{"Signatur": "CH_VB_016", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2002-10-07", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_016_JAAC-67-43--_2002-10-07.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006002.pdf?ID=150006002", "Checksum": "01af22ce5aa3fa2fbcac48858e2d8586"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.43 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 07.10.2002 JAAC 67.43 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006 07.10.2002 JAAC 67.43 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale 07.10.2002 JAAC 67.43 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:26", "Checksum": "b2bb136149b232633ae349800b26acf7", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 07.10.2002 JAAC 67.43 \r\n\n 7\nEinfuhren innerhalb und ausserhalb der Zollkontingente sind im Rahmen\nder GATT-Verhandlungen bestimmt worden (GATT-Botschaft 2, BB1 1994 IV\n1005 f., 1074; Urteil des Bundesgerichts vom 6. November 2001, a.a.O., E. 2a\nund b). Schliesslich hat der Bundesrat über die Festlegung von Zollansätzen im\nKontingentsbereich der Bundesversammlung halbjährlich Bericht zu erstatten\n(vgl. Art. 13 Zolltarifgesetz vom 9. Oktober 1986 [ZTG], SR 632.10). Durch die\nGenehmigung der Zollansätze durch die Bundesversammlung (vgl. Art. 13\nAbs. 2 ZTG, siehe auch Art. 12 ZTG) werden die Zollansätze in Gesetzesrang\nerhoben. Der Richter ist daran gebunden (Art. 191 der Bundesverfassung der\nSchweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV], SR 101).\nbb. Aus dem Passus «Importe sind nur aufgeführt, wenn sie definitiv\nverzollt und bereits abgerechnet sind» im zitierten Kontingentsauszug des\nBundesamtes für Landwirtschaft zieht die Beschwerdeführerin sinngemäss\nden Schluss, die dort figurierenden Importe zum KZA seien rechtskräftig\nverzollt. Die Beschwerdeführerin verkennt, dass ohne weiteres auch\ndefinitive (endgültige) Abfertigungen (Art. 39 ZG) zu einer Nachforderung\nführen können (z. B. in Anwendung von Art. 126 ZG oder Art. 12 VStrR\n[vgl. E. 3d hievor]). Dies ist nicht zuletzt eine Folge des Umstandes, dass\ndas Zollverfahren vom Selbstdeklarationsprinzip bestimmt ist (Art. 24 ZG)\nund der Beschwerdeführerin die Verantwortlichkeit für die rechtmässige\nDeklaration ihrer Importe und für die Einhaltung der Kontingentsvorschriften\nobliegt. Entspricht die Deklaration nicht dem anwendbaren Recht, hat die\nOZD korrigierend einzugreifen. Entscheidend ist einzig, dass die Verwaltung\ndie entsprechenden Verjährungsfristen (Art. 64 ZG oder Art. 11 VStrR)\nberücksichtigt, was vorliegend mit Recht nicht in Zweifel gezogen wird.\ncc. Schliesslich kann die Beschwerdeführerin aus dem Rechtsgleichheitsgebot\nnichts zu ihrem Vorteil ableiten. Sie verweist auf ein Verfahren in Sachen M.,\nin dem die OZD für das Jahr 2000 auf den Nachbezug der Abgabedifferenz\nzwischen AKZA und KZA verzichtete, obwohl M. ebenfalls bereits vor\nBezahlung des Zuschlagspreises gewisse Importe zum KZA tätigte. Im\nvorliegenden Fall führt im Wesentlichen der Umstand zur Abweisung\nder Beschwerde, dass das Bundesamt für Landwirtschaft anlässlich der\nentsprechenden Zuteilungsverfügungen die Beschwerdeführerin ausdrücklich\nauf Art. 19 Abs. 2 AEV bzw. darauf aufmerksam gemacht hatte, dass vor\nder Bezahlung des gesamten Zuschlagspreises die Einfuhr zum KZA nicht\nzulässig sei. Genau dieser Hinweis fehlte jedoch in der entsprechenden\nZuteilungsverfügung an M. mit der Folge, dass die OZD in Anwendung des\nGrundsatzes von Treu und Glauben auf eine Nachforderung verzichtete.\nDieser Unterschied ist rechtswesentlich. Die beiden Fälle sind folglich unter\ndem hier massgeblichen Gesichtspunkt nicht miteinander vergleichbar.\n5. Aufgrund dieser Erwägungen ist die Beschwerde als unbegründet\nabzuweisen. (…)\n\n8\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 67.43 - Entscheid der Eidgenössischen Zollrekurskommission vom 7. Oktober 2002\nin Sachen H. und H. GmbH [ZRK 2002-048]\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 2003\nAnnée\nAnno\n\nBand 67\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 006 002\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}