{"Signatur": "CH_VB_016", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2005-09-22", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_016_JAAC-70-14--_2005-09-22.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007226.pdf?ID=150007226", "Checksum": "8e79fa2e0f574885be4478f23538542b"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.14 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 22.09.2005 JAAC 70.14 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006 22.09.2005 JAAC 70.14 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale 22.09.2005 JAAC 70.14 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:30", "Checksum": "e2f5a467677f3e808fda29baa5e54eb4", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 22.09.2005 JAAC 70.14 \r\n\n 7\nKaufmann, Die Sicherstellung von Mehrwertsteuern, in ASA 67 S. 620; Jürg\nWernli, mwst.com, Kommentar zum Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer,\nBasel 2000, N. 15 zu Art. 70;).\ndd. Die Frage, ob der Erlass einer Sicherstellungsverfügung zulässig war, ist\nnach Massgabe der Verhältnisse zu entscheiden, wie sie sich im Zeitpunkt\nder Sicherstellungsverfügung präsentiert haben (Entscheid der ZRK vom\n9. Oktober 2002, a.a.O., E. 4.c; Entscheid der SRK vom 7. August 1997,\nveröffentlicht in VPB 62.47 E. 2.b).\nee. Unter den genannten Voraussetzungen ist es grundsätzlich zulässig, auch\nkünftige Abgaben sicherzustellen, wenn sie sehr wahrscheinlich anfallen\n(vgl. Entscheid der ZRK vom 15. März 2004 i.S. K. AG [ZRK 2003-167], E. 2.f;\nEntscheid der ZRK vom 9. Oktober 2002, a.a.O., E. 2.c).\nc.aa. Gegenstand der Abgabepflicht der LSVA sind nach Art. 3 SVAG\nMotorfahrzeuge und Anhänger. Art. 5 Abs. 1 SVAG bezeichnet mit Bezug\nauf inländische Fahrzeuge den Halter abschliessend als abgabepflichtig, bei\nausländischen Fahrzeugen zusätzlich den Fahrzeugführer. Alle mitgeführten\nAnhänger müssen vom Fahrzeugführer am Erfassungsgerät deklariert werden\n(Art. 17 Abs. 1 SVAV). Die Abgabe für mitgeführte Anhänger ist vom Halter des\nZugfahrzeugs zu deklarieren und zu bezahlen (Art. 17 Abs. 3 SVAV).\nDer Bundesrat kann neben dem gemäss Art. 5 Abs. 1 SVAG abgabepflichtigen\nHalter weitere Personen als solidarisch haftbar erklären (Art. 5 Abs. 2\nSVAG). So sind laut Art. 36 Abs. 1 SVAV neben dem Halter für die Abgabe\nsolidarisch haftbar: a) der Halter eines Zugfahrzeuges für einen mitgeführten\nfremden Anhänger; b) der Halter eines Anhängers, wenn der Halter des\nZugfahrzeuges zahlungsunfähig ist: im Umfang des Gesamtgewichts des\nAnhängers für die mit diesem zurückgelegten Kilometer; c) die Teilhaber\neiner einfachen Gesellschaft, Kollektiv- oder Kommanditgesellschaft im\nRahmen ihrer zivilrechtlichen Haftbarkeit; d) für die Abgabe einer aufgelösten\noder sich im Konkurs- oder Nachlassverfahren befindenden juristischen\nPerson oder Gesellschaft ohne Rechtspersönlichkeit: die mit der Liquidation\nbetrauten Personen bis zum Betrag des Liquidationsergebnisses; e) für die\nAbgabe einer juristischen Person, die ihren Sitz ohne Liquidation ins Ausland\nverlegt: die Organe persönlich bis zum Betrag des reinen Vermögens der\njuristischen Person. Auch diese Aufzählung der für die Schwerverkehrsabgabe\nmithaftenden Personen ist abschliessend. Eine Steuernachfolge etwa im\nSinne anderer Abgabegesetze des Bundes sieht die Gesetzgebung über die\nSchwerverkehrsabgabe nicht vor (Entscheid der ZRK vom 9. Oktober 2002,\na.a.O., E. 3).\nbb. Der Kreis jener Personen, von denen Sicherheitsleistung verlangt\nwerden darf, ist nach der Rechtsprechung der ZRK aufgrund des strengen\nGesetzmässigkeitsprinzips im Bereich des Abgaberechts mit Bezug auf die\nAbgabepflichtigen (vgl. Blumenstein/Locher, a.a.O., S. 14) auf die vom Gesetz\nvorgesehenen Halter und die Mithaftenden zu beschränken (Entscheide\nder ZRK vom 28. Mai 2004, a.a.O., E. 3.a/bb; vom 9. Oktober 2002, a.a.O.,\nE. 3). Positiv ausgedrückt bedeutet dies, dass sowohl gegenüber dem\nHalter als auch gegenüber den solidarisch Haftenden, also gegenüber allen\nZahlungspflichtigen, die Sicherstellung unter den gegebenen Voraussetzungen\nverfügt werden darf. Eine entsprechende Rechtsprechung betreffend\nSicherstellung bei Mithaftenden existiert ebenfalls in Bezug auf andere\n\n"}