{"Signatur": "CH_VB_018", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2002-09-13", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_018_JAAC-67-31--_2002-09-13.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005963.pdf?ID=150005963", "Checksum": "6d7e53b22f9f63863092c9df0283cefa"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.31 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 13.09.2002 JAAC 67.31 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques 13.09.2002 JAAC 67.31 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici 13.09.2002 JAAC 67.31 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:19", "Checksum": "65d7350cce1f6d4374ab5243d3bfd446", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 13.09.2002 JAAC 67.31 \r\n\n 4\n(insbesondere Art. 85) anwendbar sind und zudem der angefochtene Befund\ninfolge der Rechtsänderung heute als Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG zu\nqualifizieren ist, die sich auf das Heilmittelgesetz stützt (bzw. stützen müsste).\nd. Art. 94 Abs. 1 HMG sieht vor, dass Verfahren, die im Zeitpunkt des\nInkrafttretens des HMG vor den Organen der IKV hängig waren, nach den\nBestimmungen des neuen Rechts von den nach neuem Recht zuständigen\nBehörden abzuschliessen sind. Diese Regelung entspricht dem allgemeinen\nGrundsatz, dass neue Verfahrensvorschriften sofort, auch in hängigen\nVerfahren, anzuwenden sind (vgl. etwa BGE 120 Ia 101 E. 1b; A. Kölz,\nIntertemporales Verfahrensrecht, in: Zeitschrift für schweizerisches\nRecht [ZSR] 1983 II S. 222 f.; R. A. Rhinow/ B. Krähenmann, Schweizerische\nVerwaltungsrechtsprechung, Ergänzungsband, Basel 1990, S. 45; A. Kölz/I.\nHäner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes,\n2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 79). Die neuen Verfahrensvorschriften des\nHeilmittelgesetzes sind damit im vorliegenden Verfahren anwendbar.\nDie in Art. 94 Abs. 1 HMG vorgesehene Weiterführung von Verfahren durch\ndie nach neuem Recht zuständigen Behörden zeigt, dass nach dem Willen\ndes Gesetzgebers altrechtliche Befunde der IKS in hängigen Verfahren\nneurechtlichen Verfügungen des Institutes gleichgestellt werden sollen -\nandernfalls wäre die ausdrücklich gewollte Übernahme von Verfahren, die\nvor der IKV-Rekurskommission als Organ der IKV (Art. 6 Bst. e Interkantonale\nVereinbarung) hängig waren, gar nicht möglich.\nDie Zuständigkeit der REKO HM im vorliegenden Verfahren ist allerdings nur\ndann gegeben, wenn der angefochtene, einer Verfügung gleichzusetzende\nBefund nach heutiger Rechtslage durch das Institut gestützt auf die neue\nHeilmittelgesetzgebung zu erlassen wäre. Dies ist ohne Zweifel der Fall,\nhat doch das Institut nach den Vorschriften des neuen Rechts durch\nVerfügung über Gesuche um Zulassung von Arzneimitteln, bzw. um Zulassung\nzusätzlicher Indikationen von Arzneimitteln zu befinden (vgl. Art. 16 HMG\nund Art. 7 der Verordnung vom 17. Oktober 2001 über die Arzneimittel [VAM],\nSR 812.212.21). Die REKO HM ist daher zum Entscheid über die vorliegende\nBeschwerde zuständig.\n(…)\n2.a. Mit der Verwaltungsbeschwerde an eine Eidgenössische\nRekurskommission kann gerügt werden, die angefochtene Verfügung verletze\nBundesrecht (einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs\nvon Ermessen), beruhe auf einer unrichtigen oder unvollständigen\nFeststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder sei unangemessen\n(Art. 49 VwVG). Entsprechend umfassend ist damit grundsätzlich auch die\nÜberprüfungsbefugnis und -pflicht (Kognition) der REKO HM (Art. 84 Abs. 1\nHMG; vgl. BGE 120 Ia 115 f.; F. Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl.,\nBern 1983, S. 266; A. Moser/P. Uebersax, Prozessieren vor eidgenössischen\nRekurskommissionen, Basel 1998, Rz. 2.59 f.; A. Kölz/I. Häner, a.a.O., Rz. 617 f.).\nNach ständiger Rechtsprechung können die Eidgenössischen\nRekurskommissionen ihre Kognition aber einschränken, «soweit die Natur\nder Streitsache einer unbeschränkten Sachprüfung des angefochtenen\nEntscheides entgegensteht» (A. Moser/P. Uebersax, a.a.O., Rz. 2.62, mit weiteren\nHinweisen). So ist insbesondere dann, wenn die Ermessensausübung, die\n\n"}