{"Signatur": "CH_VB_017", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1998-12-09", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_017_JAAC-63-42--_1998-12-09.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004265.pdf?ID=150004265", "Checksum": "51d157f8537e29923aea5fa6ac628888"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 63.42 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 09.12.1998 JAAC 63.42 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006 09.12.1998 JAAC 63.42 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici 09.12.1998 JAAC 63.42 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:34", "Checksum": "f270c00cc06bcf665b57efab66224a7d", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 09.12.1998 JAAC 63.42 \r\n\n1.a. (Formelles, siehe VPB 61.24)\nb. Entgegen der bekannten Rechtsprechung der Rekurskommission,\ndie den Vertragsschluss vor Eröffnung des Zuschlags grundsätzlich\nausschliesst (Zwischenentscheid der Rekurskommission vom 17. Februar\n1997, veröffentlicht in VPB 61.24 E. 2e, bestätigt und präzisiert mit\nZwischenentscheid vom 6. Februar 1998, VPB 62.79 E. 2), hat das AFB den\nVertrag mit der berücksichtigten Anbieterin am 25. Juni 1998 unmittelbar\nnach dem Zuschlag vom 23. Juni 1998 und vor Veröffentlichung im SHAB\nvom 9. Juli 1998 abgeschlossen, ohne dieses Vorgehen weiter zu begründen\nund insbesondere zwingende Gründe des öffentlichen Interesses (z.B.\nbesondere Dringlichkeit infolge notstandsähnlicher Situation) für einen\nsolchen Schritt darzutun. Dieses Verhalten verstösst klar gegen die Praxis\nder Rekurskommission und ist zu missbilligen. Im vorliegenden Fall hat die\nBeschwerdeführerin indes kein Gesuch um Erteilung der aufschiebenden\nWirkung gestellt, so dass die Rekurskommission im Falle einer Gutheissung\nder Beschwerde lediglich festzustellen hat, inwiefern die angefochtene\nVerfügung Bundesrecht verletzt. Eine Aufhebung des Zuschlags ist diesfalls\nausgeschlossen (vgl. Art. 32 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das öffentliche\nBeschaffungswesen vom 16. Dezember 1996 [BoeB], SR 172.056.1).\nc. Das Verfahren vor der Rekurskommission richtet sich nach den\nBestimmungen des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom\n20. April 1968 (VwVG, SR 172.021), soweit das BoeB nichts anderes bestimmt\n(vgl. Art. 26 Abs. 1 BoeB und Art. 71a Abs. 2 VwVG).\nMit der Beschwerde an die Rekurskommission kann die Verletzung von\nBundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens\n(Art. 49 Bst. a VwVG) sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung\ndes rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 Bst. b VwVG) gerügt werden. Der\nBeschwerdegrund der Unangemessenheit gemäss Art. 49 Bst. c VwVG steht\ndagegen nicht zur Verfügung (Art. 31 BoeB).\n2.a. Art. 19 Abs. 1 BoeB mit dem Randtitel «Formvorschriften» bestimmt\nunter anderem, dass die Anbieter und Anbieterinnen ihr Angebot schriftlich,\nvollständig und fristgerecht einreichen müssen. Die Auftraggeberin schliesst\nAngebote mit wesentlichen Formfehlern vom weiteren Verfahren aus (Art. 19\nAbs. 3 BoeB).\nUm den hohen Anforderungen im Präzisionslaborbereich entsprechend\nRechnung zu tragen, hat sich das AFB entschlossen, den selektionierten\nFirmen die Möglichkeit zu geben, neben einer Grundvariante, bei der es\nden Anbieterinnen freistand, für die Klimaanlagen von ihnen gewählte\nGeräte und Produkte vorzuschlagen, auch eine Offerte einzureichen, bei\nder verschiedene Fabrikate von der Auftraggeberin vorbestimmt waren\n\n"}