{"Signatur": "CH_VB_017", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2001-11-16", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_017_JAAC-66-38--_2001-11-16.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005555.pdf?ID=150005555", "Checksum": "0d06349377bcdd0a275d9f8a6c8bbfa9"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 66.38 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 16.11.2001 JAAC 66.38 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006 16.11.2001 JAAC 66.38 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici 16.11.2001 JAAC 66.38 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:16", "Checksum": "41228c49a4803aa0f3d8d3a676e29729", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 16.11.2001 JAAC 66.38 \r\n\n 5\nvom 18. Juni 1999 [2A 99 15/16/17], auszugsweise veröffentlicht in Baurecht\n1999, S. 148 Nr. S51. Ebenfalls eine differenzierte Lösung vertritt das Zürcher\nVerwaltungsgericht, indem es die selbständige Anfechtung der (öffentlichen)\nAusschreibung als Zwischenentscheid zwar zulässt, aber daraus nicht den\nSchluss zieht, der Beschwerdeführer müsse diese sofort anfechten. Eine\nselbständige Anfechtbarkeit auch der Ausschreibungsunterlagen schliesst\nes hingegen aus (Entscheide des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich\nvom 16. April 1999 E. 3c/cc, veröffentlicht in Zentralblatt für Staats- und\nVerwaltungsrecht [ZBl] 2000, S. 458 f., bzw. vom 6. April 2001 [VB.2000.00121]\nE. 2c; vgl. zum Ganzen auch Moser, Überblick, S. 689 f. mit weiteren\nHinweisen).\n3.a. Art. 29 Bst. b BoeB nennt als selbständig mit Beschwerde anfechtbare\nVerfügung die «Ausschreibung des Auftrags». Die Bedeutung dieses\nBegriffs ist nicht von vornherein klar. Darunter lässt sich grundsätzlich\nsowohl die öffentliche Ausschreibung der Beschaffung im massgebenden\nPublikationsorgan, d. h. die Bekanntmachung, dass die Vergabebehörde\neine Auftragsvergabe vorsieht, verstehen als auch - in einem weiteren\nSinn - die Ausschreibung des Auftrags als Gesamtes, einschliesslich der\nAusschreibungsunterlagen (so z. B. BGE 125 I 206, und der in E. 2c/bb hiervor\nzitierte Entscheid der BRK vom 29. April 1998; vgl. auch den Entscheid des\nVerwaltungsgerichts Luzern vom 25. August 2000, E. 4c, in LGVE 2000 II\nNr. 13).\nb. Festzustellen ist allerdings, dass das BoeB selbst zwischen den Begriffen\n«Ausschreibung» und «Ausschreibungsunterlagen» klar unterscheidet (vgl.\ninsbesondere Art. 9 Abs. 2 BoeB). Unter dem Begriff «Ausschreibung» versteht\nes dabei ausschliesslich die öffentliche Ausschreibung des Auftrags im\nmassgebenden Publikationsorgan (vgl. Art. 14 Abs. 1, Art. 5 Abs. 1, Art. 18 und\nArt. 24 BoeB). Die Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen vom\n11. Dezember 1995 (VoeB, SR 172.056.11) übernimmt die Differenzierung des\nGesetzes, indem in Art. 16 VoeB die «Ausschreibung» und in Art. 17 f. VoeB die\n«Ausschreibungsunterlagen» bzw. deren Inhalt geregelt werden. Schliesslich\nenthält der Anhang 4 zur VoeB die «Mindestangaben für die öffentliche\nAusschreibung eines Auftrags im offenen oder selektiven Verfahren», während\nder Anhang 5 zur VoeB die «Mindestangaben für die in einem offenen oder\nselektiven Verfahren abgegebenen Ausschreibungsunterlagen» auflistet. Die\nzum Teil vertretene Auffassung, wonach die Ausschreibungsunterlagen als\nBestandteil der (öffentlichen) Ausschreibung anzusehen sind (BGE 125 I\n206; Entscheid des Verwaltungsgerichts Luzern vom 25. August 2000, E. 4c,\nveröffentlicht in LGVE II 2000 Nr. 13), lässt sich für das Submissionsrecht\ndes Bundes angesichts der hier unmissverständlich vorgenommenen\nUnterscheidung zwischen «Ausschreibung» und «Ausschreibungsunterlagen»\nnicht begründen. Das BoeB verwendet den Begriff «Ausschreibung» nirgends\nim Sinne eines Oberbegriffs sowohl für die öffentliche Ausschreibung als auch\nfür die Ausschreibungsunterlagen.\nSchon eine systematische Betrachtungsweise des BoeB und der VoeB legt\ndaher die Schlussfolgerung nahe, dass auch mit dem in Art. 29 Bst. b BoeB\nverwendeten Begriff «Ausschreibung des Auftrags» nur die öffentliche\nAusschreibung gemeint sein kann. Weder aus dem Wortlaut der Bestimmung\nnoch aus den einschlägigen Materialien ergeben sich Anhaltspunkte dafür,\ndass der Begriff der «Ausschreibung» in Art. 29 Bst. b BoeB anders bzw. weiter\n\n"}