{"Signatur": "CH_VB_018", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-04-02", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_018_JAAC-67-133--_2003-04-02.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005870.pdf?ID=150005870", "Checksum": "7e60e209eb3c6ad71815cd96c62bb34c"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.133 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 02.04.2003 JAAC 67.133 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques 02.04.2003 JAAC 67.133 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici 02.04.2003 JAAC 67.133 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:22:43", "Checksum": "0d6dd0910d9f046de0709a143d5fa6b8", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 02.04.2003 JAAC 67.133 \r\n\n 4\nSeinen Antrag begründete das Institut im Wesentlichen damit, dass die\neinschlägigen Bestimmungen des europäischen Rechts keine Vorschriften\nüber die Publikumsabgabe enthielten, so dass die (unbestrittene) Konformität\ndes zu beurteilenden Produktes einem Verbot der Publikumsabgabe nicht\nentgegengehalten werden könne. Weiter hielt es fest, dass sich Art. 17\nAbs. 3 MepV auf Art. 47 Abs. 2 Bst. b des Bundesgesetzes vom 15. Dezember\n2000 über Arzneimittel und Medizinprodukte (Heilmittelgesetz [HMG],\nSR 812.21) stützen könne, so dass diese Verordnungsbestimmung über\neine ausreichende gesetzliche Grundlage verfüge. Die Erteilung einer\nAusnahmebewilligung für die Publikumsabgabe sei ausgeschlossen, da vom\nProdukt relativ schwerwiegende Gesundheitsgefahren ausgingen und mit der\nPublikumsabgabe Nachteile für die öffentliche Gesundheit verbunden seien.\nF. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels und anlässlich einer\nmündlichen und öffentlichen Verhandlung bestätigten die Parteien ihre\nStandpunkte.\nAus den Erwägungen:\n1. (Formelles)\n2. Die Beschwerdeführerin macht vorab geltend, die REKO HM habe\nvon Amtes wegen zu prüfen, ob die angefochtene Verfügung rechtsgültig\nunterzeichnet worden sei. Dies sei fraglich, trage sie doch die Unterschrift des\nLeiters der Abteilung Medizinprodukte und nicht des Direktors des Instituts.\n2.1. In Beschwerdeverfahren ist von Amtes wegen zu prüfen, ob die\nangefochtene Verfügung unter einem derart schwerwiegenden Zuständigkeitsoder Formfehler leidet, dass sie als nichtig zu qualifizieren wäre. Solche\nFehler können einen Nichtigkeitsgrund setzen, wenn sie offensichtlich oder\nzumindest leicht erkennbar und schwerwiegend sind (vgl. U. Häfelin/G. Müller,\nGrundriss des allgemeinen Verwaltungsrechts, 4. Aufl., Zürich 2002, Rz. 955 ff.).\nWeniger gravierende formelle Mängel einer Verfügung führen dagegen nicht\nzur Nichtigkeit und können unter Umständen im Beschwerdeverfahren geheilt\nwerden (vgl. U. Häfelin/G. Müller, a.a.O., Rz. 986 f.).\n2.2. Als Organ des Instituts ist der Direktor ohne Zweifel befugt, hoheitliche\nAnordnungen zu unterzeichnen, vertritt er doch das Institut gegen aussen\n(Art. 71 Abs. 1 Bst. b und Art. 73 Bst. d HMG). Seine Befugnisse kann der\nDirektor allerdings an Mitarbeiter des Instituts delegieren (Art. 73 Bst. b HMG).\nSo hat er insbesondere auch die Unterschriftsberechtigungen des Personals im\nhoheitlichen Bereich festzulegen (Art. 8 Abs. 2 der Organisationsverordnung\nvom 28. September 2001 für das Schweizerische Heilmittelinstitut [SR 812.216],\nOrganisationsverordnung Swissmedic).\nGestützt auf diese Bestimmung hat der Direktor das Reglement vom 6. Februar\n2002 über die Unterschriftsberechtigungen im hoheitlichen Bereich erlassen.\nGemäss Art. 2 des Reglements werden Schriftstücke grundsätzlich von der\nnach Prozess- und Stellenbeschreibung zuständigen Person unterzeichnet.\nAbweichend von dieser Regelung sieht Art. 3 Abs. 1 des Reglements vor,\ndass «Schriftstücke von grosser Tragweite», welche im Anhang 1 des\nReglements aufgeführt sind, von der vorgesetzten Person zu unterzeichnen\nsind. Die vorgesetzte Person, insbesondere auch der Leiter einer Abteilung,\nkann allerdings laut Art. 3 Abs. 2 des Reglements auch festlegen, dass\nausnahmsweise weitere Schriftstücke von ihr unterzeichnet werden müssen.\n\n"}