{"Signatur": "CH_VB_017", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2000-11-03", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_017_JAAC-65-41--_2000-11-03.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005180.pdf?ID=150005180", "Checksum": "7590136faac2455cb69e423ccbc1426b"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 65.41 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 03.11.2000 JAAC 65.41 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006 03.11.2000 JAAC 65.41 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici 03.11.2000 JAAC 65.41 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:59", "Checksum": "0591ec144e34fc4b25b0a88558f15436", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 03.11.2000 JAAC 65.41 \r\n\n 11\nAbs. 1 VoeB abschliessend und detailliert aufgeführten Voraussetzungen\nzulässig ist (Entscheid der BRK vom 19. Juli 1999, veröffentlicht in VPB\n64.8 E. 1b/aa mit Hinweisen). Da es sich um Ausnahmen handelt, sind\ndie Tatbestände, unter denen eine freihändige Beschaffung zulässig ist,\nrestriktiv auszulegen (Entscheid des Neuenburger Verwaltungsgerichts\nvom 19. Dezember 1997, veröffentlicht in RDAF 1998 I 298 E. 2a; Nicolas\nMichel, Droit public de la construction, Freiburg 1996, Rz. 1910; Evelyne Clerc,\nInnovation et marchés publics: Propriété intellectuelle, prototype, concours\nd’idées, dialogue technique et financement privé, in: Nicolas Michel / Roger\nZäch [Hrsg.], Submissionswesen im Binnenmarkt Schweiz, Zürich 1998, S. 88).\nb. Gemäss Art. 13 Abs. 1 Bst. c VoeB kann die Auftraggeberin den\nAuftrag direkt und ohne Ausschreibung vergeben, sofern aufgrund der\ntechnischen oder künstlerischen Besonderheiten des Auftrages oder aus\nGründen des Schutzes des geistigen Eigentums nur ein Anbieter oder eine\nAnbieterin in Frage kommt und es keine angemessene Alternative gibt. Dieser\nAusnahmetatbestand beruht seinerseits auf dem Vorbehalt von Art. XV Ziff. 1\nBst. b ÜoeB. Er ist erst dann erfüllt, wenn der Auftrag aufgrund der genannten\nBesonderheiten nur an einen bestimmten Anbieter erteilt werden kann,\nd. h. wenn dieser als einziger in der Lage ist, ein entsprechendes Produkt\nzu liefern bzw. eine entsprechende Bau- oder Dienstleistung zu erbringen (in\ngleichem Sinn siehe auch Urteil der EU-Kommission gegen Italien [C-57/94,\nSlg. 1995, I-1249], Rz. 23 f.; ebenso Entscheid des Zürcher Verwaltungsgerichts\n[VB.1999.00106] vom 17. Februar 2000, E. 5c). Die Beweislast dafür, dass\ndie aussergewöhnlichen Umstände, welche die Ausnahme rechtfertigen,\ntatsächlich vorliegen, obliegt demjenigen, der sich auf sie berufen will\n(Entscheid der BRK vom 19. Juli 1999, veröffentlicht in VPB 64.8 E. 2a/bb).\nIn Anbetracht des Wortlauts von Art. 13 Abs. 1 Bst. c VoeB ist die BK nicht nur\nverpflichtet, zur Rechtfertigung der Anwendung des freihändigen Verfahrens\ndas Vorliegen technischer Gründe im Sinne dieser Vorschrift darzutun,\nsondern sie muss auch glaubwürdig erläutern und - wenn möglich - belegen,\ndass diese technischen Gründe es unbedingt erforderlich machen, den Vertrag\nIII an die SDA zu vergeben.\nc. Vertrag III beinhaltet einen Übermittlungsdienst, mit dem Daten\nwichtiger Erklärungen oder Kommuniqués des Bundesrates direkt\nden Redaktionen übermittelt werden. Es ist nicht ersichtlich, weshalb\ndiese Dienstleistung von vornherein nur von der SDA sollte erbracht\nwerden können. Gemäss den Ausführungen des Vertreters der BK an der\nparteiöffentlichen Sitzung steht zum Beispiel Associated Press (AP) in einem\nVertragsverhältnis mit den meisten Schweizer Zeitungen, welche AP als zweite\nInformationsquelle benutzen. Es ist daher nicht ausgeschlossen, dass AP auch\ndie Gegenstand von Vertrag III bildende Dienstleistung übernehmen könnte.\nSchliesslich sind mit der Liberalisierung der Telekommunikationsmärkte in\nder Schweiz verschiedene Unternehmen entstanden, welche die genannten\nÜbermittlungsdienste zwischen Bundeshaus und den Redaktionen wohl auch\nbesorgen könnten.\n\n12\nEs ergibt sich somit, dass die Voraussetzungen einer Ausnahme nach Art. 13\nAbs. 1 Bst. c VoeB mit Bezug auf Vertrag III an sich nicht erfüllt sind. Dies\nvermag indes nichts daran zu ändern, dass aus den in E. 3 dargelegten\nGründen auf die Beschwerde insgesamt im Sinne der Erwägungen nicht\neinzutreten ist.\n[246] Zu beziehen beim Eidgenössischen Finanzdepartement, 3003 Bern.\n\n13\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 65.41 - Entscheid der Eidgenössischen Rekurskommission für das öffentliche\nBeschaffungswesen vom 3. November 2000 i.S. A. [BRK 2000-007]\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 2001\nAnnée\nAnno\n\nBand 65\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 005 180\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}