{"Signatur": "CH_VB_017", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2001-10-11", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_017_JAAC-66-4--_2001-10-11.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005594.pdf?ID=150005594", "Checksum": "44d1ed006634f5c043cc850e0b5c4e3a"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 66.4 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 11.10.2001 JAAC 66.4 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006 11.10.2001 JAAC 66.4 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici 11.10.2001 JAAC 66.4 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:14", "Checksum": "3ae76eaaee376000fee198bdfa3f15a8", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 11.10.2001 JAAC 66.4 \r\n\n 4\nBundesverwaltungsrecht [hrsg. von Heinrich Koller / Georg Müller / René\nRhinow / Ulrich Zimmerli], Band Schweizerisches Aussenwirtschaftsund Binnenmarktrecht [hrsg. von Thomas Cottier / Remo Arpagaus],\nBasel/Genf/München 1999, S. 12). Gemäss Art. 3 Abs. 1 VoeB gelten als\nDienstleistungen die in Anhang 1 VoeB aufgeführten Leistungen. Bei diesem\nAnhang, der die Überschrift «Dem Gesetz unterstehende Dienstleistungen»\nträgt, handelt es sich um eine Liste von Dienstleistungen gemäss Annex 4\nÜoeB. Die dort aufgeführten Dienstleistungen werden im Rahmen der\nVoeB unverändert übernommen (vgl. Erläuterungen [zu Art. 3] zum\nVernehmlassungsentwurf der VoeB, S. 4 [zitiert nach Christian Bock (Hrsg.)\nSchweizerische Rechtserlasse, Öffentliches Beschaffungsrecht, Basel/Frankfurt\na.M. 1996]; Galli/Lehmann/Rechsteiner, a.a.O., Rz. 127).\nbbb. Die Rekurskommission geht in ihrer Rechtsprechung davon aus,\ndass der Geltungsbereich des BoeB auf die in Anhang I Annex 4 ÜoeB und\nAnhang 1 VoeB aufgelisteten Dienstleistungen beschränkt ist (Entscheid\nder BRK vom 3. September 1999, veröffentlicht in VPB 64.30 E. 1c und d;\nEntscheid der BRK vom 3. November 2000 E. 3a, veröffentlicht in VPB 65.41\nE. 3a; Entscheid der Rekurskommission vom 28. September 2001 [BRK\n2001-007] E. 2c). Diese Auffassung wird auch in der einschlägigen Literatur\nvertreten (vgl. Galli/Lehmann/Rechsteiner, a.a.O., Rz. 126 ff. S. 41 f.; Gadola,\na.a.O., S. 970 f., insbesondere Anm. 39; André Moser, Überblick über die\nRechtsprechung 1998/99 zum öffentlichen Beschaffungswesen, in: AJP 2000,\nS. 683) Die Beschwerdeführerin vertritt hingegen den Standpunkt, dem\nWortlaut des BoeB lasse sich keine solche Beschränkung entnehmen. Eine\nverfassungskonforme Auslegung verlange vielmehr eine umfassende Geltung\ndes BoeB, namentlich müsse das BoeB auch auf Dienstleistungen Anwendung\nfinden, die im Anhang I Annex 4 ÜoeB nicht aufgeführt seien.\nccc. Das BoeB soll nach dem klaren und unmissverständlichen Willen des\nGesetzgebers, wie er sich aus dem Wortlaut der massgebenden Bestimmungen\n(Art. 2, 3 und 6 BoeB) und den Gesetzesmaterialien ergibt, indessen gerade\nnicht auf alle öffentlichen Aufträge des Bundes anwendbar sein. Gemäss der\nGATT-Botschaft 2 hat der Bundesrat für nicht dem GATT-Übereinkommen\nunterstellte Auftraggeberinnen des Bundes (z. B. die Schweizerischen\nBundesbahnen [SBB], PTT-Telecom), für Aufträge unter den Schwellenwerten\nund für nicht im Anhang I Annex 4 ÜoeB enthaltene Dienstleistungen die\nVergabeverfahren auf Verordnungsstufe zu bestimmen, und er kann für\ndiesen Bereich das Gesetz oder einzelne Bestimmungen für weitere öffentliche\nAufträge anwendbar erklären (GATT-Botschaft 2, a.a.O., S. 1179). Diesem\nAuftrag ist der Bundesrat mit dem Erlass des 3. Kapitels VoeB («Übrige\nBeschaffungen», Art. 32 ff.) nachgekommen. Gemäss Art. 39 VoeB stellen\n«Entscheide, die in Vergabeverfahren nach diesem Kapitel erlassen werden,\n[…] keine Verfügungen dar». In der (eindeutigeren) französischen Fassung\nlautet die Bestimmung wie folgt: «Les décisions prises conformément aux\nprocédures d’adjudication prévues dans le présent chapitre ne sont pas\nsujettes à recours». Der Rechtsmittelweg gemäss Art. 27 ff. BoeB ist für diese\nVergabeentscheide damit ausgeschlossen (vgl. auch Art. 2 Abs. 3 Satz 4 BoeB;\nGalli/Lehmann/Rechsteiner, a.a.O., S. 154 f. Rz. 505 f.).\nNicht zu überzeugen vermag der Einwand der Beschwerdeführerin, das Gesetz\nenthalte in keiner Bestimmung die Begrenzung des Geltungsbereichs auf\nDienstleistungen im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Bst. b BoeB. Die Beschränkung\n\n"}