{"Signatur": "CH_VB_017", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-01-29", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_017_JAAC-67-65--_2003-01-29.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006074.pdf?ID=150006074", "Checksum": "113b5652bc3bfa2d738e5893fa7a1aec"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.65 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 29.01.2003 JAAC 67.65 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006 29.01.2003 JAAC 67.65 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici 29.01.2003 JAAC 67.65 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:06", "Checksum": "2a0bf2d408dc1fc55f280a99ca4905c0", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 29.01.2003 JAAC 67.65 \r\n\n 2\nSie beantragt, die Verfügung sei aufzuheben und ihre Offerte vom\n21. November 2002 sei, weil rechtzeitig eingereicht, im Rahmen des\nQualifikationsverfahrens zu berücksichtigen. Ferner beantragt sie, der\nBeschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen, alles unter Kostenund Entschädigungsfolgen zu Lasten der Eidgenössischen Linthkommission.\nC. In ihrer Vernehmlassung vom 14. Januar 2003 schliesst die Eidgenössische\nLinthkommission auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde.\nD. Mit Eingabe vom 24. Januar 2003 nehmen die Beschwerdeführerinnen zur\nVernehmlassung der Eidgenössischen Linthkommission vom 14. Januar 2003\nStellung.\nAus den Erwägungen:\n1.a.-e. (…)\n2.a. Nach Art. 19 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1994 über\ndas öffentliche Beschaffungswesen (BoeB, SR 172.056.1) schliesst die\nAuftraggeberin Angebote und Anträge auf Teilnahme mit wesentlichen\nFormfehlern vom weiteren Verfahren aus. In diesem Sinne hat die\nRekurskommission entschieden, dass die Nichteinhaltung der Frist zur\nEinreichung des Antrags auf Teilnahme auch dann ein solcher (schwerer)\nFormfehler darstellt, wenn diese Frist nur geringfügig überschritten wird\n(Entscheid der Rekurskommission vom 13. August 1998, veröffentlicht in VPB\n63.17 E. 3b).\nb. Die Frist für eine schriftliche Eingabe ist gewahrt, wenn diese am letzten\nTage der Frist (spätestens um Mitternacht) der (Bundes-)Behörde eingereicht\noder zu deren Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen\ndiplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben wird (Art. 21 Abs. 1\ndes Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren\n[VwVG], SR 172.021]). Der Poststempel erbringt den Nachweis der Postaufgabe.\nDa der Absender die Beweislast für die Wahrung der Frist trägt, obliegt\nes ihm, die durch den Poststempel geschaffene Vermutung umzustossen,\nwenn er geltend macht, die Sendung sei am letzten Tag der Frist der Post\nübergeben, aber erst am folgenden Tag durch die Post abgestempelt worden\n(BGE 124 V 375 E. 3b; André Moser, in: Moser/Uebersax, Prozessieren vor\neidgenössischen Rekurskommissionen, Basel und Frankfurt am Main\n1998, Rz. 2.51 mit Hinweis). Die aus dem Poststempel folgende Vermutung\nverspäteter Postaufgabe ist mit allen tauglichen Beweismitteln widerlegbar\n(BGE 115 Ia 12 E. 3a). Dazu gehören unabhängige Zeugen, namentlich\naber auch zuverlässige Bestätigungen von Amtsstellen. Wie bereits das\nVerwaltungsgericht des Kantons Graubünden im Urteil U 00 6 vom 14. März\n2000 (E. 2a in fine) festgehalten hat, sind verfahrensrechtlich keine Gründe\nersichtlich, die gerade im Submissionswesen eine strengere Handhabung\ndieser Regeln über den Fristenlauf und die Beweislastverteilung rechtfertigen\nwürden. Für das Submissionsrecht des Bundes ergibt sich auch deshalb nichts\nanderes, weil die Bestimmung von Art. 21 VwVG über die Einhaltung der\nFristen auch für das Verfügungsverfahren nach dem 4. Abschnitt des BoeB\nanwendbar ist (vgl. Art. 26 Abs. 2 BoeB e contrario; vgl. auch Herbert Lang,\n\n"}