{"Signatur": "CH_VB_018", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2005-06-02", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_018_JAAC-70-21--_2005-06-02.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007250.pdf?ID=150007250", "Checksum": "b73afb1e7708bceabefe1b0449296b2d"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.21 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 02.06.2005 JAAC 70.21 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques 02.06.2005 JAAC 70.21 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici 02.06.2005 JAAC 70.21 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:49", "Checksum": "ffa83bee036aac6012e342b04578d983", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 02.06.2005 JAAC 70.21 \r\n\n 5\n6. Swissmedic sei zu verpflichten, nach Rechtskraft des Entscheides über die\nvorliegende Beschwerde im Sinne einer Richtigstellung auf ihrer Homepage\nund im ersten darauffolgenden Swissmedic Journal über die Rechtslage zu\ninformieren.»\nIn seinen Eingaben vom 3. März und 8. April 2005 beantragte das Institut\nim Wesentlichen, die Beschwerde sei kostenfällig abzuweisen, soweit darauf\neingetreten werden könne.\nAus den Erwägungen:\n1. Angefochten ist die Verfügung des Instituts vom 23. Dezember 2004,\nmit welcher es - nach dem Wortlaut des Dispositivs - auf das Gesuch\nder Beschwerdeführerin vom 13. Dezember 2004 um Erlass einer\nFeststellungsverfügung nicht eingetreten ist.\n1.1. In ihrem Gesuch vom 13. Dezember 2004 hatte die Beschwerdeführerin\nnicht nur den Erlass einer Feststellungsverfügung verlangt, sondern\nauch beantragt, die am 22. November 2004 vom Institut publizierte\nMedienmitteilung sei von der Swissmedic-Homepage zu entfernen und auch in\nanderer Form nicht weiter zu verbreiten. Zu diesem Unterlassungsbegehren\näussert sich das Dispositiv der angefochtenen Verfügung in keiner Weise. In\nder Begründung der Verfügung nimmt das Institut hiezu aber einlässlich\nStellung und hält fest, es sehe keinen Anlass, die Medienmitteilung\nzurückzuziehen oder gar zu widerrufen.\n1.1.1. Wie bereits in der Zwischenverfügung vom 31. Januar 2005 festgehalten\nwurde, ist die Information der Öffentlichkeit durch eine Medienmitteilung,\nin welcher staatliche Empfehlungen abgegeben werden, als Realakt zu\nqualifizieren, gegen den sich Drittbetroffene dann im Rahmen eines\nBeschwerdeverfahrens bei einer verwaltungsunabhängigen Behörde müssen\nwehren können, wenn sie durch die Auswirkungen der Empfehlung in\ngrundrechtlich geschützten Interessen beeinträchtigt werden können\n(vgl. dazu etwa M. Müller / T. Müller-Graf, Staatliche Empfehlungen, in:\nZeitschrift für schweizerisches Recht [ZSR] NF 114 (1995), I. Halbbd., S. 387\nff.; Y. Hangartner, Recht auf Rechtsschutz, in: Aktuelle Juristische Praxis\n[AJP] 2002 S. 146 f.; BGE 128 I 167 E. 4.5, BGE 126 I 250 E. 2d, BGE 126 I 213\nE. 1, BGE 121 I 87 E. 1b). Vor diesem Hintergrund ist die Weigerung des\nInstituts, die Medienmitteilung zurückzuziehen oder gar zu widerrufen,\nsinngemäss als Verfügung zu qualifizieren, mit der das Unterlassungsbegehren\nabgewiesen bzw. hierauf nicht eingetreten worden ist (Fiktion einer\nVerfügung, vgl. Y. Hangartner, a.a.O., S. 147; vgl. auch Art. 5 Abs. 1 Bst. c in fine\ndes Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren\n[VwVG], SR 172.021).\n1.1.2. In seiner Vernehmlassung macht das Institut geltend, es sei auf das\nUnterlassungsbegehren der Beschwerdeführerin nicht eingetreten, weil diese\ndurch die Medienmitteilung nicht in ihrer Rechtsstellung betroffen (gewesen)\nsei.\nAuch wenn sich das Institut in der Begründung der angefochtenen Verfügung\nausschliesslich materiell mit dem Unterlassungsbegehren auseinandergesetzt\nhat und erst in seiner Vernehmlassung kurz auf die Frage der Legitimation der\nBeschwerdeführerin eingeht, zeigt doch der Umstand, dass dieses Begehren\nim Dispositiv nicht erwähnt wurde, dass das Institut hierauf nicht eintreten\n\n"}