{"Signatur": "CH_VB_018", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-05-06", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_018_JAAC-67-134--_2003-05-06.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005873.pdf?ID=150005873", "Checksum": "748a063c6d421762279d98c8651e1a75"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.134 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 06.05.2003 JAAC 67.134 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques 06.05.2003 JAAC 67.134 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici 06.05.2003 JAAC 67.134 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:22:47", "Checksum": "69c03517f00e639d0c0a995be1d28d79", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 06.05.2003 JAAC 67.134 \r\n\nZusammenfassung des Sachverhalts:\nDie L.S. AG ist Inverkehrbringerin von Medizinprodukten. Im Jahre 2002\nhat sie in verschiedenen Restaurants Zuckerbeutel mit einem Aufdruck in\nUmlauf gebracht, der auf die Möglichkeit der langanhaltenden oder auch\npermanenten Gesichtsfaltenentfernung durch Unterspritzung hinwies und\ndie Leser aufforderte, telefonisch eine Liste anzufordern. Im Rahmen eines\nVerfahrens der Marktüberwachung gemäss Art. 58 des Bundesgesetzes\nvom 15. Dezember 2000 über Arzneimittel und Medizinprodukte (HMG, SR\n812.21) hat das Schweizerische Heilmittelinstitut (nachfolgend: Institut oder\nSwissmedic) festgestellt, dass auf telefonische Nachfrage hin den Interessenten\neine Liste von Ärzten, die das Produkt Y. anwenden, sowie Prospekte für dieses\nund ein weiteres Produkt zugestellt wurden.\nAm 19. Juni 2002 forderte das Institut die L.S. AG gestützt auf Art. 21 Abs. 3\nBst. b der Medizinprodukteverordnung vom 17. Oktober 2001 (MepV, SR\n812.213) auf, die Publikumswerbung für Faltenunterspritzungsmittel\neinzustellen. Da sich die L.S. AG in der Folge auf den Standpunkt stellte,\nbei den fraglichen Produkten handle es sich nicht um Medizinprodukte\nund ihr Vorgehen sei zudem nicht als Publikumswerbung zu qualifizieren,\nerliess das Institut am 14. Januar 2003 eine Verfügung, in welcher es zum\neinen feststellte, dass Faltenunterspritzungsmittel als Medizinprodukte zu\nqualifizieren seien, zum andern der L.S. AG verbot, Zuckerbeutel mit der\naufgedruckten Aufforderung zur Bestellung einer Ärzteliste zu verteilen und\nanschliessend eine auf den eigenen Kundenstamm beschränkte Ärzteliste\nsowie Produktprospekte für die Faltenunterspritzungsmittel Y. und Z. an\nPersonen aus dem Publikum abzugeben.\nGegen diese Verfügung erhob die L.S. AG am 28. Januar 2003 Beschwerde\nbei der Eidgenössischen Rekurskommission für Heilmittel (REKO HM) und\nbeantragte im Wesentlichen, die Verfügung sei aufzuheben. Zur Begründung\nihres Antrags machte sie unter anderem geltend, ihr Vorgehen diene nur der\nInformation interessierter Personen und stelle keine Publikumswerbung dar.\nDie REKO HM wies die Beschwerde ab, soweit darauf einzutreten war.\nAus den Erwägungen:\n(…)\n3. Als Medizinprodukte im Sinne des HMG gelten Produkte, die für die\nmedizinische Verwendung bestimmt sind oder angepriesen werden und\nderen Hauptwirkung nicht durch ein Arzneimittel erreicht wird (Art. 4\nAbs. 1 Bst. b HMG). Eine präzisere Definition findet sich in Art. 1 MepV.\nDanach sind unter Medizinprodukten einzeln oder miteinander verbunden\nverwendete Instrumente, Apparate, Vorrichtungen, Stoffe oder andere\n\n"}