{"Signatur": "CH_VB_017", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2002-10-09", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_017_JAAC-67-6--_2002-10-09.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006089.pdf?ID=150006089", "Checksum": "8e28a69fbd366879da7505edf55e35a3"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.6 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 09.10.2002 JAAC 67.6 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006 09.10.2002 JAAC 67.6 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici 09.10.2002 JAAC 67.6 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:17", "Checksum": "3c5dc6ea0ccc4ad845893503e095eb2b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 09.10.2002 JAAC 67.6 \r\n\n 4\nAnspruch auf Parteikostenersatz. Privatpersonen sollen ganz allgemein\ndadurch, dass sich die Behörden des Instruments der Verfügung bedienen\nkönnen und die Privaten zur Wahrung ihrer Rechte auf den Weg des\nAnfechtungsstreitverfahrens verwiesen werden, keinen Nachteil erleiden\nund keinen Parteikostenersatz an das Gemeinwesen gewärtigen müssen.\nIhrer besonderen Stellung wird dadurch Rechnung getragen, dass sie in der\nRegel keine Verfahrenskosten zu bezahlen haben (Thomas Merkli/Arthur\nAeschlimann/Ruth Herzog, Kommentar zum Gesetz vom 23. Mai 1989 über die\nVerwaltungsrechtspflege des Kantons Bern [VRPG], Bern 1997, N. 14 zu Art. 104\nVRPG).\nHinzuweisen ist namentlich aber auch auf Art. 159 Abs. 2 des Bundesgesetzes\nvom 16. Dezember 1943 über die Organisation der Bundesrechtspflege (OG,\nSR 173.110), zumal Art. 8 Abs. 5 VwKV und Art. 159 Abs. 2 OG im Rahmen der\ngleichen Gesetzesreform eingeführt und je am 1. Oktober 1969 in Kraft gesetzt\nworden sind (vgl. Entscheid der BRK vom 28. September 2001, veröffentlicht\nin VPB 66.5 E. 5). Gemäss Art. 159 Abs. 2 OG darf den im Verfahren der\nVerwaltungsgerichtsbeschwerde und der verwaltungsrechtlichen Klage\nobsiegenden Behörden oder mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten\nOrganisationen in der Regel keine Parteientschädigung zugesprochen\nwerden. Praxis und Lehre haben den Grundsatz auch auf die staatsrechtliche\nBeschwerde ausgedehnt. Hinter dieser Regelung steckt der Gedanke, dass\ndie mit öffentlichen Aufgaben betrauten Organisationen in der Regel\nüber den nötigen Sachverstand verfügen, so dass sich eine anwaltliche\nProzessvertretung erübrigt und auch der eigene Aufwand für die\nProzessführung sich in bescheidenen Grenzen hält. Zu den Behörden und\nmit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen, denen\ngrundsätzlich keine Parteientschädigung zugesprochen werden, gehören\nneben den Organen der Eidgenossenschaft, der Kantone und der grossen\nGemeinden unter anderem die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt\n(SUVA), die Krankenkassen, Privatversicherungen, soweit sie an der\nDurchführung der Unfallversicherung nach dem Bundesgesetz vom 20. März\n1981 über die Unfallversicherung (UVG, SR 832.20) beteiligt sind, und\nEinrichtungen der beruflichen Vorsorge, soweit es um die Durchführung des\nBundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenenund Invalidenvorsorge (BVG, SR 831.40) geht (vgl. Thomas Geiser, Grundlagen,\nin: Thomas Geiser/Peter Münch [Hrsg.], Prozessieren vor Bundesgericht, Basel\nund Frankfurt am Main 1996, Rz. 1.30; Jean-François Poudret, Commentaire de\nla loi fédérale d’organisation judiciaire, Band V, Bern 1992, N. 3 zu Art. 159 OG).\nb. Art. 64 VwVG, der die Grundsätze der Parteientschädigung umschreibt,\nenthält keinen Hinweis darauf, was unter Bundesbehörden und anderen\nBehörden, die als Parteien auftreten, zu verstehen ist. Dagegen kann auf die\nUmschreibung der Behörden in Art. 1 Abs. 2 VwVG zurückgegriffen werden\n(vgl. Entscheid der BRK vom 28. September 2001, VPB 66.5 E. 5). Danach\ngelten unter anderem als Behörden andere Instanzen oder Organisationen\nausserhalb der Bundesverwaltung, soweit sie in Erfüllung ihnen übertragener\nöffentlich-rechtlicher Aufgaben des Bundes verfügen (Art. 1 Abs. 2 Bst. e\nVwVG).\nc. Gemäss Art. 5 Abs. 1 der Vereinbarung zwischen der Schweizerischen\nEidgenossenschaft (Bund) einerseits und der BLS Lötschbergbahn AG\n(BLS) andererseits ist die BLS AlpTransit AG eine mehrheitlich von\n\n"}