{"Signatur": "CH_VB_017", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2000-09-01", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_017_JAAC-65-11--_2000-09-01.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004997.pdf?ID=150004997", "Checksum": "ac07aa5fc6df170410a8df73a8a198e5"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 65.11 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 01.09.2000 JAAC 65.11 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006 01.09.2000 JAAC 65.11 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici 01.09.2000 JAAC 65.11 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:57", "Checksum": "73774f19d6a833432309ce0625dc6e52", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 01.09.2000 JAAC 65.11 \r\n\n 2\nAus den Erwägungen:\n1.a. Die Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH) sind in\nArt. 2 Abs. 1 Bst. c des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1994 über das\nöffentliche Beschaffungswesen (BoeB, SR 172.056.1) ausdrücklich als\nAuftraggeberinnen des Bundes erwähnt. Die objektiven Voraussetzungen\ngemäss Art. 2 ff. BoeB, unter denen die Rechtsschutzbestimmungen\ndieses Gesetzes Anwendung finden (zuständige Bundesstelle, Art und\nUmfang des Auftrages bzw. Auftragswert), sind beim vorliegenden\nDienstleistungsauftrag auch sonst erfüllt. Gegen Zuschlagsverfügungen der\nAuftraggeberin ist die Beschwerde an die Rekurskommission, welche endgültig\nentscheidet, zulässig (vgl. Art. 27 Abs. 1, Art. 29 Bst. a und Art. 36 BoeB sowie\nArt. 100 Abs. 1 Bst. x des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1943 über die\nOrganisation der Bundesrechtspflege [OG], SR 173.110). Da zudem keiner der\nAusnahmetatbestände von Art. 3 BoeB gegeben ist, ist die Rekurskommission\nfür die Behandlung der vorliegenden Beschwerde im Zusammenhang mit der\nstrittigen Vergabe zuständig.\nb. Das Verfahren vor der Rekurskommission richtet sich nach\nden Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. April 1968 über das\nVerwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das BoeB nichts anderes\nbestimmt (Art. 26 Abs. 1 BoeB und Art. 71a Abs. 2 VwVG).\nWird eine Zuschlagsverfügung durch Publikation im SHAB eröffnet, so\nbestimmt sich der Beginn der Beschwerdefrist nach dem Publikationsdatum.\nEin Orientierungsschreiben der Verwaltung, das einem nichtberücksichtigten\nAnbieter nach Eröffnung der Verfügung zugestellt wird und das lediglich auf\neine Abschrift der Verfügung und das diesbezügliche Publikationsdatum\nverweist, vermag den Beginn des Fristenlaufs nicht hinauszuschieben\n(Entscheid der Rekurskommission vom 7. Juli 1997, veröffentlicht in VPB\n61.78 E. 2b S. 752). Der Lauf der Beschwerdefrist begann im vorliegenden\nFall demnach - entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin - nicht\nam Tage nach dem Eintreffen des Schreibens vom 20. Mai 2000 bei der\nBeschwerdeführerin, sondern am Tage nach der am 18. Mai 2000 erfolgten\nPublikation der angefochtenen Verfügung im SHAB (André Moser, in:\nMoser/Uebersax, Prozessieren vor eidgenössischen Rekurskommissionen,\nBasel und Frankfurt am Main 1998, Rz. 2.42). Mit der Postaufgabe am 7. Juni\n2000 ist die 20-tägige Beschwerdefrist dessen ungeachtet eingehalten.\nDie Beschwerdeführerin ist als selektionierte aber beim Zuschlag nicht\nberücksichtigte Anbieterin zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 VwVG). Auf ihre\nform- und fristgerecht eingereichte Eingabe ist daher einzutreten.\n2.a. Die Vergabebehörde hat die für die konkrete Vergabe massgeblichen\nZuschlagskriterien in der Reihenfolge ihrer Bedeutung (Art. 21 Abs. 2\nBoeB) und unter Bekanntgabe «aller sonstigen Gesichtspunkte, die\nbei der Beurteilung der Angebote in Betracht gezogen werden» (Ziff. 6\nAnhang 5 zur Verordnung vom 11. Dezember 1995 über das öffentliche\nBeschaffungswesen [VoeB], SR 172.056.11), in der Ausschreibung bzw. in den\nAusschreibungsunterlagen aufzuführen. Die Rangfolge der Zuschlagskriterien\ngemäss Ausschreibung bzw. Ausschreibungsunterlagen steht sodann für\ndas weitere Submissionsverfahren grundsätzlich fest. Die Wahl der zur\nAnwendung gelangenden Gewichtung der verschiedenen Zuschlagskriterien\ndarf dabei nicht in sachwidriger, wettbewerbsverzerrender Weise\n\n"}