [BV], SR 101; vgl. BGE 111 Ia 186 f, BGE 99 Ia 373; P.\nBratschi/U. Eggenberger Stöckli, Bundesgesetz über Arzneimittel und\nMedizinprodukte, Bern 2001, S. 5; P. Straub, Die Arzneimittelwerbung der\nPharmaunternehmungen im regulatorischen Umfeld, in: R. Schaffhauser/T.\nPoledna [Hrsg.], Wettbewerb im Gesundheitsrecht, St. Gallen 2004, S. 58\nff.). Staatliche Massnahmen, welche die Werbung für Medizinprodukte\nbeeinträchtigen, können dieses Grundrecht einschränken und sind daher nur\nzulässig, wenn sie auf einer ausreichenden gesetzlichen Grundlage beruhen,\nim öffentlichen Interesse liegen, verhältnismässig sind und den Kernbereich\nder Wirtschaftsfreiheit beachten (Art. 36 BV, vgl. zur Einschränkung der\nWirtschaftsfreiheit etwa BGE 127 II 100 ff.).\n4.2. Gemäss Art. 31 Abs. 3 HMG kann der Bundesrat zum Schutz der\nGesundheit und zum Schutz gegen Täuschung die Werbung für bestimmte\nArzneimittel oder Arzneimittelgruppen beschränken oder verbieten.\n\n"}