{"Signatur": "CH_VB_016", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2002-04-10", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_016_JAAC-66-90--_2002-04-10.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005729.pdf?ID=150005729", "Checksum": "ea38586438c4d5c252c5a177bb1d015c"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 66.90 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 10.04.2002 JAAC 66.90 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006 10.04.2002 JAAC 66.90 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale 10.04.2002 JAAC 66.90 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:44", "Checksum": "594fcf8e70e9c8457655cf3ee25f091f", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 10.04.2002 JAAC 66.90 \r\n\n 5\nGärprozesses bereits während des Transportes sei für die Zollprivilegierung\nausreichend. Abgesehen davon sei die VEAGOG, soweit sie eine vorgängige\nEinstampfung oder den Eintritt des Gärzustandes verlange, ohnehin\ngesetzeswidrig. Der Schutz der einheimischen Landwirtschaft sei nur für\nFrischkonsumfrüchte, nicht jedoch für einzumaischende Brennkirschen,\nüberhaupt zulässig und mit den bilateralen Abmachungen vereinbar.\nEs erscheine als widersinnig, auf den Zustand der Früchte statt auf den\nVerwendungszweck abzustellen. Die beanstandete Praxis sei willkürlich und\nrechtsungleich, weil sie die Beschwerdeführerin gegenüber Mitbewerbern\nbenachteilige, welche als Inhaber eigener Früchte-Auslandplantagen\nErstklasskirschen in Tankwagen zum privilegierten Zollansatz einführen\nkönnten, wogegen die Beschwerdeführerin Zukäufe tätigen müsse und dabei\nauf die Einfuhr in Gebinden angewiesen sei.\nE. Mit Entscheid vom 22. März 2001 wies die OZD die Beschwerde kostenfällig\nab, soweit sie darauf eintrat.\nF. Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 24. April 2001 erhebt die\nR. AG gegen diesen Entscheid Beschwerde an die Eidgenössische\nZollrekurskommission (ZRK), mit den Anträgen, der angefochtene Entscheid\nder OZD vom 22. März 2001 und die Verfügung der D IV vom 23. Oktober\n2000 seien aufzuheben und die am 27. Juni 2000 eingeführten Brennkirschen\nseien nach Massgabe der Zolltarifnummer 0809.2011 mit dem Ansatz von\nFr. 3.-/100 kg zu verzollen.\nIn ihrer Vernehmlassung vom 28. Juni 2001 beantragt die OZD die kostenfällige\nAbweisung der Beschwerde.\nAus den Erwägungen:\n1. (…).\n2.a. und b. (…)\nc. Gemäss Art. 17 des Bundesgesetzes vom 29. April 1998 über die\nLandwirtschaft (Landwirtschaftsgesetz [LwG], SR 910.1) sind bei der\nFestsetzung der Einfuhrzölle die Versorgungslage im Inland und die\nAbsatzmöglichkeiten für gleichartige inländische Erzeugnisse zu\nberücksichtigen. Zuständigkeit und Verfahren zur Festsetzung der Zollansätze\nrichten sich, soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt, nach der\nZollgesetzgebung (Art. 19 LwG). Zollkontingente für landwirtschaftliche\nErzeugnisse sind im Anhang 2 des Zolltarifgesetzes vom 9. Oktober 1986\n(ZTG, SR 632.10), also im Generaltarif (Schweizer Generaltarif, Stand 1. Januar\n2002)[11] festgelegt (Art. 21 Abs. 1 LwG) sowie im Anhang 4 der Allgemeinen\nVerordnung vom 7. Dezember 1998 über die Einfuhr von landwirtschaftlichen\nErzeugnissen (Agrareinfuhrverordnung [AEV], SR 916.01; vgl. Art. 10\nAEV). Der Bundesrat kann die Zollkontingente und ihre allfällige zeitliche\nAufteilung im Rahmen des Generaltarifs ändern (Art. 21 Abs. 2 LwG). Zur\nstatistischen Überwachung der Einfuhr kann der Bundesrat festlegen, dass\nbestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse für die Einfuhr einer Bewilligung\nbedürfen (Art. 24 Abs. 1 LwG). Gemäss Art. 1 Abs. 1 AEV bedarf die Einfuhr\nlandwirtschaftlicher Erzeugnisse der in einem der Anhänge zu dieser\nVerordnung oder in einer marktordnungsspezifischen Produkteverordnung\naufgeführten Zolltarifnummern einer Bewilligung. Diese wird als GEB für\nbestimmte Erzeugnisse erteilt. Bewilligungsstelle ist unter Vorbehalt der\n\n6\nBestimmungen des Landesversorgungsgesetzes vom 8. Oktober 1982 (SR\n531) das BLW (Art. 2 AEV). Die Zuteilung eines Zollkontingentsanteiles setzt\neine GEB voraus (Art. 13 Abs. 2 AEV). Die Zollansätze, die vom Generaltarif\nabweichen und die zweckgebundenen Zollanteile sind in Anhang 1 zu dieser\nVerordnung festgelegt (Art. 5 AEV).\nFrisches Obst und frisches Gemüse können gemäss Art. 4 Abs. 1 VEAGOG\nzum Kontingentszollansatz (KZA) eingeführt werden, ohne dass das BLW\nZollkontingentsteilmengen für die Einfuhr freigibt:\na. während der Periode, für die nach Anhang 1 des Zolltarifes kein\nAusserkontingentszollansatz (AKZA) festgelegt ist.\nb. in den Perioden, für die nach Anhang 1 des Zolltarifes ein AKZA festgelegt\nwird (Bewirtschaftungsperiode), ab und bis zu den vom Bundesamt\nbestimmten Daten. Diese werden aufgrund des voraussichtlichen Angebots\nan gleichartiger Schweizer Ware handelsüblicher Qualität festgelegt. Als\ngleichartig gelten ungeachtet der Art ihrer Verpackung Waren, die in der\ngleichen Tarifnummer und allenfalls statistischen Sonderausscheidung\naufgeführt sind.\nAusserhalb der Perioden nach Abs. 1 Bst. a und b können frisches Gemüse und\nfrisches Obst zum Kontingentszollansatz eingeführt werden, sofern das BLW\nZollkontingentsteilmengen freigibt (Art. 4 Abs. 2 VEAGOG).\n3. Die Tarif-Nummer 0809 des Gebrauchszolltarifs[12] (Drucksache D.3; Stand\n1. Juli 2000) umfasst u. a. die folgenden Waren:\n\nTarif Nr. Bezeichnung der Ware Zollansatz\nNormal Fr./100\nkg\n0809. Aprikosen,\nKirschen, Pfirsiche\n(einschliesslich\nBrugnolen und\nNektarinen), Pflaumen\n(einschliesslich\nZwetschgen) und\nSchlehen, frisch: .........\n- Kirschen\nS 2010 -- vom 1. September bis 3.–\n19. Mai\n-- vom 20. Mai bis\n31. August:\nS 2011 --- innerhalb des 3.--\nZollkontingentes\n(K-Nr. 18)\nS 2019 --- andere 255.–1)\n\n1)\nMit Generaleinfuhrbewilligungscode 1 (…) eingeführt: ..........; 0809....., ....,\n2019 = Fr. 200.–\n\n"}