{"Signatur": "CH_VB_018", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2005-06-02", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_018_JAAC-70-21--_2005-06-02.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007250.pdf?ID=150007250", "Checksum": "b73afb1e7708bceabefe1b0449296b2d"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.21 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 02.06.2005 JAAC 70.21 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques 02.06.2005 JAAC 70.21 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici 02.06.2005 JAAC 70.21 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:49", "Checksum": "ffa83bee036aac6012e342b04578d983", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 02.06.2005 JAAC 70.21 \r\n\n 12\nInterpretation der Mitteilung durch die Adressaten die Möglichkeit besteht,\ndass diese sich gesetzeswidrig verhalten und damit den Wettbewerb\nverfälschen könnten.\n3.2.4. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Institut zu Unrecht nicht auf\ndas Gesuch der Beschwerdeführerin, die Medienmitteilung vom 22. November\n2004 sei von der Swissmedic-Homepage zu entfernen und auch in anderer\nForm nicht weiter zu verbreiten, eingetreten ist. Die Beschwerde ist in dieser\nBeziehung gutzuheissen.\n3.3. Wie bereits festgehalten wurde (E. 1.4.2 hiervor), rechtfertigt es sich\nim vorliegenden Verfahren, das Gesuch der Beschwerdeführerin vom\n13. Dezember 2004 insoweit materiell zu beurteilen, als die Beschwerde\ngutzuheissen ist.\n3.3.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, das Institut habe mit der\nPublikation der fraglichen Medienmitteilung seine Zuständigkeiten\nüberschritten, da sich die Mitteilung durch keine gesundheitspolizeilichen\nInteressen rechtfertigen lasse und rein wettbewerbs- bzw. preispolitisch\nmotiviert sei. Das Institut hält dem im Wesentlichen entgegen, aufgrund\nder Monopolsituation habe die Beschwerdeführerin den Preis für das\nProdukt X. Inhalationsgas nach dessen Zulassung derart hoch angesetzt,\ndass die Versorgungssicherheit gefährdet sei. Es bestehe die Gefahr, dass\nSpitäler aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen sein könnten, auf dieses\nProdukt zu verzichten. Die Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung\nmit Arzneimitteln sei eine gesundheitspolizeiliche Aufgabe, weshalb es zur\nPublikation der fraglichen Mitteilung zuständig und befugt gewesen sei.\n3.3.1.1. Der Zweck des Heilmittelgesetzes und damit auch der Aufgabenund Zuständigkeitsbereich des Instituts beschränken sich im Wesentlichen\nauf die Sicherstellung gesundheitspolizeilicher Interessen (Art. 1\nHMG). Die Heilmittelgesetzgebung kennt keine Vorschriften zur\nVerhinderung überhöhter Arzneimittelpreise, und deren Kontrolle\nobliegt den Krankenversicherungs- bzw. den Wettbewerbsbehörden\nund dem Preisüberwacher. «Die Preise für Arzneimittel, welche die\nGrundversicherung bezahlt, werden weiterhin vom BSV [Bundesamt\nfür Sozialversicherung; heute Bundesamt für Gesundheit (BAG)] im\nRahmen des Krankenversicherungsrechts festgelegt. Bei Präparaten, die\nvon der Konsumentin und dem Konsumenten selbst bezahlt werden,\nsoll der freie Markt spielen, wobei die Rahmenbedingungen durch die\nWettbewerbsbehörde überwacht werden sollen» (Botschaft vom 1. März 1999\nzu einem Bundesgesetz über Arzneimittel und Medizinprodukte, BBl 1999 3453\nff. [Botschaft HMG], Separatdruck S. 33; vgl. auch das Votum Nationalrätin\nGonseth in der parlamentarischen Beratung, AB 2000 N 76).\nDem Institut ist es damit grundsätzlich verwehrt, in die Preisgestaltung\nauf dem Arzneimittelmarkt einzugreifen. Hievon kann einzig dann\neine Ausnahme gemacht werden, wenn in Folge der Preisfestsetzung\ngesundheitspolizeiliche Gefahren drohen. In derartigen Fällen kann das\n\n"}