{"Signatur": "CH_VB_017", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2002-10-09", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_017_JAAC-67-6--_2002-10-09.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006089.pdf?ID=150006089", "Checksum": "8e28a69fbd366879da7505edf55e35a3"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.6 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 09.10.2002 JAAC 67.6 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006 09.10.2002 JAAC 67.6 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici 09.10.2002 JAAC 67.6 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:17", "Checksum": "3c5dc6ea0ccc4ad845893503e095eb2b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 09.10.2002 JAAC 67.6 \r\n\n 6\nin erster Linie einen - vorläufigen - Ausschluss entsprechender Aufträge\nvom Rechtsmittelsystem (vgl. Entscheid der BRK vom 23. Februar 2000,\nveröffentlicht in VPB 64.61 E. 3 mit Hinweisen).\nMit dem Inkrafttreten des bilateralen Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen\nder Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft\nüber bestimmte Aspekte des öffentlichen Beschaffungswesens (Bilaterales\nAbkommen Schweiz-EG, SR 0.172.052.68, AS 2002 1951) am 1. Juni 2002\nwurden die Anbieter von Dienstleistungen des Schienenverkehrs den Regeln\nüber das öffentliche Beschaffungswesen unterstellt (Art. 3 Abs. 2 Bst. d und\nAbs. 3 Bilaterales Abkommen Schweiz-EG sowie Anhang II B). Die Umsetzung\nder entsprechenden staatsvertraglichen Verpflichtungen der Schweiz erfolgt\nje eigenständig durch den Bund und die Kantone (Botschaft des Bundesrates\nvom 23. Juni 1999 zur Genehmigung der sektoriellen Abkommen zwischen der\nSchweiz und der EG [BBl 1999 6128, 6210]).\nIn der Regel ergibt sich die direkte Unterstellung einer Organisation\nunter das Beschaffungsrecht des Bundes anhand von zwei alternativen\nKriterien: entweder aufgrund des beherrschenden Einflusses des Bundes\nauf die betreffende Organisation oder aufgrund des Tätigwerdens dieser\nOrganisation auf dem Gebiete der ganzen Schweiz gestützt auf ein\nbesonderes oder ausschliessliches Recht (Art. 2a Abs. 1 der Verordnung\nvom 11. Dezember 1995 über das öffentliche Beschaffungswesen (VoeB,\nSR 172.056.11). Im Sektorenbereich Eisenbahnen sind die SBB sowie die\nanderen Betreiber von Eisenbahnanlagen, die unter dem beherrschenden\nEinfluss des Bundes stehen, dem BoeB direkt unterstellt (Art. 2a Abs. 2\nBst. b VoeB). Ausserdem sind die NEAT-Ersteller aufgrund des in Art. 13\nAbs. 1 Alpentransit-Beschluss enthaltenen und durch Art. 4 der Verordnung\ndes Bundesrates vom 28. Februar 2001 über den Bau der schweizerischen\nEisenbahn-Alpentransversale (Alpentransit-Verordnung [AtraV], SR 742.104.1)\nkonkretisierten Verweises dem Beschaffungsrecht des Bundes ebenfalls -\nindes indirekt - unterstellt. Gemäss Art. 4 AtraV unterstehen die Vergaben\nder Ersteller von Liefer-, Dienstleistungs- und Bauaufträgen im Rahmen des\nAlpentransit-Beschlusses wie die entsprechenden Beschaffungen der SBB der\nBundesgesetzgebung über das öffentliche Beschaffungswesen. Daraus folgt,\ndass die BLS AlpTransit AG eine dem Bundesrecht unterstellte Vergabebehörde\nist, und zwar ungeachtet dessen, dass sich diese Eigenschaft nicht direkt\naus Art. 2 Abs. 2 BoeB in Verbindung mit Art. 2a Abs. 2 Bst. b VoeB ergibt,\nsondern nur indirekt durch den in Art. 13 Abs. 1 Alpentransit-Beschluss\nbzw. Art. 4 AtraV vorgesehenen Verweis. Da die NEAT-Ersteller somit\nGegenstand einer speziellen Unterstellung bilden, spielt es auch keine Rolle,\ndass die BLS AlpTransit AG nicht durch den Bund beherrscht wird. Die BRK\nweist im Übrigen darauf hin, dass die BLS AlpTransit AG schon vor dem\nInkrafttreten des Bilateralen Abkommens Schweiz-EG eine Vergabebehörde\ndes Bundes war, und zwar aufgrund des in der vorgängigen Vereinbarung\nzwischen dem Bund und der BLS (BBl 1994 III 1545 f.) enthaltenen offenen\nVerweises. Nach Art. 4 dieser Vereinbarung war nämlich das jeweils geltende\nSubmissionsrecht des Bundes anwendbar, so dass die BLS AlpTransit AG\nmit dem Inkrafttreten der VoeB am 1. Januar 1996 dem 3. Kapitel (Übrige\nBeschaffungen) der VoeB unterstand (Evelyne Clerc, L’ouverture des marchés\npublics: Effectivité et protection juridique, Fribourg 1997, S. 389 f.; Peter\nGauch, Das neue Beschaffungsgesetz des Bundes - Bundesgesetz über das\n\n"}