{"Signatur": "CH_VB_018", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-05-06", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_018_JAAC-67-134--_2003-05-06.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005873.pdf?ID=150005873", "Checksum": "748a063c6d421762279d98c8651e1a75"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.134 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 06.05.2003 JAAC 67.134 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques 06.05.2003 JAAC 67.134 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici 06.05.2003 JAAC 67.134 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:22:47", "Checksum": "69c03517f00e639d0c0a995be1d28d79", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 06.05.2003 JAAC 67.134 \r\n\n 6\nhat jede Person einen Anspruch darauf, Informationen frei zu empfangen,\naus allgemein zugänglichen Quellen zu beschaffen und zu verbreiten (Art. 16\nAbs. 3 BV).\nDer Schutz der Meinungsfreiheit bezieht sich allerdings grundsätzlich nur auf\nÄusserungen mit ideellen Inhalten. Mitteilungen, welche kommerziellen\nZwecken dienen, fallen nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung in\nden Geltungsbereich der Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV; vgl. J.P. Müller,\nGrundrechte in der Schweiz, 3. Aufl., Bern 1999, S. 204, mit weiteren\nHinweisen). Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hingegen\nschützt Werbung und andere wirtschaftsbezogene Informationen im Rahmen\nder Meinungsfreiheit gemäss Art. 10 der Konvention vom 4. November 1950\nzum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101). Nach\nder Praxis des Gerichtshofs ist jedoch nicht entscheidend, ob innerstaatlich\nÄusserungen zu kommerziellen Zwecken der Meinungsfreiheit oder der\nWirtschaftsfreiheit zugeordnet werden, solange das Schutzniveau von\nArt. 10 EMRK eingehalten wird (vgl. dazu A. Kley/E. Tophinke, Kommentar\nzu Art. 16 BV, N. 7, in: Die Schweizerische Bundesverfassung, Kommentar,\nB. Ehrenzeller/Ph. Mastronardi/R.J. Schweizer/K.A. Vallender (Hrsg.), Zürich,\nBasel, Genf 2002; J.P. Müller, a.a.O., S. 206).\nIn Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Praxis prüft die REKO HM\nVerbote und Beschränkungen der Werbung für Heilmittel ausschliesslich unter\ndem Blickwinkel der Wirtschaftsfreiheit (vgl. das unveröffentlichte Urteil der\nREKO HM vom 19. Dezember 2002 i.S. P. AG [HM 02.013], E. 7.2).\n5.2. Nach ständiger Praxis und einheitlicher Lehre stehen der Handel mit\nHeilmitteln und ihre Bewerbung unter dem Schutz der Wirtschaftsfreiheit\n(Art. 27 BV; vgl. BGE 111 Ia 186 f, BGE 99 Ia 373; P. Bratschi/U. Eggenberger\nStöckli, Bundesgesetz über Arzneimittel und Medizinprodukte, Bern 2001,\nS. 5). Staatliche Massnahmen, welche die Werbung für Medizinprodukte\nbeeinträchtigen, können dieses Grundrecht einschränken und sind daher nur\nzulässig, wenn sie auf einer ausreichenden gesetzlichen Grundlage beruhen,\nim öffentlichen Interesse liegen, verhältnismässig sind und den Kernbereich\nder Wirtschaftsfreiheit beachten (Art. 36 BV, vgl. zur Einschränkung der\nWirtschaftsfreiheit etwa BGE 127 II 100 ff.)\n5.3. Gemäss Art. 51 HMG ist der Bundesrat unter anderem befugt, zum Schutz\nder Gesundheit und zum Schutz gegen Täuschung die Werbung für bestimmte\nMedizinprodukte zu verbieten. Diese Delegationsnorm bildet nach Auffassung\nder REKO HM eine ausreichende gesetzliche Grundlage für die Regelung\nvon Art. 21 Abs. 3 Bst. b MepV, die statuiert, dass die Publikumswerbung für\nMedizinprodukte, die ausschliesslich für die Anwendung durch Fachpersonen\nin Verkehr gebracht werden, verboten ist. Wie noch zu zeigen sein wird, dient\ndieses Verbot im Wesentlichen dem Schutz der öffentlichen Gesundheit.\n5.4. Das Heilmittelgesetz bezweckt in erster Linie, den Schutz der\nGesundheit von Mensch und Tier zu gewährleisten (Art. 1 Abs. 1 HMG). Von\nMedizinprodukten, die nur von Fachpersonen angewandt werden dürfen,\ngehen regelmässig relativ erhebliche Gesundheitsgefahren aus, ist eine\nsolche Anwendungsbeschränkung doch nur dann erforderlich, wenn die\nProdukte die Sicherheit und Gesundheit der Patienten gefährden können.\nDa zudem selbst bei fachkundiger Anwendung solcher Produkte nicht\nsämtliche Risiken ausgeschaltet werden können, ist ihre bestimmungsgemässe\n\n"}