{"Signatur": "CH_VB_016", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2005-09-22", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_016_JAAC-70-14--_2005-09-22.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007226.pdf?ID=150007226", "Checksum": "8e79fa2e0f574885be4478f23538542b"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.14 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 22.09.2005 JAAC 70.14 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006 22.09.2005 JAAC 70.14 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale 22.09.2005 JAAC 70.14 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:30", "Checksum": "e2f5a467677f3e808fda29baa5e54eb4", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 22.09.2005 JAAC 70.14 \r\n\n 6\nSicherstellungsverfügungen müssen in jedem Fall ihren provisorischen\nCharakter behalten und den voraussichtlich geschuldeten Abgaben Rechnung\ntragen (Entscheid der ZRK vom 13. Februar 2001, veröffentlicht in Archiv für\nSchweizerisches Abgaberecht [ASA] 70 S. 610, E. 2.a). Die Rechtsmittelinstanz\nhat nur zu prüfen, ob der Sicherstellungsbetrag nicht offensichtlich übersetzt\nist.\nbb. Art. 48 Abs. 1 Bst. a SVAV nennt den Gefährdungstatbestand der\nSicherstellung. Es muss eine Gefährdung der Abgabeforderung bestehen;\nallerdings ist nach dem Wortlaut der Verordnung («erscheint») die\nGefährdung der Abgabeforderung nur glaubhaft zu machen (Urteil des\nBundesgerichts 2A.59/2003 vom 25. September 2003, E. 3.1). Eine solche\nGefährdung braucht nicht in einem nach aussen sichtbaren Verhalten\ndes Abgabepflichtigen zu liegen. Bereits eine objektive Gefährdung - ohne\ndass dem Pflichtigen eine entsprechende Absicht nachgewiesen wird -\nkann eine Sicherstellungsverfügung rechtfertigen. Dagegen reicht eine\nGefährdung ausschliesslich zufolge schlechter wirtschaftlicher Verhältnisse\ndes Schuldners nicht aus. Notwendig sind vielmehr bestimmte gefährdende\nHandlungen, deren Effekt dem Staatswesen das zur Deckung seiner\nAnsprüche nötige Vermögen entzieht (vgl. Kurt Amonn, Sicherung und\nVollstreckung von Steuerforderungen, in: Beiträge zum SchKG, Bankenund Steuerrecht, Bern 1997, S. 251 f. mit Hinweis; Ernst Blumenstein/Peter\nLocher, System des Steuerrechts, 6. Aufl., Zürich 2002, S. 332 f.). Eine weite\nAuslegung des Gefährdungstatbestandes entspricht grundsätzlich der\nNatur der Schwerverkehrsabgabe. Denn diese basiert auf dem Prinzip der\nSelbstdeklaration (Art. 11 Abs. 1 SVAG, Art. 22 f. SVAV; vgl. Entscheide der ZRK\nvom 28. Mai 2004, a.a.O., E. 3.b, vom 9. Oktober 2002, a.a.O., E. 2.c).\ncc. Der zweite Sicherstellungsgrund besteht im Zahlungsverzug der\nabgabepflichtigen Person. Nach dem Wortlaut von Art. 48 Abs. 1 Bst. b\nSVAV würde allein die Tatsache des Zahlungsverzugs den Erlass einer\nSicherstellungsverfügung rechtfertigen. Da dem Staat ordentliche\nInkassomassnahmen zur Verfügung stehen, genügt unter dem Gesichtspunkt\ndes Verhältnismässigkeitsgebots (E. 3.b/aa hievor) wohl einzig eine schlechte\nZahlungsmoral des Abgabepflichtigen nicht zur Erfüllung des Tatbestandes\nvon Art. 48 Abs. 1 Bst. b SVAV. Vielmehr bedarf es zur Rechtfertigung der\nSicherstellung der Abgabe infolge Zahlungsverzugs einer weitergehenden\nGefährdung. Diese kann in der speziellen Situation des Abgabepflichtigen,\nz. B. in seiner feststehenden bzw. drohenden Überschuldung oder in\nder Höhe der aufgelaufenen Abgabeschuld bestehen. Die Beurteilung\ndes Gefährdungscharakters eines Zahlungsverzugs richtet sich nach den\nkonkreten Umständen und ist im Einzelfall zu prüfen (vgl. Entscheide der ZRK\nvom 28. Mai 2004, a.a.O., E. 3.b, vom 9. Oktober 2002, a.a.O., E. 2.c; Thomas\n\n"}