{"Signatur": "CH_VB_016", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2002-10-09", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_016_JAAC-67-47--_2002-10-09.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006014.pdf?ID=150006014", "Checksum": "2e8294e3b3c42bc8cc905d6ac2881674"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.47 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 09.10.2002 JAAC 67.47 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006 09.10.2002 JAAC 67.47 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale 09.10.2002 JAAC 67.47 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:18", "Checksum": "3b3ac6dde31be2b01236174026ab6c08", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 09.10.2002 JAAC 67.47 \r\n\n 6\n1998, S. 85 f. Rz. 348). Allerdings muss die gegen einen Abgabepflichtigen\nerlassene Sicherstellungsverfügung auch verhältnismässig sein. Die Behörde\nsoll sich keines strengeren Zwangsmittels bedienen, als es die Umstände\nverlangen (vgl. BGE 124 I 44 f. E. 3e; BGE 123 I 121 E. 4e; Alfred Kölz/Isabelle\nHäner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes,\n2. Aufl., Zürich 1998, S. 140 Rz. 391). Dies gilt vorab einmal für die Höhe\nder verlangten Sicherheit. Sicherstellungsverfügungen müssen in jedem\nFall ihren provisorischen Charakter behalten und den voraussichtlich\ngeschuldeten Abgaben Rechnung tragen (Entscheid der ZRK vom 13. Februar\n2001, veröffentlicht in ASA 70 610, E. 2a).\nUnter den genannten Voraussetzungen ist es grundsätzlich zulässig, auch\nkünftige Abgaben sicherzustellen, wenn sie sehr wahrscheinlich anfallen\n(vgl. Entscheid der SRK vom 12. Oktober 1998, veröffentlicht in VPB 63.29\nE. 2b S. 269 f. , sowie vom 11. Januar 1999, veröffentlicht in VPB 63.77 E. 3a/cc\nS. 727).\n3. Art. 5 Abs. 1 SVAG bezeichnet mit Bezug auf inländische Fahrzeuge den\nHalter abschliessend als abgabepflichtig. Der Bundesrat kann weitere\nPersonen als solidarisch haftbar erklären (Art. 5 Abs. 2 SVAG). So sind\nneben dem Halter für die Abgabe solidarisch haftbar: a) der Halter eines\nZugfahrzeuges für einen mitgeführten fremden Anhänger; b) der Halter eines\nAnhängers, wenn der Halter des Zugfahrzeuges zahlungsunfähig ist; c) die\nTeilhaber einer einfachen Gesellschaft, Kollektiv- oder Kommanditgesellschaft\nim Rahmen ihrer zivilrechtlichen Haftbarkeit; d) für die Abgabe einer\naufgelösten oder sich im Konkurs- oder Nachlassverfahren befindenden\njuristischen Person oder Gesellschaft ohne Rechtspersönlichkeit: die mit der\nLiquidation betrauten Personen bis zum Betrag des Liquidationsergebnisses; e)\nfür die Abgabe einer juristischen Person, die ihren Sitz ohne Liquidation ins\nAusland verlegt: die Organe persönlich bis zum Betrag des reinen Vermögens\nder juristischen Person (Art. 36 Abs. 1 SVAV). Auch diese Aufzählung der\nfür die Schwerverkehrsabgabe mithaftenden Personen ist abschliessend.\nEine Steuernachfolge etwa im Sinne anderer Abgabegesetze des Bundes\nsieht die Gesetzgebung über die Schwerverkehrsabgabe nicht vor (vgl.\nArt. 30 des Bundesgesetzes über die Mehrwertsteuer vom 2. September 1999\n[MWSTG], SR 641.20; Art. 12 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer\nvom 14. Dezember 1990 [DBG], SR 642.11; Art. 7 des Bundesgesetzes\nüber die Tabakbesteuerung vom 21. März 1969, SR 641.31; Art. 10 des\nAutomobilsteuergesetzes vom 21. Juni 1996 [AStG], SR 641.51; Art. 10 des\nMineralölsteuergesetzes vom 21. Juni 1996 [MinöStG], SR 641.61). Unter\ndiesen Umständen ist aufgrund des strengen Gesetzmässigkeitsprinzips\nim Bereich des Abgaberechts mit Bezug auf die Abgabepflichtigen (vgl.\nBlumenstein/Locher, a.a.O., S. 14) der Kreis jener Personen, von denen\nSicherheitsleistung verlangt werden darf, auf die vom Gesetz vorgesehenen\nHalter und die Mithaftenden zu beschränken.\nErfüllt ein Halter den Gefährdungstatbestand im Sinne von Art. 48 Abs. 1\nBst. a SVAV, darf die Verwaltung folglich nach erfolgtem Halterwechsel\ngrundsätzlich nicht beim neuen Halter für nach dem Wechsel zu erwartende\nAbgaben Sicherheit verlangen, wenn es sich bei diesem nicht um einen\nMithaftenden im hievor beschriebenen Sinn für die Abgaben vor dem\nHalterwechsel handelt. Eine Sicherstellungsverfügung gegen den neuen\nHalter wäre vielmehr nur dann gerechtfertigt, wenn dieser selbst für das\n\n"}