{"Signatur": "CH_VB_017", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2000-06-27", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_017_JAAC-65-10--_2000-06-27.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004964.pdf?ID=150004964", "Checksum": "4caefa8ad88fd7745a85e96e4cbe9aad"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 65.10 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 27.06.2000 JAAC 65.10 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006 27.06.2000 JAAC 65.10 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici 27.06.2000 JAAC 65.10 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:25:33", "Checksum": "50701f8207b4bab7c17b0778b671854a", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 27.06.2000 JAAC 65.10 \r\n\n 3\ndes wirtschaftlich günstigsten Angebotes ist bei der Zuschlagserteilung\nfür die Vergabestelle und die Anbieter verbindlich und schränkt in diesem\nSinne das der Vergabestelle zustehende Ermessen bei der Bestimmung des\nauszuwählenden Angebotes ein (Galli/Lehmann/Rechsteiner, Das öffentliche\nBeschaffungswesen in der Schweiz, Zürich 1996, Rz. 467; Gauch/Stöckli, a.a.O.,\nRz. 11.4).\nb. Das BUWAL hat den Offerenten die massgeblichen Zuschlagskriterien\nin der Reihenfolge ihrer Gewichtung sowie zusätzliche Unterkriterien in seiner\nEinladung zur Offertstellung vom 3. Januar 2000 bekanntgegeben. Hingegen\nfehlt es an einer Präzisierung der relativen Gewichtung der einzelnen\nZuschlags- respektive Unterkriterien. Eine relative Gewichtung wurde erst\nnach Eingang der Offerten von der A. AG vorgenommen. Aufgrund dieser\nvon der A. AG und dem BUWAL als «Beurteilungsmatrix» bezeichneten\nPunktebewertung hat die Vergabebehörde den Zuschlag an die S. erteilt.\nSobald jedoch eine relative Gewichtung eingeführt wird, muss auch diese den\nOfferenten vorgängig bekannt gegeben werden. Dass die Zuschlagskriterien\nin der Reihenfolge ihrer Gewichtung bekannt gegeben wurden, genügte nicht.\nInsofern liegt ein Verstoss gegen das Transparenzgebot vor.\nDass man diese Beurteilungsmatrix auch als «Bewertungstabelle,\nBenotungsmatrix oder ähnlich» bezeichnen könnte, wie die S. ausführt,\nvermag daran nichts zu ändern. Entscheidend ist nämlich nicht die\nBezeichnung, sondern die Tatsache, dass durch die von der A. AG erstellte\nPunktebewertung eine relative Gewichtung der Zuschlagskriterien samt\nUnterkriterien vorgenommen wurde, die den Offerenten nicht vorgängig\nbekannt gegeben wurde. Somit handelte das BUWAL vergaberechtswidrig.\nc. Ob die vom Beschwerdegegner vorgenommene relative Gewichtung\nim vorliegenden Fall einen Einfluss auf den Vergabeentscheid gehabt hat,\nkann offengelassen werden. Die Pflicht zur vorgängigen Bekanntgabe aller\nfür den Zuschlagsentscheid massgebenden Gesichtspunkte ist vielmehr\nformeller Natur; der angefochtene Entscheid ist bei Verletzung vorgenannter\nRegel somit auch dann aufzuheben, wenn eine Kausalbeziehung zwischen\nVerfahrensfehler und Zuschlagserteilung fehlt. Dies führt in Gutheissung\nder Beschwerde zur Aufhebung des angefochtenen Zuschlagsentscheids der\nBeschwerdegegnerin vom 7. April 2000.\n\n4\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 65.10 - Entscheid der Eidgenössischen Rekurskommission für das öffentliche\nBeschaffungswesen vom 27. Juni 2000 i.S. I. [BRK 2000-005]\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 2001\nAnnée\nAnno\n\nBand 65\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 004 964\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}