{"Signatur": "CH_VB_018", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-05-21", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_018_JAAC-67-136--_2003-05-21.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005879.pdf?ID=150005879", "Checksum": "3882591e1c49b667781314c2ad3ed50d"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.136 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 21.05.2003 JAAC 67.136 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques 21.05.2003 JAAC 67.136 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici 21.05.2003 JAAC 67.136 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:22:47", "Checksum": "8585d9a907c05c60c161c78a73bd8129", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 21.05.2003 JAAC 67.136 \r\n\n 3\n- für die Prüfung der Gesuchsunterlagen: Fr. 500.-\n- für die Prüfung der Packungselemente: Fr. 200.-\n- für die Prüfung der Patienteninformation: Fr. 300.-\n- für die Prüfung der Fachinformation: Fr. 800.-\nIst im Rahmen der Beurteilung von Umwandlungsgesuchen eine\nvollumfängliche Prüfung der Unterlagen und der Arzneimittelinformation\nerforderlich, wie dies unbestrittenermassen im vorliegenden Verfahren\nder Fall war, hat das Institut damit eine pauschale Gebühr von insgesamt\nFr. 1’800.- zu erheben. Die Verordnungsbestimmung lässt keinen Raum für\neine einzelfallweise Bemessung der Gebühr nach dem in concreto angefallenen\nAufwand oder dem Nutzen für die Gesuchstellerin.\nIm Folgenden ist zu prüfen, ob diese Bestimmung, die ohne Zweifel korrekt\nangewandt worden ist, den gesetz- und verfassungsmässigen Anforderungen\nan die Gebührenerhebung entspricht. Ist dies der Fall, bleibt kein Raum für\neine einzelfallweise Herabsetzung der einverlangten Gebühr, wie dies von der\nBeschwerdeführerin verlangt wird.\n4.2. Die zu beurteilende Abgabe stellt ohne Zweifel eine Verwaltungsgebühr\ndar, deren Erhebung nur zulässig ist, wenn sie sich auf eine ausreichende\nRechtsgrundlage stützen kann und den einschlägigen verfassungsmässigen\nPrinzipien, insbesondere dem Kostendeckungs- und dem Äquivalenzprinzip\nentspricht (vgl. etwa BGE 125 I 179, BGE 124 I 249; U. Häfelin/G. Müller,\nAllgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl., Zürich 2002, Rz. 2627, 2636 ff. und\n2694 ff.; M. Imboden/R.A. Rhinow, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung,\nBasel 1976, Bd. II, S. 778).\nNach einheitlicher Lehre und Rechtsprechung bedürfen Verwaltungsgebühren\ngrundsätzlich einer Grundlage in einem Gesetz im formellen Sinn. Delegiert\ndas Gesetz die Kompetenz zur (rechtssatzmässigen) Festsetzung einer\nAbgabe an den Verordnungsgeber, so muss es zumindest den Kreis der\nAbgabepflichtigen, den Gegenstand und die Bemessungsgrundlage der Abgabe\nselber festlegen (vgl. BGE 125 I 179, BGE 123 I 249, BGE 120 Ia 3; U. Häfelin/G.\nMüller, a.a.O., Rz. 2695 f.). Auf die Festsetzung von Bemessungsregeln und\ninsbesondere der Abgabehöhe im formellen Gesetz kann allerdings dann\nverzichtet werden, wenn dem Bürger die Überprüfung der Abgabe anhand\nvon verfassungsrechtlichen Prinzipien (insbesondere Kostendeckungs- und\nÄquivalenzprinzip) offen steht (vgl. etwa BGE 121 I 229).\nDas Kostendeckungsprinzip gebietet, dass der Gesamtertrag der\nGebühreneinnahmen eines Verwaltungszweiges dessen Kosten nicht oder nur\ngeringfügig übersteigen. Dieses Prinzip muss insbesondere dann eingehalten\nwerden, wenn die Kostenabhängigkeit einer Verwaltungsgebühr im Gesetz\nausdrücklich vorgesehen ist (vgl. BGE 126 I 188, BGE 121 I 230, BGE 120 I 171;\nU. Häfelin/G. Müller, a.a.O., Rz. 2637 f.).\nDas Äquivalenzprinzip verlangt als gebührenrechtliche Ausgestaltung des\nVerhältnismässigkeitsprinzips, dass eine Gebühr nicht in offensichtlichem\nMissverhältnis zum objektiven Wert der staatlichen Leistung stehen darf und\nsich in vernünftigen Grenzen halten muss. Der Wert der Leistung bestimmt\nsich dabei nach dem Nutzen, den sie dem Pflichtigen bringt - oder nach\ndem Kostenaufwand für die konkrete Inanspruchnahme der Verwaltung\n\n"}