{"Signatur": "CH_VB_016", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-01-22", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_016_JAAC-67-77--_2003-01-22.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006113.pdf?ID=150006113", "Checksum": "e684815e130dae1ec0b659b0f7f2dd87"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.77 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 22.01.2003 JAAC 67.77 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006 22.01.2003 JAAC 67.77 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale 22.01.2003 JAAC 67.77 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:04", "Checksum": "4db2e25c2a73cad159fcd9248a8e290b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 22.01.2003 JAAC 67.77 \r\n\n 3\ndass der Abgabepflichtige die Ware für einen steuerbegünstigten Zweck\nverwendet habe, sei er ferner schuldig geblieben. Anwendbar sei deshalb\nder Normalsteuersatz.\nD. Dagegen lässt R. mit Eingabe vom 4. Juni 2002 Beschwerde bei der\nEidgenössischen Zollrekurskommission (ZRK) führen und beantragen, den\nangefochtenen Beschwerdeentscheid aufzuheben; von der Nachforderung\nvon Mineralölsteuer und Mehrwertsteuer sei abzusehen; die Einfuhr sei als\nsteuerfrei zu erklären.\nE. Die OZD schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 19. August 2002 auf\nAbweisung der Beschwerde. Mit Eingabe vom 6. September 2002 bringt\nder Beschwerdeführer «als neue Tatsache» vor, die Firma E. produziere\nseit Jahren Rapsmethylester und werde für diese Tätigkeit steuerbefreit.\nDer Beschwerdeführer fordert Gleichbehandlung. Die Verwaltung hält\nentgegen, die genannte Steuerbefreiung stütze sich auf geltendes Recht. Beim\nBeschwerdeführer seien die Voraussetzungen hiezu nicht erfüllt.\nAus den Erwägungen:\n1. Die Eidgenössische Zollrekurskommission ist gemäss Art. 109 Abs. 1\nBst. c des Zollgesetzes vom 1. Oktober 1925 (ZG, SR 631.0) in Verbindung\nmit Art. 36 des Mineralölsteuergesetzes vom 21. Juni 1996 (MinöStG, SR\n641.61) zur Behandlung der Beschwerde zuständig. (…) Auf die Beschwerde ist\neinzutreten.\n2.a. Jede Wareneinfuhr über die schweizerische Zollgrenze unterliegt\ngrundsätzlich der Zollpflicht (Allgemeine Zollpflicht: Art. 1 Abs. 1 des\nZolltarifgesetzes vom 9. Oktober 1986 [ZTG], SR 632.10; Art. 1 Abs. 1 ZG).\nGemäss Art. 1 Abs. 2 ZG umfasst die Zollpflicht die Befolgung der Vorschriften\nfür den Verkehr über die Grenze (Zollmeldepflicht) und die Entrichtung\nder gesetzlichen Abgaben (Zollzahlungspflicht). Die eingeführten Waren\nmüssen nach dem Generaltarif in den Anhängen zum ZTG verzollt werden\n(Art. 1 Abs. 1 ZTG; Art. 10 ZG). Die Zollzahlungspflicht umfasst auch die\nVerbindlichkeit zur Entrichtung der Abgaben und Kosten, die gestützt auf\nandere als zollrechtliche Erlasse (also z. B. gestützt auf die Mineralöl- oder die\nMehrwertsteuergesetzgebung) durch die Zollverwaltung zu erheben sind\n(Art. 10 ZG). Ausnahmen von der allgemeinen Zollpflicht bedürfen einer\nausdrücklichen gesetzlichen oder staatsvertraglichen Grundlage (s. Art. 1\nAbs. 2 ZTG).\nb. Der Bund erhebt eine Mineralölsteuer auf Erdöl, anderen Mineralölen,\nErdgas und den bei ihrer Verarbeitung gewonnenen Produkten sowie auf\nTreibstoffen. Auf Treibstoffen wird zudem ein Mineralölsteuerzuschlag\nerhoben (Art. 1 MinöStG). Steuerobjekt ist u. a. die Einfuhr solcher Waren\nins Inland (Art. 3 Abs. 1 Bst. b MinöStG). Als Treibstoff im Sinne des MinöStG\ngelten Erzeugnisse der Zolltarifnummer 3824, soweit sie als Treibstoff\nverwendet werden (Art. 2 Abs. 2 Bst. h MinöStG). Der Steuersatz für\nErzeugnisse der Tarifnummer 3824.9030 beträgt Fr. 420.60 je 1000 Liter\n(Art. 12 Abs. 1 und Anhang 1 MinöStG). Der Mineralölsteuerzuschlag beträgt\nFr. 300.- je 1000 Liter (Art. 12 Abs. 2 MinöStG).\n\n"}