{"Signatur": "CH_VB_016", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2004-07-29", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_016_JAAC-69-16--_2004-07-29.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006872.pdf?ID=150006872", "Checksum": "60a7779bbac8407092ac2d50848e4163"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 69.16 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 29.07.2004 JAAC 69.16 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006 29.07.2004 JAAC 69.16 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale 29.07.2004 JAAC 69.16 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:21:55", "Checksum": "2b37a38679d1979c9b6cce6575c6db3b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 29.07.2004 JAAC 69.16 \r\n\n 3\nnachträglichen Verzollung erhobenen Mehrwertsteuern zu tragen. Die OZD\nwies das Gesuch um Erlass der Mehrwertsteuer mit Entscheid vom 24. Februar\n2004 ab.\nD. Dagegen reicht die X. AG (Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom\n15. März respektive mit verbesserter Eingabe vom 30. März 2004 bei der\nEidgenössischen Zollrekurskommission (ZRK) Beschwerde ein und beantragt\neinerseits sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheids der\nOZD vom 24. Februar 2004 sowie anderseits die Überprüfung, ob eine\nsteuerbefreite Einfuhr einer Diplomatensendung doch noch geltend gemacht\nwerden könne. Mit Vernehmlassung vom 21. Mai 2004 beantragt die OZD,\nes sei auf die Beschwerde wegen fehlender Zuständigkeit nicht einzutreten\nund die Sache zur Behandlung an die Zollverwaltung zurückzuweisen. Die\nBeschwerdeführerin sei in ihrer Eingabe an die ZRK vom 15. respektive\n30. März 2004 nicht auf den ablehnenden Erlassentscheid vom 24. Februar\n2004 eingegangen, sondern ersuche lediglich um Prüfung, ob eine\nsteuerbefreite Einfuhr doch noch geltend gemacht werden könne. Für den Fall,\ndass sich die Beschwerdeführerin lediglich ungeschickt ausgedrückt habe und\neigentlich Beschwerde gegen den Erlassentscheid führen wolle, so werde auf\ndie Erwägungen im Entscheid verwiesen.\nAus den Erwägungen:\n1.a. Seit Inkrafttreten des neuen Mehrwertsteuergesetzes am 1. Januar 2001 ist\ndie ZRK Beschwerdeinstanz für Verfügungen der OZD über den Zollnachlass\n(Art. 127 des Zollgesetzes vom 1. Oktober 1925 [ZG], SR 631.0) und den Erlass\nder Einfuhrsteuer (Art. 84 des Bundesgesetzes vom 2. September 1999 über\ndie Mehrwertsteuer [MWSTG], SR 641.20; Art. 92 MWSTG in Verbindung mit\nArt. 109 Abs. 1 Bst. c Ziff. 5 ZG).\nb. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gemäss deren Rubrum gegen die\nVerfügung der OZD vom 24. Februar 2004, d. h. gegen die Abweisung des\nGesuchs um Erlass der Mehrwertsteuer über Fr. 12’709.55. In der Begründung\nhält die Beschwerdeführerin erneut fest, dass sie die genannte Verfügung\nder OZD vom 24. Februar 2004 als Härtefall betrachte, weshalb sie sich\nentschlossen habe, diese anzufechten. Im Begehren wird hingegen beantragt,\nes sei zu prüfen, ob eine steuerbefreite Einfuhr einer Diplomatensendung\ndoch noch geltend gemacht werden könne. Parteieingaben sind nach\nihrem erkennbaren, wirklichen Sinn auszulegen. Dennoch muss die\nBeschwerdeschrift den vom Gesetz vorgesehenen formellen und inhaltlichen\nAnforderungen genügen, wie insbesondere in Bezug auf die Begehren\nmit den entsprechenden Anträgen. Die Praxis stellt jedoch namentlich an\nLaieneingaben keine hohen Anforderungen (BGE 118 Ib 135 E. 2). Dem\nAntragserfordernis ist denn auch bereits Genüge getan, wenn sich aus dem\nZusammenhang und unter Zuhilfenahme der Begründung sinngemäss\nergibt, was anbegehrt wird (vgl. BGE 116 V 356 f. E. 2b und c; Entscheid\nder Rekurskommission des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements\n[Rekurskommission EVD] vom 6. April 1995, veröffentlicht in VPB 60.39\nE. 5.3; André Moser, in Moser/Uebersax, Prozessieren vor eidgenössischen\nRekurskommissionen, Basel und Frankfurt am Main 1998, Rz. 2.84). Aufgrund\ndieser Überlegungen kann ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass\nsich die Beschwerde - wenn auch nicht ausschliesslich - auch gegen den\nabweisenden Erlassentscheid der OZD richtet und diesen überprüft wissen\n\n"}