{"Signatur": "CH_VB_017", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2001-10-11", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_017_JAAC-66-4--_2001-10-11.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005594.pdf?ID=150005594", "Checksum": "44d1ed006634f5c043cc850e0b5c4e3a"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 66.4 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 11.10.2001 JAAC 66.4 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006 11.10.2001 JAAC 66.4 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici 11.10.2001 JAAC 66.4 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:14", "Checksum": "3ae76eaaee376000fee198bdfa3f15a8", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 11.10.2001 JAAC 66.4 \r\n\n 8\nAusschreibung enthielt zudem in Ziff. 14 den Hinweis, dass die Ausschreibung\nnach GATT/WTO-Übereinkommen erfolge. Die Beschwerdeführerin kann\ndaraus indessen nichts zu ihren Gunsten ableiten. Wird in einem Entscheid\nein Rechtsmittel angegeben, das nach dem Gesetz gar nicht besteht, so kann\ndadurch die fehlende Rechtsmittelvoraussetzung nicht ersetzt werden\n(BGE 113 Ib 213; René A. Rhinow / Beat Krähenmann, Schweizerische\nVerwaltungsrechtsprechung, Ergänzungsband, Basel/Frankfurt a.M. 1990,\nNr. 86 B II e mit weiteren Hinweisen).\nGemäss Art. 2 Abs. 3 BoeB kann der Bundesrat das BoeB oder einzelne\nBestimmungen desselben auf weitere öffentliche Aufträge des Bundes\nanwendbar erklären. Eine derartige Ausweitung des Geltungsbereichs hat\ndurch den Bundesrat auf dem Verordnungsweg zu geschehen (GATT-Botschaft\n2, S. 1179). Indessen ist die Anwendung des Rechtsmittelverfahrens (5. Abschn.\nBoeB) auf solche Aufträge ausdrücklich ausgeschlossen (Art. 2 Abs. 3 Satz 4\nBoeB; vgl. Galli/Lehmann/ Rechsteiner, a.a.O., Rz. 21). Demnach kann letztlich\noffen bleiben, ob das BAG einen Auftrag durch entsprechenden Hinweis in der\nöffentlichen Ausschreibung oder den Ausschreibungsunterlagen den Regeln\ndes GATT/WTO-Übereinkommens und des BoeB unterstellen kann. Denn selbst\nwenn das BAG nicht vom Geltungsbereich des Gesetzes erfasste Vergaben\nfreiwillig dem ÜoeB oder dem BoeB unterstellen könnte, wäre die Beschwerde\nan die Rekurskommission nach dem Gesagten gleichwohl nicht gegeben.\nc. Dass der Rechtsmittelweg des BoeB für Beschaffungen nach dem 3. Kap.\nVoeB nicht offen ist, ergibt sich schon aus Art. 2 Abs. 3 Satz 4 BoeB. Insofern\nist die mit Art. 39 VoeB angestrebte Nichtanwendbarkeit der Beschwerde\ngemäss Art. 27 ff. BoeB nur die konsequente Umsetzung der Vorgabe des BoeB\n(Galli/Lehmann/Rechsteiner, a.a.O., Rz. 506, 510), und insoweit trifft auch\nder Vorwurf der Beschwerdeführerin, für Art. 39 VoeB fehle die gesetzliche\nDelegationsnorm, nicht zu. Ob der Bundesrat auf dem Verordnungsweg\nhingegen bestimmten Vergabeentscheiden den Verfügungscharakter\nabzusprechen vermag, wie er dies mit Art. 39 VoeB (in der deutschen\nFassung) tut, ist eine andere, hier nicht zu erörternde Frage (vgl. dazu\nGalli/Lehmann/Rechsteiner, a.a.O., Rz. 508 f.).\nMit dem eindeutigen Wortlaut von Art. 2 Abs. 3 BoeB nicht zu vereinbaren\nist die Auffassung der Beschwerdeführerin, diese Regelung beziehe sich\nentsprechend ihrer systematischen Stellung lediglich auf die Ausdehnung\ndes Anwendungsbereichs auf weitere Vergabestellen (als Auftraggeberinnen)\nund nicht auf die Ausdehnung des Anwendungsbereichs auf weitere\nAuftragsarten. In Art. 2 Abs. 3 BoeB ist im Sinne einer allgemeinen\nAusdehnung unmissverständlich von weiteren öffentlichen Aufträgen und\nnicht lediglich von Auftraggeberinnen die Rede (vgl. auch GATT-Botschaft\n2, S. 1179, und E. 2b/cc/ccc hiervor; ferner Markus Metz / Gerhard Schmid,\nRechtsgrundlagen des öffentlichen Beschaffungswesens, in Zentralblatt für\nStaats- und Verwaltungsrecht [ZBl] 99/1998, S. 51), und Art. 2 Abs. 3 Satz 4\nBoeB schliesst für alle Beschaffungen, die nicht schon vom Gesetzgeber (oder\nvom Bundesrat nach Art. 2 Abs. 2 BoeB) dem Gesetz unterstellt sind, den\nRechtsmittelweg des BoeB aus (Galli/Lehmann/Rechsteiner, a.a.O., Rz. 511).\n4. Schliesslich macht die Beschwerdeführerin geltend, die Verweigerung\ndes Beschwerdewegs stünde im Widerspruch zur in Art. 29a der\nBundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR.101) neu vorgesehenen\n\n"}