{"Signatur": "CH_VB_016", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2002-10-07", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_016_JAAC-67-43--_2002-10-07.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006002.pdf?ID=150006002", "Checksum": "01af22ce5aa3fa2fbcac48858e2d8586"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.43 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 07.10.2002 JAAC 67.43 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006 07.10.2002 JAAC 67.43 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale 07.10.2002 JAAC 67.43 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:26", "Checksum": "b2bb136149b232633ae349800b26acf7", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 07.10.2002 JAAC 67.43 \r\n\n 6\nschliesslich auf das Rechtsgleichheitsprinzip und bringt vor, die OZD habe in\neinem vergleichbaren Fall von einer Nachforderung abgesehen. Sie fordert,\ngleich behandelt zu werden.\nb.aa. Infolge des Beitritts der Schweizerischen Eidgenossenschaft\nzur WTO per 1. Juli 1995 und der Ratifizierung der entsprechenden\nGATT/WTO-Übereinkommen (Abkommen vom 15. April 1994 zur\nErrichtung der Welthandelsorganisation, SR 0.632.20) bedurfte das\nnationale Recht in verschiedenen Bereichen der Anpassung (vgl. Botschaft\ndes Bundesrats vom 19. September 1994 zu den für die Ratifizierung\nder GATT/WTO-Übereinkommen [Uruguay-Runde] notwendigen\nRechtsanpassungen [GATT-Botschaft 2; BBl 1994 IV 950 ff.]). So verpflichtete\ndas Übereinkommen über die Landwirtschaft (Anhang 1A.3 zum Abkommen,\nAS 1995 2150) im Bereich des Marktzutritts namentlich zur Tarifizierung\naller nicht tarifären Massnahmen (vgl. Art. 4) und verlangte damit, dass\ndie bisherigen Methoden der Einfuhrbeschränkung - insbesondere die\nmengenmässige Einfuhrbeschränkung für gewisse Produkte sowie das\n«Dreiphasensystem» - durch Zölle ersetzt werden (Botschaft des Bundesrats\nvom 19. September 1994 zur Genehmigung der GATT/WTO-Übereinkommen\n[Uruguay-Runde; GATT-Botschaft 1; BBl 1994 IV 149]). Die Menge der\neingeführten Agrarprodukte kann deshalb nicht mehr direkt, sondern nur\nnoch indirekt über die Festsetzung von Zollansätzen gelenkt werden (vgl. René\nRhinow/Gerhard Schmid/Giovanni Biaggini, Öffentliches Wirtschaftsrecht, Basel\n1998, S. 590 f.). Dabei müssen die gegenwärtigen Marktzutrittsmöglichkeiten\nzu den Bedingungen und für die durchschnittlichen Importmengen der Jahre\n1986/88 gewahrt bleiben (GATT-Botschaft 1, BBl 1994 IV 150; vgl. zum Ganzen:\nRichard Senti, WTO - System und Funktionsweise der Welthandelsordnung,\nZürich 2000, Rz. 1016 ff.).\nDas Bundesgesetz vom 29. April 1998 über die Landwirtschaft (LwG, SR\n910.1) bestimmt in Art. 17, dass bei der Festsetzung der Einfuhrzölle die\nVersorgungslage im Inland und die Absatzmöglichkeiten für gleichartige\ninländische Erzeugnisse zu berücksichtigen sind. Dabei sind die\nwelthandelsrechtlichen Rahmenbedingungen zu respektieren (insbesondere\ndie Verpflichtung zu Konsolidierung und schrittweiser Senkung der Agrarzölle;\nGATT-Botschaft 1, BBl 1994 IV 149). Als Instrumente zur Lenkung der\nImporte stehen dem Bund insbesondere der Schwellenpreis (Art. 20 LwG;\nvgl. GATT-Botschaft 2, BBl 1994 IV 1072 ff.) und die Zollkontingente (Art. 21\nLwG) zur Verfügung. Bei Letzteren wird die Warenmenge bestimmt, welche\nzu einem vorteilhaften Zollansatz in die Schweiz eingeführt werden kann;\nfür den Import einer zusätzlichen Menge muss regelmässig ein bedeutend\nhöherer Zoll bezahlt werden, der gewöhnlich prohibitive Wirkung hat (Urteil\ndes Bundesgerichts vom 6. November 2001 [2A.295/2001], E. 2a und b).\nInsofern dringt die Behauptung der Beschwerdeführerin, es handle sich in\ncasu um einen «total überhöhten» AKZA, um einen unzulässigen Schutzzoll\nbzw. um ein Handelshemmnis, von vornherein nicht durch.\nIm Übrigen ist der Bund bei der Bestimmung der Zollkontingente nicht frei,\ndienen diese doch den ausländischen Produzenten zum staatsvertraglich\nvereinbarten Marktzutritt (GATT-Botschaft 1, BBl 1994 IV 150): Sowohl\ndie minimale Menge, welche zum privilegierten Satz importiert werden\nkann, als auch das Maximalniveau der erlaubten Grenzbelastung für\n\n"}