{"Signatur": "CH_VB_016", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2002-06-07", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_016_JAAC-67-24--_2002-06-07.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005939.pdf?ID=150005939", "Checksum": "80fe1ee168e8c64607d08ac2d34dd409"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.24 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 07.06.2002 JAAC 67.24 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006 07.06.2002 JAAC 67.24 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale 07.06.2002 JAAC 67.24 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:32", "Checksum": "caed4b4e73a6709afc93d24ec9020766", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 07.06.2002 JAAC 67.24 \r\n\n 2\nZusammenfassung des Sachverhalts:\nA. Im Auftrag der Firma S. SA (Importeurin) beantragte die A. SA in der Zeit\nvom 26. August bis 23. Dezember 1999 bei diversen Zollämtern in Chiasso\nund Basel die definitive Einfuhrverzollung von insgesamt 29 Sendungen\nTextilwaren. Die Zollämter nahmen die Abfertigungen antragsgemäss vor und\nerhoben die Mehrwertsteuer wie folgt: (…) Total Fr. 43’327.40.\nB. Mit Schreiben vom 28. Juli 2000 ersuchte die A. SA die Oberzolldirektion\n(OZD) um Erlass der Mehrwertsteuer in Höhe von Fr. 43’327.40. Als\nBegründung ihrer Erlassgesuche führte sie an, die Importeurin sei in Nachlass\ngefallen.\nC. Am 7. August 2000 bestätigte die Oberzolldirektion den Erhalt der\nGesuche und orientierte die A. SA dahingehend, dass zunächst die Frist der\nNachlass-stundung von sechs Monaten abgewartet werden müsse, da erst\ndann feststehe, ob ein Nachlassvertrag abgeschlossen werde.\nAm 28. Mai 2001 wurde das Konkursverfahren über die Importeurin mangels\nAktiven eingestellt.\nD. Mit Verfügung vom 19. Juli 2001 erliess die OZD der A. SA die Einfuhrsteuer\nI. für die Einfuhren vom 26. August bis 20. Oktober 1999 ganz (Fr. 15’782.50),\nII. für die Einfuhren vom 5. November bis 23. Dezember 1999 zu zwei Dritteln\n(2/3 von Fr. 27’544.90 = Fr. 18’363.25).\nDie OZD begründet den nur teilweisen Erlass der Einfuhrsteuer damit, dass die\nA. SA bei der Beurteilung der Kreditwürdigkeit ihres Auftraggebers nicht mit\nder angezeigten Sorgfalt vorgegangen sei. Mit ihrer Geschäftsabwicklung sei\ndie A. SA bewusst und in eigener Verantwortung ein unternehmerisches Risiko\neingegangen, welches nicht auf die Behörden überwälzt werden könne. Die\nMehrwertsteuerverordnung schütze nicht vor solchen Risiken.\nE. Gegen diese Verfügung erhebt die A. SA (Beschwerdeführerin) am 7. August\n2001 Beschwerde bei der Eidgenössischen Zollrekurskommission (ZRK).\nDarin beantragt sie den Erlass der gesamten Mehrwertsteuer in Höhe von\nFr. 43’327.40. In ihrer Begründung führt sie aus, noch bis am 15. November\n1999 regelmässig Zahlungen ihrer Schuldnerin erhalten zu haben. Ihr\nVerhalten habe sodann kaufmännischen Grundsätzen entsprochen und die\nvon ihr eingegangenen Risiken hätten sich im Rahmen des in der Wirtschaft\nÜblichen bewegt. Zudem hätten auch die italienischen Lieferanten der\nkonkursiten Importeurin nicht auf strengeren Zahlungskonditionen bestanden.\nBei dieser Sachlage habe kein Anlass bestanden, ihrer Kundin bereits ab dem\n26. August 1999 jeglichen Kredit zu verweigern.\nF. In ihrer Vernehmlassung vom 10. Oktober 2001 beantragt die OZD\ndie kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Sie bestätigt darin\ndie Argumentation ihrer Verfügung vom 28. Mai 2001. Dass die\n\n"}