{"Signatur": "CH_VB_016", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-10-28", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_016_JAAC-68-51--_2003-10-28.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006560.pdf?ID=150006560", "Checksum": "e7dd7492a3ceaaf2232f6540fb4ae5bc"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 68.51 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 28.10.2003 JAAC 68.51 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006 28.10.2003 JAAC 68.51 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale 28.10.2003 JAAC 68.51 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:22:19", "Checksum": "e9b8124ad9062b9b6b5fdd4a1c0f2b1b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 28.10.2003 JAAC 68.51 \r\n\n 5\nergänzt, berichtigt oder vernichtet werden, wenn vor Anordnung der Revision\nund vor Ausstellung der Zollausweise darum nachgesucht wird. Ist der\nZollausweis ausgestellt, so kann das Zollamt dem Gesuch um Zollbegünstigung,\nZollbefreiung oder Änderung der Abfertigungsart entsprechen, wenn die\nSendung noch unter zoll-, post- oder bahnamtlicher Kontrolle steht (Art. 49\nAbs. 2 ZV; Entscheid der ZRK vom 13. Februar 2002 [ZRK 2001-037], E. 2a,\npubliziert in Archiv für Schweizerisches Abgaberecht [ASA] 65 409 f.).\nc. Die Frist für die erste Beschwerde gegen die Zollabfertigung beträgt\n60 Tage und läuft von der Zollabfertigung an (Art. 109 Abs. 2 ZG). Das\nBundesgesetz über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG,\nSR 172.021) findet keine Anwendung auf dieses Verfahren der Zollabfertigung\n(Art. 3 Bst. e VwVG), was nicht bedeutet, dass im Zollabfertigungsverfahren\naus der Bundesverfassung abgeleitete Verfahrensgarantien wie die\nGesetzmässigkeit des Verwaltungshandelns, das Willkürverbot sowie der\nAnspruch auf rechtliches Gehör, nicht zu beachten wären (Remo Arpaghaus,\nDas schweizerische Zollrecht, Rz. 68, in Koller/Müller/Rhinow/Zimmerli,\nSchweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Basel/Genf/München 1999; s. auch\nBGE 101 Ib 104 E. 2b). Massgebend sind dennoch die spezialgesetzlichen\nBestimmungen des Zollrechts bezüglich Zollverfahren (s. Art. 29 ff. ZG).\nSo hat das Bundesgericht die Anwendbarkeit von Formvorschriften\nüber die Eröffnung und Begründung von Verfügungen und deren\nRechtsmittelbelehrung (Art. 34 f. VwVG) ausdrücklich vom Zollverfahren\nausgeschlossen (BGE 100 Ib 11 E. 2a; s. auch Entscheid der ZRK vom\n13. Februar 1995 [ZRK 1994-008], E. 3b, publiziert in VPB 61.18 S. 178).\nd. Das Zollverfahren ist vom Selbstdeklarationsprinzip bestimmt (Art. 24 ZG).\nDem Zollpflichtigen obliegt die Verantwortlichkeit für die rechtmässige und\nrichtige Deklaration seiner grenzüberschreitenden Warenbewegungen (vgl.\nEntscheid des Bundesgerichts vom 7. Februar 2001, publiziert in ASA 70 334\nmit Hinweisen).\n4.a. Die Beschwerdeführerin hat für die fraglichen Sendungen bestehend\naus Tiernahrungskonserven und Trockentiernahrung die definitive\nAusfuhrzollabfertigung unter der Tarifnummer 2309.1029 beantragt.\nUnbestrittenermassen ersuchte sie dabei nicht um Zollbegünstigung\nim Nichterhebungsverfahren und wies nicht auf die entsprechenden\nBewilligungen hin. Die zuständigen Zollämter fertigten die Sendungen\nantragsgemäss definitiv zur Ausfuhr ab. In der Folge ersuchte die\nBeschwerdeführerin um eine nachträgliche Änderung der Abfertigungsart,\nindem sie die Ausfuhrdeklarationen nachträglich ergänzte, für die fraglichen\nSendungen nunmehr Zollbegünstigung im Nichterhebungsverfahren\nbeantragte und dabei auf die auf Weizenmehl Typ 550, Weizenmehl\nTyp 2000 sowie Hartweizennachmehl HM 1 der Tarifnummer 1101.0029\nlautenden Bewilligungen hinwies. Da sich die Sendungen zum Zeitpunkt\ndes nachträglichen Änderungsantrages nicht mehr unter zoll-, postoder bahnamtlicher Kontrolle, sondern im Ausland befanden, hat die\nZollverwaltung eine Zollbegünstigung bzw. eine Änderung der Abfertigungsart\n\n"}