{"Signatur": "CH_VB_017", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1998-04-29", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_017_JAAC-62-80--_1998-04-29.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004040.pdf?ID=150004040", "Checksum": "dbd4fc58f65047609633c08a79386595"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 62.80 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 29.04.1998 JAAC 62.80 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006 29.04.1998 JAAC 62.80 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici 29.04.1998 JAAC 62.80 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:52", "Checksum": "f4986d559072230842823dd50086699a", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 29.04.1998 JAAC 62.80 \r\n\n(...)\n2aa. Gemäss Art. 25 der Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen\nvom 11. Dezember 1995 (VoeB, SR 172.056.11) bereinigt die Auftraggeberin\ndie Angebote in technischer und rechnerischer Hinsicht so, dass sie objektiv\nvergleichbar sind, und prüft sie aufgrund der Zuschlagskriterien.\nDiese Bereinigung hat den Zweck, eine objektive Vergleichbarkeit\nder einzelnen Offerten zu erreichen, um sie anschliessend anhand\nder aufgestellten Zuschlagskriterien prüfen zu können. Aufgrund des\nGleichbehandlungsgrundsatzes von Art. 1 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das\nöffentliche Beschaffungswesen vom 16. Dezember 1994 (BoeB, SR 172.056.1)\nund Art. XIII Ziff. 4 Bst. a des GATT/WTO-Übereinkommens über das öffentliche\nBeschaffungswesen vom 15. April 1994 (GPA, SR 0.632.231.422) ist es hingegen\nausgeschlossen, dass eine Offerte durch die Auftraggeberin im Rahmen von\nArt. 25 VoeB geändert oder ergänzt wird. Grundsätzlich ist eine Bereinigung\nder Angebote nur denkbar als vertiefte Prüfung, im Rahmen welcher\ntechnische und rechnerische Überlegungen gestattet sind, um die objektive\nVergleichbarkeit der eingegangenen Offerten herzustellen. Dies darf aber\n- abgesehen von einer allfälligen Korrektur von Rechnungsfehlern gemäss\nArt. 24 Abs. 3 des Obligationenrechts vom 30. März 1911 (OR, SR 220) -nicht\nzu einer Änderung der Angebote führen; vielmehr sind diese so, wie sie im\nZeitpunkt der Offertöffnung vorliegen und nicht wie sie sein könnten, zu\nprüfen sowie für den Zuschlag in Betracht zu ziehen (zum Ganzen Peter Galli /\nDaniel Lehmann / Peter Rechsteiner, Das öffentliche Beschaffungswesen in der\nSchweiz, Zürich 1996, Rz. 401 ff.).\nDie Bereinigung der Angebote ist demnach ein rein verwaltungsinterner\nVorgang. Nur so lässt es sich auch rechtfertigen, dass der Verordnungsgeber\nfür diese wichtige Phase des Submissionsverfahrens anders als bei den\nVerhandlungen nach Art. 20 BoeB und Art. 26 VoeB keinerlei formelle\nVorschriften erlassen hat, welche die Korrektheit des Verfahrens - namentlich\ndie Gleichbehandlung der Anbieter - und den damit verbundenen\nRechtsschutz gewährleisten würden. Im Rahmen einer Offertbereinigung\nnach Art. 25 VoeB kann sich ergeben, dass ein Angebot der Ausschreibung\nund den Ausschreibungsunterlagen nicht entspricht. Ist dies der Fall, so ist\ndas diesbezügliche Angebot allenfalls aus dem Verfahren auszuschliessen,\nbeispielsweise dann, wenn es nicht vollständig ist (Galli/Lehmann/Rechsteiner,\na.a.O., Rz. 407).\n\n"}