{"Signatur": "CH_VB_016", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2001-08-29", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_016_JAAC-66-44--_2001-08-29.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005576.pdf?ID=150005576", "Checksum": "52c41d8c7831102133d367355083befb"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 66.44 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 29.08.2001 JAAC 66.44 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006 29.08.2001 JAAC 66.44 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale 29.08.2001 JAAC 66.44 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:04", "Checksum": "5714be36d5e8c752958cb0c0f99fb2a4", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 29.08.2001 JAAC 66.44 \r\n\n 7\nAus den Erwägungen:\n1.a. Die ZRK ist gemäss Art. 34 AStG Beschwerdeinstanz für erstinstanzliche\nVerfügungen oder Beschwerdeentscheide der OZD. Gemäss Art. 33 Abs. 2\nAStG ist die OZD Beschwerdeinstanz für erstinstanzliche Verfügungen\noder Beschwerdeentscheide der Zollkreisdirektionen. Von dieser\nZuständigkeitsordnung kann indessen ausnahmsweise abgewichen werden,\nwenn die Voraussetzungen der so genannten Sprungbeschwerde erfüllt sind.\nHat eine nicht endgültig entscheidende Beschwerdeinstanz im Einzelfalle\neine Weisung erteilt, dass oder wie eine Vorinstanz verfügen soll, so ist die\nVerfügung unmittelbar an die nächsthöhere Instanz weiterzuziehen, wobei in\nder Rechtsmittelbelehrung darauf aufmerksam zu machen ist (Art. 47 Abs. 2\nVwVG). In diesem Fall darf der Instanzenzug durchbrochen werden (vgl. Alfred\nKölz/Isabelle Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege\ndes Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 172 f., Rz. 476 ff.; Ulrich Häfelin/Georg\nMüller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. Aufl., Zürich\n1998, S. 348, Rz. 1358). Die Sprungbeschwerde dient zur Vermeidung\nunnötiger Prozessschritte und verhindert einen Verfahrensleerlauf, wenn\nder Vorinstanz in concreto Weisungen erteilt worden sind. Die nächsthöhere\nBeschwerdeinstanz kann in diesem Fall auch dann auf Unangemessenheit hin\nüberprüfen, wenn sie es sonst nicht könnte; ihr steht die gleiche Kognition\nzu wie der übersprungenen Instanz (vgl. Rhinow/Koller/Kiss, Öffentliches\nProzessrecht und Justizverwaltungsrecht des Bundes, Basel 1996, S. 185,\nRz. 960 und S. 241, Rz. 1260; Peter Saladin, Das Verwaltungsverfahrensrecht\ndes Bundes, Basel 1979, S. 204, Rz. 21.3).\nIm vorliegenden Falle hat die OZD die Zollkreisdirektion Basel mit Schreiben\nvom 11. Juli 2000 verpflichtet, einen abweisenden Beschwerdeentscheid\nzu treffen und ihr auch Anweisungen erteilt, wie sie diesen zu begründen\nhabe. Ferner hat sie sie aufgefordert, im Beschwerdeentscheid die ZRK\nals Beschwerdeinstanz anzugeben, was denn auch geschehen ist. Die\nVoraussetzungen der Sprungbeschwerde im Sinne von Art. 47 Abs. 2 VwVG\nsind mithin erfüllt. Die ZRK ist deshalb zur Behandlung der vorliegenden\nBeschwerde sachlich und funktionell zuständig.\nb.- c. (…)\n2.a. Mit Bundesbeschluss vom 18. Juni 1993 über besondere\nVerbrauchssteuern, angenommen in der Volksabstimmung vom 28. November\n1993 (vierte Vorlage, AS 1994 267) wurde dem Bund in Art. 41ter Abs. 1 Bst. b\nund Abs. 4 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft\nvom 29. Mai 1874 (aBV, BS 1 3) die Kompetenz eingeräumt, besondere\nVerbrauchssteuern auf bestimmten Waren, wozu namentlich auch Automobile\nund deren Bestandteile gehören (Art. 41ter Abs. 4 Bst. c aBV; vgl. jetzt\nArt. 131 Abs. 1 Bst. d der neuen Bundesverfassung der Schweizerischen\nEidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV], SR 101), zu erheben. Zweck dieser\nVerfassungsänderung war die - in Erfüllung internationaler Verpflichtungen\n(Freihandelsabkommen Schweiz-EWG; GATT) gebotene - Umwandlung\nder bisherigen Fiskalzölle auf Automobilen und Automobilteilen in eine\nbesondere Verbrauchssteuer. In Art. 4 Abs. 1 FHA hatte sich die Schweiz\nverpflichtet, auf Industrieprodukten nicht nur die Schutzzölle, sondern\nauch die Fiskalzölle, welche vorab der Erzielung öffentlicher Einnahmen\nund nicht dem Schutz einheimischer Industrien dienen, zu beseitigen,\n\n"}