{"Signatur": "CH_VB_018", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2004-02-26", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_018_JAAC-69-96--_2004-02-26.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007136.pdf?ID=150007136", "Checksum": "e114b38e78b0f7c26312ad70f706721d"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 69.96 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 26.02.2004 JAAC 69.96 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques 26.02.2004 JAAC 69.96 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici 26.02.2004 JAAC 69.96 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:22:07", "Checksum": "afd1010fe1270eed1dccbd593a6c788a", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 26.02.2004 JAAC 69.96 \r\n\nZusammenfassung des Sachverhalts:\nAm 11. und 26. März 2003 bewilligte das Schweizerische Heilmittelinstitut\n(im Folgenden: Institut) die von der Beschwerdeführerin eingereichten\n«Storyboards» (gezeichnete Drehbücher) für die TV-Spots «B.» und\n«P.», mit welchen für die Arzneimittel X und Y geworben werden\nsollte. Diese Arzneimittel sind im Wesentlichen zur Behandlung\nund Linderung von rheumatischen Schmerzen, Nackenschmerzen,\nRückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Tennisellbogen, Hexenschuss, Ischias\nund Muskelverkrampfungen sowie zur Ausheilung von Zerrungen, Prellungen\nund Verstauchungen zugelassen. Kontraindiziert ist die Anwendung der\nPräparate bei offenen Wunden.\nMit Eingabe vom 24. April 2003 liess die Beschwerdeführerin dem Institut eine\nVideokassette mit den definitiven Werbespots zur Kenntnisnahme zugehen.\nAnlässlich einer Sichtung Spots stellte das Institut fest, dass bei der Umsetzung\nvon den genehmigten «Storyboards» abgewichen worden war. Es verfügte\ndaher am 24. Juli 2003, dass die Ausstrahlung der vorgelegten Werbespots «B.»\nund «P.» ab dem 4. September 2003 einzustellen sei.\nAm 22. August 2003 erhob die Beschwerdeführerin gegen diese Verfügung\nBeschwerde bei der Eidgenössischen Rekurskommission für Heilmittel\n(REKO HM) und beantragte, die Verfügung sei aufzuheben. In seiner\nVernehmlassung vom 26. September 2003 beantragte das Institut, die\nBeschwer­de sei abzuweisen. Ihre Anträge bestätigten die Parteien in einem\nzweiten Schriftenwechsel.\nDie REKO HM weist die Beschwerde ab.\nAus den Erwägungen:\n1. und 2. (…)\n3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie habe die beiden TV-Spots\nnoch vor der Erstausstrahlung zusammen mit Informationen über die\nEinschaltdaten der Vorinstanz zur Ansicht zugestellt. Die Veränderungen\nzum ursprünglichen «Storyboard» seien mit dem zuständigen Sachbearbeiter\nbesprochen, zusätzlich mit Schreiben vom 16. April 2003 festgehalten und\nmit dem Original-Videotape vom 24. April 2003 dokumentiert worden. Eine\nNeubegutachtung sei aber nicht verlangt worden. Da keine Reaktion erfolgt\nsei, habe sie nach Treu und Glauben davon ausgehen können, dass das Institut\nmit der Umsetzung der «Storyboards» einverstanden sei.\n3.1. Das verfassungsmässige Gebot von Treu und Glauben gibt dem Bürger\nAnspruch auf den Schutz seines berechtigten Vertrauens in behördliche\nZusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwartungen begründendes\nVerhalten der Behörde (Art. 9 der Bundesverfassung der Schweizerischen\nEidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV], SR 101; vgl. etwa BGE 117 Ia 287).\n\n"}