{"Signatur": "CH_VB_016", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2002-04-10", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_016_JAAC-66-90--_2002-04-10.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005729.pdf?ID=150005729", "Checksum": "ea38586438c4d5c252c5a177bb1d015c"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 66.90 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 10.04.2002 JAAC 66.90 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006 10.04.2002 JAAC 66.90 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale 10.04.2002 JAAC 66.90 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:44", "Checksum": "594fcf8e70e9c8457655cf3ee25f091f", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 10.04.2002 JAAC 66.90 \r\n\nA. Am 27. Juni 2000 deklarierte die Speditionsfirma C. im Auftrag der R. AG\nund unter Angabe von deren Generaleinfuhrbewilligungs-Nummer (für\nFrüchte und Gemüse) zwei Partien Kirschen im Zollmodell 90 wie folgt zur\nEinfuhr:\n«404 cassette castellino, ciliege uso distillazione, V-tarifa 0809.2011, nco 013,\ncpgi 000, massa netta 3’019 kg, quant. dogana 3’221 kg, val.-stat. Fr. 6’099.-, aliq.\ndog. Fr. 3.- al q. lordo»;\n«796 cassette castellino, ciliege uso confettura, V-tarifa 0809.2019, nco 012, cpgi\n000, massa netta 6’135 kg, quant. dogana 6’533 kg, val.-stat. Fr. 17’825.-, aliq.\ndog. Fr. 200.- al q. lordo».\nDa das Selektionsergebnis auf «gesperrt» («bloccato») lautete, führte das\nZollamt Stabio Confine eine Belegrevision durch. Im Anschluss daran ordnete\nes eine materielle Revision an. In seinem Revisionsbefund, welchem eine mit\neiner Polaroid-Kamera erstellte Fotografie beigefügt wurde, hielt es unter\nanderem Folgendes fest: «[…] ciliege, fresche, qualità «Mora» e «Morbiane».\nLe ciliege si presentano in un eccellente stato, non schiacciate e non in un\ninizio fermentazione […] VT secondo la tavola sinottica dell’UFA datata\n26.6.00: 0809.2019/255.- al q. lordo o 200.-/q. lordo con cod. 1 […] La merce\ndovrebbe essere destinata alla distillatione o utilizzata per conserve (vedi\ncomunicazione del destinatario) […]».\nIn der Folge korrigierte das Zollamt in der Einfuhrliste von Amtes wegen\ndie Zoll-Tarifnummer und den Zollansatz für die erste Partie (0809.2019\nstatt 0809.2011; Fr. 200.- je 100 kg brutto statt Fr. 3.- je 100 kg brutto)\n\n3\nsowie den Zollansatz für die zweite Partie (Fr. 200.- je 100 kg brutto\nstatt Fr. 255.- je 100 kg brutto). Auch änderte es bei beiden Partien den\nGeneraleinfuhrbewilligungscode («cpig») von «0» auf «1». Mit Zollquittung\nNr. 5431757 vom 3. Juli 2000 wurde sodann ein Zollbetrag von Fr. 19’508.-\n(3’221 kg à Fr. 200.-/100 kg = Fr. 6’442.- sowie 6’533 kg à Fr. 200.-/100 kg =\nFr. 13’066.-) sowie ein Mehrwertsteuerbetrag von Fr. 1’030.40 (2,3% von\nFr. 44’800.-) definitiv erhoben.\nB. Mit Schreiben vom 18. Juli 2000 gelangte die R. AG an die Eidgenössische\nOberzolldirektion (OZD). Sie führte aus, die beiden am 3. Juli 2000 (recte: am\n27. Juni 2000) eingeführten Partien Kirschen mit einem Gewicht von insgesamt\n9’154 kg netto seien eingemaischt, d. h. für Brennzwecke verwendet worden,\nwas aus der beiliegenden Bestätigung des Kreisinspektors der Eidgenössischen\nAlkoholverwaltung (EAV) in Bern hervorgehe. Es könne doch nicht sein, dass\nmindere Qualitäten an Brennkirschen unter der Zolltarif-Nummer 0809.2011\nimportiert werden könnten und eine bessere Qualität nicht. Deshalb werde\ndarum ersucht, die beiden Partien an Brennkirschen zum Ansatz von Fr. 3.-\npro 100 kg brutto zu verzollen. Es werde um eine entsprechende Korrektur\ngebeten. Die OZD überwies dieses Schreiben zuständigkeitshalber an die\nDirektion des IV. Zollkreises in Lugano (hiernach D IV), zur Behandlung\ndesselben als Beschwerde gegen die Zollabfertigung durch das Zollamt\nStabio Confine. Mit Schreiben vom 11. August 2000 teilte die D IV der R.\nAG mit, dass die Einfuhr von frischen Kirschen gemäss Zolltarif-Nummer\n0809.2011, zum Zollansatz von Fr. 3.- pro 100 kg brutto nur möglich sei,\nwenn der Importeur im Zeitpunkt der Verzollung nicht nur im Besitze\neiner Generaleinfuhrbewilligung (hiernach GEB) ist, sondern auch über\nein vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) freigegebenes Kontingent\nin entsprechender Höhe verfügt. Im Beschwerdeverfahren müsse die R.\nAG daher den Nachweis erbringen, dass sie am 27. Juni 2000 über ein -\nihr zuvor vom BLW zugeteiltes - Kontingent von 9’754 kg (recte: 9’154 kg)\nbrutto für Ware der Zolltarif-Nummer 0809.2011 verfügt habe. Die D IV\nsetzte der Beschwerdeführerin eine Frist bis zum 31. August 2000 an, um\ndie entsprechenden Beweismittel nachzureichen oder gegebenenfalls die\nBeschwerde zurückzuziehen.\nC. Mit Schreiben vom 14. August 2000 wandte sich die R. AG an das\nBLW und ersuchte dieses «zu Handen der Zollbehörde den Antrag zur\nZollrückerstattung und zur Verzollung nach Code 013 zu unterstützen». In\nseiner Antwort vom 29. August 2000 teilte das BLW der R. AG mit, dass in der\nZeit vom 23. Juni bis zum 20. Juli 2000 keine Zollkontingentsteilmengen für\nfrische Tafel-, Konserven- und Brennkirschen freigegeben worden seien. In\ndieser Periode sei der Ausserkontingentszollansatz (Code 1) für alle Einfuhren\nvon Kirschen anwendbar gewesen, mit Ausnahme von «eingestampfte(n)\noder während des Transportes in Gärung übergegangene(n) bzw. zu Mus\ngewordene(n) Früchte(n)» (Anhang 1 der Verordnung vom 7. Dezember 1998\nüber die Ein- und Ausfuhr von Gemüse, Obst und Gartenbauerzeugnissen\n[VEAGOG], SR 916.121.10). Die Einfuhr der Früchte in diesem Zustand\nwerde nicht bewirtschaftet und somit bedürfe es auch keiner GEB. Laut dem\nSchreiben der D IV vom 11. August 2000 entspreche indessen der Zustand der\neingeführten Kirschen nicht der Ausnahme gemäss Anhang 1 der VEAGOG.\nIn der Folge wies die D IV die Beschwerde der R. AG mit Entscheid vom\n23. Oktober 2000 kostenfällig ab. Zur Begründung ihrer Verfügung hielt sie\n\n"}