{"Signatur": "CH_VB_016", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2000-01-19", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_016_JAAC-64-109--_2000-01-19.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004484.pdf?ID=150004484", "Checksum": "17bdc20a9bcfb3f0e905a90d7143eccf"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 64.109 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 19.01.2000 JAAC 64.109 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006 19.01.2000 JAAC 64.109 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale 19.01.2000 JAAC 64.109 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:25:21", "Checksum": "02ddb4f83a4c304a5dbd3f3517aabf78", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 19.01.2000 JAAC 64.109 \r\n\n 2\nund Anpreisung als im Zolltarif anderweitig weder genanntes noch\ninbegriffenes Ergänzungsnahrungsmittel unter die Tarif-Nr. 2106.9092\neinzureihen.\nD. Gegen diesen Entscheid erhebt die M. AG mit Eingabe vom 25. August 1998\nBeschwerde an die ZRK mit dem Antrag, den Entscheid der OZD vom 29. Juni\n1998 in dem Sinne abzuändern, dass das Produkt «Aktiferrin-F Suscaps»\nals Arzneiware der Tarif-Nr. 3004.9000 zugelassen werde. Eventuell sei\n«Aktiferrin-F Suscaps» bis auf weiteres als Arzneiware der Tarif-Nr. 3004.5000\nzuzulassen.\nIn ihrer Vernehmlassung vom 10. November 1998 schliesst die OZD auf\nAbweisung der Beschwerde.\nE. Am 18. Juni 1999 erliess der Präsident der ZRK eine Zwischenverfügung,\nin welcher er Frau PD Dr. pharm. Y zur Gutachterin ernannte und die ihr\nzu unterbreitenden Fragen formulierte. Den Parteien wurde am 16. Juli\n1999 Gelegenheit gegeben, sich zum Gutachten zu äussern. Während die\nBeschwerdeführerin gemäss Schreiben vom 3. September 1999 keine\nBemerkungen anzubringen hatte, äusserte sich die OZD am 23. August 1999\nausführlich zu den einzelnen Punkten des Gutachtens.\nAus den Erwägungen:\nA. Am 25. Februar 1997 deklarierte X im Auftrag der M. AG dem Zollamt\nBasel/Weil-Autobahn eine aus Deutschland stammende Sendung wie folgt\nzur Einfuhr:\n«4 EURO-Paletten = 132 Kartons\nNahrungsmittel-Ergänzungsmittel, ohne Alkohol, «Aktiferrin-F Suscaps» ist\nein kombiniertes Eisen- und Folsäurenpräparat, welches zur Behandlung von\nEisenmangel im Blut während der Schwangerschaft und Stillzeit angewendet\nwird, IKS C 37840, Eigenmasse 1360,1 kg, Rohmasse 1419,5 kg, statistischer Wert\nFr. 74 285.-, Tarif-Nr. 2106.9092.»\nC. Diesen Entscheid zog die M. AG mit Beschwerde vom 13. November\n1997 an die OZD weiter. Sie stellte das Begehren, «Aktiferrin-F Suscaps»\nsei als Arzneiware nach Tarif-Nr. 3004.9000 zollfrei zuzulassen und die\nseit der Einreihung des Produkts unter Tarif-Nr. 2106.9092 am 24. Juni\n1997 bezahlten Zölle seien zurückzuerstatten. Zur Begründung machte\ndie Beschwerdeführerin unter anderem geltend, «Aktiferrin-F Suscaps»\nsei nicht dazu bestimmt, von jedermann allgemein zur Steigerung des\nWohlbefindens eingenommen zu werden. Vielmehr würde das Präparat\ndann eingenommen, wenn auf Grund einer erhöhten Belastung des\nOrganismus (durch Schwangerschaft, Stillzeit) eine ausreichende Versorgung\nmit den lebensnotwendigen Mengen an Eisen und Folsäure nicht mehr\ngewährleistet sei. Im Übrigen sei es erforderlich, dass der Eisen- oder\nFolsäuremangel vor der Anwendung von «Aktiferrin-F Suscaps» diagnostisch\ngesichert und durch geeignete Laboranalysen bestätigt sein müsse, was\neiner andern als der spezifischen Anwendung ohnehin entgegenstehe.\nDass es Fälle gebe, wo «Aktiferrin-F Suscaps» entgegen den spezifischen\nVorschriften für die Einnahme täglich angewendet werde - wie der\nverbreitete Missbrauch von Antidepressiva oder Schmerzmitteln - sei\nunvermeidbar. Dieser Missbrauch rechtfertige jedoch nicht, dem Produkt\n\n"}