{"Signatur": "CH_VB_018", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-06-18", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_018_JAAC-67-135--_2003-06-18.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005876.pdf?ID=150005876", "Checksum": "2228b87522bba06a87e41db8d3bbbdeb"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.135 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 18.06.2003 JAAC 67.135 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques 18.06.2003 JAAC 67.135 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici 18.06.2003 JAAC 67.135 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:22:39", "Checksum": "d8f21cc93b491a8e6201cd83fbc68a37", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 18.06.2003 JAAC 67.135 \r\n\n 13\nAus den vorangehenden Ausführungen ergibt sich, dass die zu beurteilende\nHerstellungsbewilligung unter Verletzung der heilmittelrechtlichen\nZuständigkeitsordnung und der Dispositionsmaxime erlassen worden ist.\nSie verletzt damit ohne Zweifel Bundesrecht. Dem Beschwerdeführer ist\ndie Möglichkeit eingeräumt worden, sich zur allfälligen reformatio in peius\nzu äussern. Von dieser Gelegenheit hat er Gebrauch gemacht und in seiner\nEingabe vom 29. April 2003 ausgeführt, die Zulässigkeit der reformatio\nim peius werde im Grundsatz nicht bestritten. Er hielt insbesondere fest,\ner habe vom «überschiessenden Teil» der Herstellungsbewilligung, also\nder Erlaubnis zur Herstellung von zulassungspflichtigen Arzneimitteln,\nkeinen Gebrauch gemacht, und allfällig wertvermehrende Effekte dieser\nErlaubnis seien unbeachtlich, da er auch nicht beabsichtige, in Zukunft\nderartige Arzneimittel herzustellen. Unter diesen Umständen erachtet die\nREKO HM die von der Aufhebung der Herstellungsbewilligung betroffenen\nprivaten Interessen als relativ unbedeutend. Das öffentliche Interesse\ndaran, dass die rechtmässige Ordnung wieder hergestellt und die mit schwer\nwiegenden Rechtsmängeln behaftete Bewilligung aufgehoben wird, überwiegt\ndas Interesse des Beschwerdeführers am Schutz seines Vertrauens in den\nBestand der Bewilligung bei weitem, so dass im vorliegenden Verfahren eine\nreformatio in peius zulässig ist.\n6. Gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG hat die REKO HM selbst in der Sache\nzu entscheiden und kann diese nur ausnahmsweise mit verbindlichen\nWeisungen an die Vorinstanz zurückweisen. Da die Erteilung von\nHerstellungsbewilligungen gemäss Art. 6 AMBV allerdings in die Kompetenz\nder Kantone fällt, kann die REKO HM als Bundesbehörde im vorliegenden\nVerfahren nicht in der Sache entscheiden. Vielmehr ist das Gesuch des\nBeschwerdeführers vom 30. Juli 2002 der zuständigen kantonalen Behörde\nzur weiteren Bearbeitung zu überweisen (BGE 118 Ia 243 f., BGE 121 I 95; VPB\n56.54 E. 1.5). Diese wird zu prüfen haben, ob die Bewilligungsvoraussetzungen\ngegeben sind und ob dem Beschwerdeführer auch die Herstellung von\nArzneimitteln gemäss Art. 9 Abs. 2 Bst. a, b und c HMG im direkten Auftrag von\nÄrzten erlaubt ist.\nDa sich aus den Vorakten nicht eindeutig ergibt, welche Unterlagen der\nBeschwerdeführer zusammen mit seinem Gesuch vom 30. Juli 2002 eingereicht\nhat und es zudem aus Gründen der Verfahrensökonomie zweckmässig sein\nkönnte, den kantonalen Behörden auch weitere, sich allenfalls noch beim\nInstitut befindlichen Unterlagen zukommen zu lassen, ist es entgegen der\nAuffassung des Beschwerdeführers angezeigt, die Sache ausnahmsweise an die\nVorinstanz zurückzuweisen. Das Institut ist aber verbindlich anzuweisen, das\nGesuch des Beschwerdeführers vom 30. Juli 2002 samt Beilagen unverzüglich\nder zuständigen kantonalen Behörde zur weiteren Behandlung zu überweisen.\n(…)\n\n14\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 67.135 - Entscheid der Eidgenössischen Rekurskommission für Heilmittel vom 18.\nJuni 2003 i.S. S. [HM 03.026]\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 2003\nAnnée\nAnno\n\nBand 67\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 005 876\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}