{"Signatur": "CH_VB_017", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2002-10-09", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_017_JAAC-67-6--_2002-10-09.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006089.pdf?ID=150006089", "Checksum": "8e28a69fbd366879da7505edf55e35a3"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.6 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 09.10.2002 JAAC 67.6 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006 09.10.2002 JAAC 67.6 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici 09.10.2002 JAAC 67.6 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:17", "Checksum": "3c5dc6ea0ccc4ad845893503e095eb2b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 09.10.2002 JAAC 67.6 \r\n\n 5\nder BLS beherrschte Aktiengesellschaft nach den Bestimmungen des\nObligationenrechts (vgl. BBl 2000 5606). Gestützt darauf sowie auf Grund der\nAusführungen der BLS AlpTransit AG in deren Stellungnahme vom 29. August\n2002 ist demnach erstellt, dass es sich bei ihr nicht um eine Bundesbehörde\nhandelt. Zu prüfen bleibt, ob sie im vorliegenden Zusammenhang als\nOrganisation ausserhalb der Bundesverwaltung, die in Erfüllung ihr\nübertragener öffentlich-rechtlicher Aufgaben des Bundes verfügt, zu\nbezeichnen ist.\naa. Der Bund ist verantwortlich für die Realisierung der Neuen\nEisenbahn-Alpentransversale (NEAT). Die entsprechenden Ziele werden\nin Art. 1 Alpentransit-Beschluss umschrieben. Gemäss Art. 13 Abs. 1\nAlpentransit-Beschluss stellt der Bund im Rahmen seines Submissionsrechts\nfür Planung, Projektierung und Bau den freien Wettbewerb für einzelne\nTeilstücke sicher. Auf Grund des Bundesbeschlusses vom 20. März 1998\n(Art. 196 Ziff. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft\nvom 18. April 1999 [BV], SR 101) über Bau und Finanzierung von\nInfrastrukturvorhaben des öffentlichen Verkehrs sowie die Revision vom\n20. März 1998 des Alpentransit-Beschlusses wurden einerseits zwischen\ndem Bund und den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) sowie deren\nTochtergesellschaft AlpTransit Gotthard AG und andererseits zwischen\ndem Bund und der BLS sowie deren Tochtergesellschaft BLS Alp TransitAG\nneue Vereinbarungen über die Realisierung der NEAT am Gotthard bzw.\nam Lötschberg abgeschlossen (vgl. BBl 2000 5591). Gemäss Art. 3 Abs. 1 der\nVereinbarung zwischen dem Bund einerseits und der BLS AlpTransit AG\nandererseits verpflichtet sich diese, die Lötschberg-Basisstrecke gemäss\nder Bestellung des Bundes zu projektieren und zu erstellen. Nach Art. 4\ndieser Vereinbarung ist die BLS AlpTransit AG gegenüber dem Bund für die\nsorgfältige Projektierung und Erstellung der Lötschberg-Basisstrecke gemäss\nder Bestellung des Bundes sowie den effizienten Einsatz der zur Verfügung\ngestellten Finanzmittel verantwortlich (vgl. BBl 2000 5612). Zudem wird die\nunternehmerische Freiheit der Ersteller - trotz privatrechtlicher Organisation\n- durch die geringe Kapitalisierung, die verschiedenen Sondervorschriften\ndes Bundes sowie der detaillierten NCW (Neat-Controlling-Weisung)\ndes Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation\n(UVEK) eingeschränkt. Auch wenn die Entscheidungsträger der beiden\nErstellergesellschaften über einen dadurch beschränkten Handlungsspielraum\nverfügen, haben sie die Aufgabe, ihre Funktion im Interesse des Bundes mit\nder nötigen Sorgfalt wahrzunehmen (Bericht der Neat-Aufsichtsdelegation der\neidgenössischen Räte vom 7. Februar 2002 zuhanden der Finanzkommissionen,\nder Geschäftsprüfungskommissionen und der Kommissionen für Verkehr\nund Fernmeldewesen betreffend Oberaufsicht über den Bau der Neuen\nEisenbahn-Alpentransversale im Jahre 2001 [BBl 2002 4092, 4115]).\nbb. Die BRK trat bisher auf Beschwerden, die sich gegen auf den\nAlpentransit-Beschluss gestützte Vergabeentscheide richteten, nicht ein, da\ndie Beschaffungen durch die SBB und andere Auftraggeberinnen aus dem\nSektorenbereich Eisenbahnen - auch im Rahmen der NEAT - dem Bundesgesetz\nvom 16. Dezember 1994 über das öffentliche Beschaffungswesen (BoeB, SR\n172.056.1) nicht unterstanden. Die Nichtunterstellung der SBB sowie der\nübrigen Auftraggeberinnen aus dem Sektorenbereich Eisenbahn bedeutet\n\n"}