{"Signatur": "CH_VB_016", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2002-06-07", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_016_JAAC-67-24--_2002-06-07.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005939.pdf?ID=150005939", "Checksum": "80fe1ee168e8c64607d08ac2d34dd409"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.24 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 07.06.2002 JAAC 67.24 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006 07.06.2002 JAAC 67.24 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale 07.06.2002 JAAC 67.24 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:32", "Checksum": "caed4b4e73a6709afc93d24ec9020766", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 07.06.2002 JAAC 67.24 \r\n\n 3\nBeschwerdeführerin es zuliess und bis 60 Tage zuwartete, bis die Firma S. SA\ndie Rechnungen beglich, müsse sie sich entgegen halten lassen. Die OZD habe\nim Rahmen ihres pflichtgemässen Ermessens gehandelt.\nAus den Erwägungen:\n1.a. Seit Inkrafttreten des neuen Mehrwertsteuergesetzes am 1. Januar 2001 ist\ndie ZRK Beschwerdeinstanz für Verfügungen der OZD über den Zollnachlass\n(Art. 127 des Zollgesetzes vom 1. Oktober 1925 [ZG], SR 631.0) und den Erlass\nder Einfuhrsteuer (Art. 84 des Bundesgesetzes vom 2. September 1999 über\ndie Mehrwertsteuer [MWSTG], SR 641.20; Art. 92 MWSTG in Verbindung mit\nArt. 109 Abs. 1 Bst. c Ziff. 5 ZG).\nb. Die dem Erlassgesuch zu Grunde liegenden Einfuhren haben vom\n26. August bis 23. Dezember 1999 stattgefunden. Gemäss Art. 8 Abs. 1\nder Übergangsbestimmungen (UeB) der alten Bundesverfassung der\nSchweizerischen Eidgenossenschaft vom 29. Mai 1874, in Kraft bis zum\n31. Dezember 1999 (aBV[76]) bzw. Art. 196 Ziff. 14 Abs. 1 der neuen\nBundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999\n(BV, SR 101) werden durch den Bundesrat die Ausführungsbestimmungen\nbis zum Inkrafttreten eines Mehrwertsteuergesetzes erlassen. Aufgrund\ndessen erliess der Bundesrat die Mehrwertsteuerverordnung vom\n22. Juni 1994 (MWSTV, AS 1994 1464). Am 2. September 1999 beschloss die\nBundesversammlung das MWSTG. Das Mehrwertsteuergesetz ist am 1. Januar\n2001 in Kraft getreten (Beschluss des Bundesrates vom 29. März 2000, AS 2000\n1346), woraus folgt, dass die Mehrwertsteuerverordnung aufgehoben wurde.\nIndessen bleiben nach Art. 93 Abs. 1 MWSTG die aufgehobenen Bestimmungen,\nunter Vorbehalt von Art. 94 MWSTG, weiterhin auf alle während deren\nGeltungsdauer eingetretenen Tatsachen und entstandenen Rechtsverhältnisse\nanwendbar. Vorliegend kommt Art. 94 MWSTG nicht zur Anwendung, weshalb\ndie Mehrwertsteuerverordnung weiterhin anwendbar bleibt.\nDie fraglichen Einfuhren und das Gesuch um Erlass fallen noch in den\nzeitlichen Geltungsbereich der alten Mehrwertsteuerverordnung und sind\ndaher materiell nach Art. 76 MWSTV zu beurteilen (Art. 93 Abs. 1 MWSTG).\nc. (…)\nd. Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin die Steuer auf der Einfuhr\nvon Gegenständen im Umfang von Fr. 43’327.40 wegen Zahlungsunfähigkeit\nder als Importeurin auftretenden Auftraggeberin der Verzollungen nicht\nweiterbelasten konnte. Wie das Konkursamt V. mit Schreiben vom 12. Juli 2001\nmitteilte, wurde mit Verfügung vom 28. Mai 2001 das über die Importeurin am\n23. November 2000 eröffnete Konkursverfahren mangels Aktiven eingestellt.\n2.a. Die Steuer auf der Einfuhr von Gegenständen kann ganz oder teilweise\nerlassen werden, wenn der mit der Verzollung Beauftragte die Steuer wegen\nZahlungsunfähigkeit des nach den Art. 17 und 20 MWSTV steuerpflichtigen\nImporteurs nicht weiterbelasten kann (Art. 76 Abs. 1 Bst. d MWSTV; vgl.\nArt. 84 Abs. 1 Bst. d MWSTG). Sinn und Zweck dieser Bestimmung ist eine\ngewisse Milderung des mit der Bezahlung der Einfuhrsteuer im Auftrag\neines Importeurs verbundenen unternehmerischen Risikos. Dabei ist jedoch\nauf eine möglichst rechtsgleiche Behandlung der betroffenen Spediteure zu\nachten, damit nicht jener, der beim Inkasso Vorsicht walten lässt (z. B. indem\ner Vorauszahlung oder Barzahlung verlangt bzw. auf die Ausführung des\n\n"}