{"Signatur": "CH_VB_017", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2001-01-26", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_017_JAAC-65-77--_2001-01-26.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005297.pdf?ID=150005297", "Checksum": "95049724ffa24519454250af12e98104"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 65.77 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 26.01.2001 JAAC 65.77 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006 26.01.2001 JAAC 65.77 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici 26.01.2001 JAAC 65.77 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:33", "Checksum": "7b0a4de5d823012d4832778d88d7a73c", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 26.01.2001 JAAC 65.77 \r\n\n 6\n19. Juli 1999, veröffentlicht in VPB 64.8 E. 1b/bb). In gleicher Weise steht es\nihm - umgekehrt - auch zu, den Abbruch eines freihändigen zugunsten eines\noffenen bzw. selektiven Vergabeverfahrens zu rügen.\ne. Durch die Beschwerde vom 26. Oktober 2000, welche sich gegen\ndie Ausschreibung vom 10. Oktober 2000 richtet, wird die Frist von\n20 Tagen gemäss Art. 30 BoeB eingehalten. Dies gilt auch insofern, als\nsich die Beschwerde gegen den - impliziten - Abbruch des freihändigen\nVergabeverfahrens richtet. Dass der Entscheid, das freihändige\nVerfahren abzubrechen und den Auftrag auszuschreiben, bereits im\nTelefongespräch vom 25. Mai 2000 zwischen einem Vertreter des BFS und\nder Beschwerdeführerin sowie insbesondere an der Sitzung vom 21. Juni 2000\nangekündigt worden ist, vermag daran nichts zu ändern. Einer mündlichen\noder telefonischen Mitteilung kommt kein Verfügungscharakter zu (Art. 5\nAbs. 1, Art. 31, Art. 35 und Art. 38 VwVG; vgl. Entscheid der BRK vom\n17. Februar 1997, veröffentlicht in VPB 64.8 E. 1b/bb). Verfügungscharakter\nkommt somit erst der mit einer Rechtsmittelbelehrung versehenen\nAusschreibung vom 10. Oktober 2000 zu. Auf die frist- und formgerecht\neingereichte Beschwerde kann somit eingetreten werden.\nf. Mit der Beschwerde an die BRK kann die Verletzung von Bundesrecht\neinschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens (Art. 49\nBst. a VwVG) sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des\nrechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 Bst. b VwVG) gerügt werden. Der\nBeschwerdegrund der Unangemessenheit gemäss Art. 49 Bst. c VwVG steht\ndagegen nicht zur Verfügung (Art. 31 BoeB).\n2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Ausschreibung des in Frage\nstehenden Beschaffungsgeschäftes im offenen Verfahren sei unzulässig,\nda aufgrund technischer Besonderheiten des Auftrags nur eine Anbieterin\nin Frage komme, so dass gemäss Art. 13 Abs. 1 Bst. c VoeB vorliegend eine\nfreihändige Vergabe zu erfolgen habe.\na. Die Vergabebehörde hat freie Wahl zwischen dem offenen und selektiven\nVerfahren, während eine freihändige Vergabe (oder eine Vergabe im\nEinladungsverfahren) nur unter den in Art. 13 Abs. 1, Art. 35 Abs. 3 und Art. 36\nAbs. 2 VoeB abschliessend und detailliert aufgeführten Voraussetzungen\nzulässig ist. Da es sich um Ausnahmen handelt, sind die Tatbestände, unter\ndenen eine freihändige Beschaffung zulässig ist, restriktiv auszulegen\n(Entscheid der Rekurskommission vom 19. Juli 1999, veröffentlicht in VPB 64.8\nE. 1b/aa mit Hinweisen, sowie zur Veröffentlichung bestimmter Entscheid\nder Rekurskommission vom 3. November 2000 [BRK 2000-007], E. 4a[1];\nNicolas Michel, Droit public de la construction, Freiburg 1996, Rz. 1910;\nEvelyne Clerc, Innovation et marchés publics: Propriété intellectuelle,\nprototype, concours d’idées, dialogue technique et financement privé, in:\nNicolas Michel/Roger Zäch [Hrsg.], Submissionswesen im Binnenmarkt\nSchweiz [hiernach: Submissionswesen], Zürich 1998, S. 88). Gemäss\nArt. 13 Abs. 1 Bst. c VoeB kann die Auftraggeberin den Auftrag direkt und\nohne Ausschreibung vergeben, sofern aufgrund der technischen oder\nkünstlerischen Besonderheiten des Auftrages oder aus Gründen des Schutzes\ndes geistigen Eigentums nur ein Anbieter oder eine Anbieterin in Frage kommt\nund es keine angemessene Alternative gibt. Dieser Ausnahmetatbestand\nberuht seinerseits auf dem Vorbehalt von Art. XV Ziff. 1 Bst. b ÜoeB. Er ist\n\n"}