{"Signatur": "CH_VB_017", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2001-11-16", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_017_JAAC-66-39--_2001-11-16.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005558.pdf?ID=150005558", "Checksum": "ad0bc527dd163661b362402438d3c6d7"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 66.39 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 16.11.2001 JAAC 66.39 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006 16.11.2001 JAAC 66.39 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici 16.11.2001 JAAC 66.39 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:16", "Checksum": "944ae69dc8745da9b6416399f8f39f53", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 16.11.2001 JAAC 66.39 \r\n\n 4\ndes Verfahrens zu verschlechtern bzw. auch bloss möglicherweise zu\nverschlechtern (Galli/Lehmann/Rechsteiner, Das öffentliche Beschaffungswesen\nin der Schweiz, Zürich 1996, Rz. 453).\nDer Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften (EuGH) und das Gericht\nerster Instanz der Europäischen Gemeinschaften (EuGI) haben ihrerseits\nzu Art. 8 Abs. 2 der Richtlinie 93/37/EWG des Rates der Europäischen\nGemeinschaften vom 14. Juni 1993 zur Koordinierung der Verfahren zur\nVergabe öffentlicher Bauaufträge (Baukoordinierungsrichtlinie; Amtsblatt\n[ABl] 1993 L 199/54, zuletzt geändert durch ABl 1997 L 328/1) und zu Art. 12\nAbs. 2 der Richtlinie 92/50/EWG des Rates der Europäischen Gemeinschaften\nvom 18. Juni 1992 über die Koordinierung der Verfahren zur Vergabe\nöffentlicher Dienstleistungsaufträge (Dienstleistungsrichtlinie; ABl 1992 L\n209/1, zuletzt geändert durch ABl 1997 L 328/1) festgehalten, die Ausübung\nder dem Auftraggeber stillschweigend verliehenen Befugnis, auf die Vergabe\neines Auftrags, für den eine Ausschreibung stattgefunden hat, zu verzichten\noder das Vergabeverfahren von neuem einzuleiten, würden gemäss diesen\nRichtlinien nicht vom Vorliegen schwerwiegender oder aussergewöhnlicher\nUmstände abhängig gemacht. Das EuGI hat zudem ausgeführt, dass ein\nöffentlicher Auftraggeber in dieser Frage über ein weites Ermessen verfüge\n(Urteil vom 16. September 1999 in Sachen Metalmeccanica Fracasso und\nLeitschutz, C-27/98, Sammlung der Rechtssprechung [Slg.] 1999, I-5697,\nRandnr. 21-25; Urteil vom 17. Dezember 1998 in Sachen Embassy Limousines\n& Services gegen Europäisches Parlament, T-203/96, Slg. 1998, II-4239, Randnr.\n54-61; Urteil vom 24. Februar 2000 in Sachen ADT Projekt Gesellschaft der\nArbeitsgemeinschaft Deutscher Tierzüchter mbH gegen Kommission, Slg. 2000,\nII-387, Randnr. 164-167).\nDass ein endgültiger Abbruch des Vergabeverfahrens nur aus wichtigen\nGründen geschehen darf, sagen die für das Vergaberecht des Bundes\nmassgebenden Vorschriften nicht (Galli/Lehmann/Rechsteiner, Das öffentliche\nBeschaffungswesen in der Schweiz, Zürich 1996, Rz. 458; vgl. demgegenüber\nfür das kantonale Beschaffungswesen Art. 13 Bst. i der Interkantonalen\nVereinbarung vom 25. November 1994 über das öffentliche Beschaffungswesen\n[IVöB], SR 172.056.4). Die Vergabestelle verfügt mit Bezug auf den Entscheid,\nein Verfahren nicht zu Ende zu führen, über ein weites Ermessen. Sie muss\ninsofern aber ein ausreichendes öffentliches Interesse dartun können und darf\nein Verfahren nicht grundlos abbrechen.\nb. Im vorliegenden Fall führte die Vergabestelle zur Begründung der\nangefochtenen Verfügung vom 23. März 2001 zunächst Folgendes aus:\n«Nachdem am 24. September 2000 alle drei Energievorlagen vom Volk verworfen\nwurden und nachdem der nachträgliche Antrag des Bundesamtes für Energie\nfür Krediterhöhungen zu Gunsten des Programmes EnergieSchweiz nicht\ngutgeheissen wurde, ist die Programmleitung EnergieSchweiz gezwungen,\nbeträchtliche Kürzungen in den ursprünglich geplanten Vorhaben vorzunehmen.\nDarunter fallen auch die Mittel für die externe Ressortleitung Anlagemarkt\nWohnbauten. Zudem hat die Programmleitung aufgrund von Gesprächen mit\nder Branche und Kantonen und aufgrund der Vorgaben des Energie- und des\nCO2-Gesetzes betreffend Agenturen und Zielvereinbarungen entschieden, das\nGeschäftsfeld Anlagemarkt Wohnbauten neu auszurichten.»\n\n"}