{"Signatur": "CH_VB_017", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1998-02-06", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_017_JAAC-62-79--_1998-02-06.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004034.pdf?ID=150004034", "Checksum": "fdcd8d613bd9e946ac09115c3e1c7478"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 62.79 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 06.02.1998 JAAC 62.79 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006 06.02.1998 JAAC 62.79 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici 06.02.1998 JAAC 62.79 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de marchés publics, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di acquisti pubblici"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:27:23", "Checksum": "f810a037639c86efba22df154b4778bf", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen 06.02.1998 JAAC 62.79 \r\n\n2. Im Unterschied zu Art. 55 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. April 1968\nüber das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) sieht Art. 28 Abs. 1 BoeB\nvor, dass der Beschwerde von Gesetzes wegen keine aufschiebende Wirkung\nzukommt. Die aufschiebende Wirkung kann von der Rekurskommission auf\nGesuch hin erteilt werden (Art. 28 Abs. 2 BoeB). Im vorliegenden Fall enthält\ndie Beschwerde ein solches Begehren.\na. Das BoeB selbst nennt keine Kriterien, die für die Frage der Gewährung\noder Verweigerung der aufschiebenden Wirkung zu berücksichtigen sind. Es\nkönnen indes jene Grundsätze übernommen werden, die Rechtsprechung\nund Lehre zu Art. 55 VwVG entwickelt haben. Danach ist abzuwägen, ob die\nGründe, die für die sofortige Vollstreckbarkeit sprechen, gewichtiger sind\nals jene, die für die gegenteilige Lösung angeführt werden können. In die\nPrüfung sind die Interessen der Beschwerdeführerin, öffentliche Interessen\nder Auftraggeberin sowie allfällige private Interessen Dritter einzubeziehen\n(BGE 117 V 191 E. 2b, 110 V 45 E. 5b, 106 Ib E. 2a, 105 V 268 E. 2; Ulrich Häfelin /\nGeorg Müller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 2. Aufl., Zürich\n1993, Rz. 1397; Alfred Kölz / Isabelle Häner, Verwaltungsverfahren und\nVerwaltungsrechtspflege des Bundes, Zürich 1993, Rz. 280; Pierre Moor,\nDroit administratif, Bd. II, Bern 1991, S. 443). Dem öffentlichen Interesse\nist dabei nicht von vornherein ein stärkeres Gewicht beizumessen. Dass\nder Gesetzgeber im BoeB den Suspensiveffekt in Abweichung zum VwVG\nnicht von Gesetzes wegen gewährte, zeigt nämlich bloss, dass er sich der\nBedeutung dieser Anordnung im Submissionsrecht bewusst war und eine\nindividuelle Prüfung dieser Frage als notwendig erachtete, nicht aber, dass\nes diesen nur ausnahmsweise gewährt haben wollte (Zwischenentscheid\nder Rekurskommission vom 25. März 1997 i. S. B. und Mitbeteiligte gegen\nAmt für Bundesbauten, E. 3a; Evelyne Clerc, L’ouverture des marchés publics:\nEffectivité et protection juridique, Diss. Freiburg 1997, S. 545).\nLiegt ein Gesuch um aufschiebende Wirkung vor, ist - im Sinne einer\nprima-facie-Würdigung der materiellen Rechtslage - zu prüfen, ob aufgrund\nder vorliegenden Akten davon auszugehen ist, dass sich die Beschwerde als\noffensichtlich unbegründet erweist. Ist dies der Fall, so ist die anbegehrte\naufschiebende Wirkung von vornherein nicht zu gewähren (Attilio Gadola,\nRechtsschutz und andere Formen der Überwachung der Vorschriften\nüber das öffentliche Beschaffungswesen, Aktuelle Juristische Praxis [AJP]\n1996, S. 972; Clerc, a.a.O., S. 542 und 546 mit Hinweisen). Werden der\nBeschwerde Erfolgschancen zuerkannt oder bestehen darüber Zweifel, so\nist über das Begehren um aufschiebende Wirkung aufgrund der erwähnten\nInteressenabwägung zu befinden. Je grösser die Chancen der Beschwerde auf\nGutheissung im Lichte der prima-facie-Würdigung sind, desto gewichtiger\n\n"}