{"Signatur": "CH_VB_018", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2002-04-17", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_018_JAAC-66-102--_2002-04-17.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005381.pdf?ID=150005381", "Checksum": "8ed4c78cb4b836451dbac3aa58fb07d1"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 66.102 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 17.04.2002 JAAC 66.102 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques 17.04.2002 JAAC 66.102 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici 17.04.2002 JAAC 66.102 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di agenti terapeutici"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de produits thérapeutiques, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:40", "Checksum": "6ab58835f2f1ad56f031b38212d181a3", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Rekurskommission für Heilmittel 17.04.2002 JAAC 66.102 \r\n\n 4\nein erhebliches Interesse daran, die schon seit längerem herrschenden\nrechtswidrigen Verhältnisse sofort - durch Entzug der aufschiebenden\nWirkung - zu korrigieren (Verfügung vom 13. März 2002).\nDie Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, der Entzug der\naufschiebenden Wirkung sei nur möglich, wenn gesundheitspolizeiliche\nInteressen dies geböten. Die umstrittenen Werbeaussagen seien aber nicht\ngeeignet, die öffentliche Gesundheit zu gefährden, so dass der Entzug der\naufschiebenden Wirkung nicht zulässig bzw. deren Wiederherstellung geboten\nsei.\nIn seiner Vernehmlassung vom 15. April 2002 betont das Institut, der\nEntzug der aufschiebenden Wirkung sei nicht nur bei Vorliegen einer\nGefahr für die öffentliche Gesundheit möglich. Vielmehr bilde im Bereiche\nder Fachwerbung allein schon der Verstoss gegen die Vorschriften der\nArzneimittel-Werbeverordnung einen ausreichenden Grund für ein Verbot\nund dessen sofortige Durchsetzung. Nur so könne vermieden werden,\ndass das Fachpublikum in nachhaltiger Weise falsch informiert werde.\nBei einer Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung bestehe die\nkaum abwendbare Gefahr, dass die unrechtmässige Beeinflussung der\nFachpersonen auch nach einer allfälligen Abweisung der Beschwerde noch\nlängere Zeit nachwirke, was unter dem Gesichtspunkt der Rechtssicherheit\nunhaltbar sei. Die Unterstellung der Fachwerbung unter die Vorkontrolle\ndiene dazu, eine weitere Beeinflussung des Fachpersonals zu verhindern\nund so dessen Anspruch auf rechtskonforme Werbung sowie das Interesse\nder Patientinnen und Patienten an einer Therapie mit dem optimalen\nArzneimittel sicherzustellen. Das Ziel der angefochtenen Verfügung, nämlich\ndie Verhinderung der (weiteren) Verbreitung unzulässiger Werbung,\nkönne nur bei einem sofortigen Vollzug erreicht werden. Hierin liege ein\nausreichender Grund für den Entzug der aufschiebenden Wirkung.\nb. Der Zweck des Heilmittelgesetzes beschränkt sich auf den\nGesundheitsschutz (vgl. Botschaft zu einem Bundesgesetz über Arzneimittel\nund Medizinprodukte vom 1. März 1999, BBl 1999 3484 f.; vgl. Votum\nNationalrätin Gonseth, AB 2000 N 76). Die Vorschriften des Heilmittelrechts\nüber die Werbung dienen dementsprechend einzig dem Schutz der\nöffentlichen Gesundheit und dem Schutz der Konsumentinnen und\nKonsumenten vor Täuschung über die Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit\nvon Arzneimitteln (vgl. P. Bratschi/U. Eggenberger Stöckli, Bundesgesetz\nüber Arzneimittel und Medizinprodukte, Bern 2001, S. 16; vgl. auch Art. 31\nAbs. 3 HMG). Es soll insbesondere verhindert werden, dass die Patientinnen\nund Patienten infolge unwahrer oder täuschender Werbung zu viele oder\nnicht die optimalen Arzneimittel konsumieren und so ihre Gesundheit\ngefährden (vgl. Votum Bundesrätin Dreifuss, AB 2000 S 611). Zu diesem\nZweck schreiben das Heilmittelgesetz und die Arzneimittel-Werbeverordnung\ndie unzulässigen Arten und Inhalte der Arzneimittelwerbung vor (Art. 32\nHMG; Art. 5 ff. und Art. 16 ff. der Verordnung vom 17. Oktober 2001 über die\nArzneimittelwerbung, Arzneimittel-Werbeverordnung [AWV], SR 812.212.5)\nund legen fest, mit welchen Mitteln diese Vorschriften durchzusetzen sind\n(Art. 66 Abs. 1 und Abs. 2 Bst. f und g, Art. 23 ff. AWV).\n\n"}