{"Signatur": "CH_VB_016", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1999-02-19", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_016_JAAC-64-10--_1999-02-19.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004487.pdf?ID=150004487", "Checksum": "685dfb7d898d3a548962bac89a7d8df7"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 64.10 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 19.02.1999 JAAC 64.10 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006 19.02.1999 JAAC 64.10 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale 19.02.1999 JAAC 64.10 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:11", "Checksum": "6f699dd0dd54968001e81e218466ab74", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 19.02.1999 JAAC 64.10 \r\n\n 6\nZollansätze und der Zollkontingente für landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie\nder zweckgebundenen Zollanteile (Agrarzollverordnung [AgZV], SR 916.011, AS\n1995 1851) festgelegt.\n4.a. (Tarifnummer 0203, Stand: Oktober 1998)\nb. Unbestritten ist, dass es sich bei dem Fleisch, welches die\nBeschwerdeführerin aus Australien importieren möchte, um solches von\nTieren der Schweinegattung handelt, welches in die Tarifnummer 0203\neinzureihen ist. Die Beschwerdeführerin ist indessen der Auffassung,\nes handle sich bei dem in Frage stehenden Fleisch um solches von\nWildschweinen im Sinne des schweizerischen Zolltarifs, weshalb es in die\nTarifnummern 0203.1110, 1210, 1910, 2110, 2210 und 2910 und nicht, wie von\nder OZD in der angefochtenen Verfügung festgestellt, in die Tarifnummern\n0203.1191/1199, 1291/1299, 1981/1999, 2191/2199, 2291/2299 und 2981/2999\neinzureihen sei.\nWie die Gegenüberstellung der entsprechenden Tarifnummern zeigt, ergibt\nsich die Unterscheidung zwischen Fleisch von Wildschweinen und anderem\nSchweinefleisch nicht schon aus dem HS, sondern ausschliesslich aus den\nschweizerischen Unternummern. Die entsprechende Differenzierung ist somit\nvom HS nicht vorgegeben. So unterscheidet denn auch etwa der Zolltarif\nder Europäischen Union (Verordnung [EWG] Nr. 2658/87 des Rates vom\n23. Juli 1987 über die zolltarifliche und statistische Nomenklatur sowie den\nGemeinsamen Zolltarif [Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaft, ABl.,\nL 256 vom 7. September 1987, S. 1 ff.; Kombinierte Nomenklatur]) unter\nder Tarifnummer 0203 nicht zwischen Fleisch von Wildschweinen und\nanderem Schweinefleisch, sondern zwischen Fleisch von Hausschweinen\nund anderem. Strittig ist in casu somit einzig die Auslegung von Begriffen,\nwelche sich aus schweizerischen Unternummern ergeben, was bedeutet,\ndass grundsätzlich die üblichen, von der schweizerischen Lehre und Praxis\nentwickelten methodologischen Regeln zur Auslegung von Rechtsnormen\nAnwendung finden (vgl. E. 3a hiervor).\nDer schweizerische Zolltarif kennt die Unterteilung in Fleisch von\nWildschweinen und anderes Schweinefleisch erst seit dem 1. Juli 1995. Diese\ngeht somit zurück auf die im Zuge der Umsetzung des GATT/WTO-Abkommens\nerfolgten Änderungen des Zolltarifs (generelle Tarifizierung; vgl. dazu\nauch den Bundesbeschluss vom 16. Dezember 1994 über die Anpassung des\nGeneraltarifs an die Liste LIX-Schweiz-Liechtenstein, welcher in Art. 1 den\nBundesrat ermächtigt hat, den Generaltarif entsprechend anzupassen [SR\n632.105.14]). Bereits früher war indessen die Einfuhr von Wildschweinfleisch\nohne die Einholung einer Bewilligung wirtschaftlicher Natur durch das\nBundesamt für Landwirtschaft (BLW) möglich, worauf in der seinerzeitigen\nFassung des Gebrauchszolltarifs (auf dem Einlageblatt, unter der Rubrik\n«Bemerkungen betreffend Bewilligungen/Gebühren/Besondere Vorschriften»)\ndenn auch hingewiesen wurde. Die Einfuhr derartigen Fleisches unterlag\nsomit unter der alten Ordnung - anders als das übrige Schweinefleisch - keiner\nmengenmässigen Einfuhrbeschränkung.\n5.a. Die OZD ist der Auffassung, es verstehe sich von selbst, dass mit\ndem Begriff «von Wildschweinen» (franz. «sanglier») seit jeher nur die\neuropäische Unterart des Wildschweines (lat. sus scrofa scrofa) und\nnicht sämtliche irgendwo auf der Welt wild lebenden Schweine gemeint\n\n"}