{"Signatur": "CH_VB_016", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2005-09-22", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_016_JAAC-70-14--_2005-09-22.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007226.pdf?ID=150007226", "Checksum": "8e79fa2e0f574885be4478f23538542b"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.14 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 22.09.2005 JAAC 70.14 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006 22.09.2005 JAAC 70.14 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale 22.09.2005 JAAC 70.14 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:30", "Checksum": "e2f5a467677f3e808fda29baa5e54eb4", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 22.09.2005 JAAC 70.14 \r\n\n 8\nSteuer- und Abgabearten (vgl. beispielsweise Urteil des Bundesgerichts\n2A.606/1999 vom 22. Mai 2000, E. 4.b, 4.e: Sicherstellung gemäss Art. 123\nZG durch einen solidarisch Haftbaren; Urteil des Bundesgerichts 2A.59/2003\nvom 25. September 2003, E. 3.2: Sicherstellung der direkten Bundessteuer\ndurch die solidarisch haftende Ehegattin; Entscheid der SRK vom 25. Juni 1996,\nveröffentlicht in ASA 65 S. 930, E. 4.a: Sicherstellung der Verrechnungssteuer\ndurch Mithaftenden).\ncc. Im Verfahren betreffend Sicherstellungsverfügung ist neben dem Bestand\nund der Höhe der sicherzustellenden Forderung (vorne E. 3.b/aa) namentlich\nauch die Zahlungspflicht - und im Besonderen die solidarische Haftung\n- nicht abschliessend zu prüfen, sondern die Rekurskommission hat sich\nauf eine prima -facie-Würdigung zu beschränken. Es genügt, wenn die\nHaftungsvoraussetzungen im Sicherstellungsverfahren glaubhaft gemacht\nwerden (Urteil des Bundesgerichts 2A.606/1999 vom 22. Mai 2000, E. 4.b, 4e\n[betreffend eine Sicherstellung nach Art. 123 ZG]).\n4. Im vorliegenden Fall ist abzuklären, ob die OZD berechtigt war, von der\nBeschwerdeführerin als Halterin der Anhänger Sicherstellung für die LSVA im\nUmfang von Fr. 130’000.- zu verlangen.\na. Die C Transporte GmbH war im vorliegend in Frage stehenden Zeitraum\nHalterin der Sattelschlepper und mithin für die gesamte Abgabe gemäss\nArt. 5 Abs. 1 SVAG sowie Art. 17 Abs. 3 SVAV grundsätzlich abgabe- und\nzahlungspflichtig. Grundsätzlich unbestritten ist, dass die C Transporte\nGmbH (jedenfalls zu einem grossen Teil) Anhänger der Beschwerdeführerin\ntransportiert hat.\nb. Nach der dargelegten Rechtsprechung (E. 3.c/bb) ist die OZD im Allgemeinen\nberechtigt, die solidarisch haftenden Personen auch zur Sicherstellung\nder Abgabe heranzuziehen. Der Halter eines Anhängers ist im Sinne von\nArt. 36 Abs. 1 Bst. b SVAV solidarisch haftbar für die LSVA im Umfang des\nGesamtgewichts des Anhängers für die mit diesem zurückgelegten Kilometer,\nwenn der Halter des Zugfahrzeuges zahlungsunfähig ist. Für den vorliegenden\nFall ist zu prüfen, ob diese Anforderungen von Art. 36 Abs. 1 Bst. b SVAV,\nnamentlich die Zahlungsunfähigkeit der Halterin der Zugfahrzeuge, erfüllt\nsind.\naa. Vorerst gilt abzuklären, was unter dem Begriff der Zahlungsunfähigkeit\nzu verstehen ist. Der SVAV ist keine entsprechende Definition zu\nentnehmen. Die Auslegung von Art. 36 Abs. 1 Bst. b SVAV hinsichtlich der\nZahlungsunfähigkeit hat somit nach deren allgemeinen Bedeutung im Privat‑,\nZwangsvollstreckungs- und Steuerrecht zu erfolgen.\nIm Zusammenhang mit der solidarischen Haftung des einen Ehegatten für\nden zahlungsunfähigen anderen Ehegatten gemäss Art. 13 Abs. 1 Satz 2\ndes Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer\n(DBG, SR 642.11) wird die Zahlungsunfähigkeit unter anderem bejaht, wenn\nVerlustscheine bestehen, der Konkurs eröffnet ist oder ein Nachlassvertrag\nmit Vermögensabtretung abgeschlossen worden ist. Generell müsse diese\nanerkannt werden, wenn andere Merkmale vorliegen, die das dauernde\nUnvermögen des Schuldners belegen, seinen finanziellen Verpflichtungen\nnachzukommen, so z. B. die umfassende Überschuldung (Peter Agner/Beat\nJung/Gotthard Steinmann, Kommentar zum Gesetz über die direkte\n\n"}