{"Signatur": "CH_VB_017", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2002-10-09", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_017_JAAC-67-6--_2002-10-09.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006089.pdf?ID=150006089", "Checksum": "8e28a69fbd366879da7505edf55e35a3"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.6 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 09.10.2002 JAAC 67.6 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006 09.10.2002 JAAC 67.6 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici 09.10.2002 JAAC 67.6 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:17", "Checksum": "3c5dc6ea0ccc4ad845893503e095eb2b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 09.10.2002 JAAC 67.6 \r\n\n 7\nöffentliche Beschaffungswesen vom 16. Dezember 1994, in Zeitschrift für\nSchweizerisches Recht [ZSR] 1995, Band I, S. 319). Das Inkrafttreten des\nBilateralen Abkommens Schweiz-EG mit der Unterstellung der Betreiber von\nEisenbahnanlagen hatte dann seinerseits zur Folge, dass die BLS AlpTransit\nAG fortan dem BoeB und nicht mehr bloss dem 3. Kapitel der VoeB untersteht.\nDamit ist neu auch ein bundesrechtlicher Rechtsschutz verbunden, indem\nder Rechtsmittelweg an die BRK offen steht (aufgrund von Art. 5 Bilaterales\nAbkommen Schweiz-EG; siehe auch Bericht der Neat-Aufsichtsdelegation [BBl\n2002 4131] sowie Giovanni Biaggini, Abkommen über bestimmte Aspekte des\nöffentlichen Beschaffungswesens, in: Daniel Thürer/Rolf H. Weber/Roger Zäch\n[Hrsg.], Bilaterale Verträge Schweiz - EG, Ein Handbuch, Zürich 2002, S. 343).\nDer Umstand, dass die BLS AlpTransit AG vor dem Inkrafttreten des bilateralen\nAbkommens Schweiz-EG dem BoeB nicht unterstand, bedeutet folglich nicht,\ndass sie allein deswegen nicht als Behörde im Sinne von Art. 8 Abs. 5 VwKV in\nFrage kommen kann (vgl. Entscheid der BRK vom 28. September 2001,VPB 66.5\nE. 5).\ncc. Bei Submissionen des Bundes handelt es sich um behördliche\nAnordnungen, die sich auf öffentliches Recht des Bundes stützen («actes\nde puissance publique»; vgl. in diesem Sinne mit Bezug auf Art. 84 Abs. 1\nOG auch BGE 125 II 95 E. 3b). Dies gilt ebenso für Beschaffungen, die sich\nausserhalb des Anwendungsbereichs des BoeB befinden, und zwar ungeachtet\nder - missglückten - Formulierung in Art. 39 VoeB, wonach solche Entscheide\nkeine Verfügungen darstellen. Wie sich aus Art. 2 Abs. 3 in fine BoeB sowie aus\nder französischen und der italienischen Fassung von Art. 39 VoeB ergibt, ist\nSinn dieser Bestimmung allein, aber immerhin, dass solche Vergabeentscheide\nnicht mit Beschwerde angefochten werden können. Ob Submissionen im\nSektorenbereich Schienenverkehr durch öffentliche oder private (aufgrund\nausschliesslicher Rechte tätiger) Auftraggeber durchgeführt werden, kann\nim Rahmen von Art. 8 Abs. 5 VwKV nicht massgebend sein (vgl. Evelyne\nClerc, in: Pierre Tercier/Christian Bovet [Hrsg.], Droit de la concurrence,\nGenf/Basel/München 2002, N. 82 zu Art. 5 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober\n1995 über den Binnenmarkt (BGBM, SR 943.02).\nDies führt zum Schluss, dass die BLS AlpTransit AG sowohl vor als auch nach\ndem Inkrafttreten des bilateralen Abkommens als Organisation ausserhalb\nder Bundesverwaltung zu bezeichnen ist, die im Rahmen der Realisierung\nder NEAT in Erfüllung ihr übertragener öffentlich-rechtlicher Aufgaben\ndes Bundes Submissionen tätigt. Aufgrund von Art. 8 Abs. 5 VwKV hat die\nBLS AlpTransit AG entsprechend keinen Anspruch auf Parteientschädigung.\nGründe, von dieser Regel eine Ausnahme zu machen, bestehen vorliegend\nkeine. So kommt es insbesondere nicht darauf an, ob auf die Beschwerde\nhätte eingetreten werden können, wäre diese nicht zurückgezogen worden.\nDenn Art. 8 Abs. 5 VwKV soll von seinem Sinn her losgelöst vom Ausgang eines\nBeschwerdeverfahrens Geltung haben. In gleicher Weise werden der BLS\nAlpTransit AG im Rahmen eines Submissionsverfahrens unabhängig vom\nAusgang des Beschwerdeverfahrens in Anwendung von Art. 63 Abs. 2 VwVG\nkeine Verfahrenskosten auferlegt.\n\n8\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 67.6 - Entscheid der Eidgenössischen Rekurskommission für das öffentliche\nBeschaffungswesen vom 9. Oktober 2002 i.S. M. AG [BRK 2002-008]\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 2003\nAnnée\nAnno\n\nBand 67\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 006 089\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}