{"Signatur": "CH_VB_016", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1999-02-19", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_016_JAAC-64-10--_1999-02-19.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004487.pdf?ID=150004487", "Checksum": "685dfb7d898d3a548962bac89a7d8df7"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 64.10 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 19.02.1999 JAAC 64.10 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006 19.02.1999 JAAC 64.10 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale 19.02.1999 JAAC 64.10 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:11", "Checksum": "6f699dd0dd54968001e81e218466ab74", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 19.02.1999 JAAC 64.10 \r\n\n 3\nangepasst hätten. Die Vorinstanz könne ihren Standpunkt, es handle sich bei\nden in Australien wild lebenden Schweinen um verwilderte Hausschweine\noder um eine mögliche Kreuzung von verwilderten Hausschweinen mit\nanderen eingeführten Unterarten von wild lebenden Schweinen, auf keine\nwissenschaftlichen Dokumente abstützen. Mit der AQIS-Studie, die ihr vorlag\nund mit überzeugenden Argumenten aufzeige, dass es sich beim «Australian\nWild Boar» nicht um ein verwildertes Hausschwein handeln könne, habe sie\nsich nicht auseinandergesetzt. Auch nach einem Entscheid der zuständigen\nEG-Kommission vom 28. Februar 1997 würden die «Australian Wild Boar» im\nÜbrigen als Wildschweine gelten. Obwohl dieser Entscheid für die Schweiz als\nNichtmitglied der EU nicht verbindlich sein könne, stelle er doch ein wichtiges\nIndiz dafür dar, dass die von der Beschwerdegegnerin eingenommene Position\nunrichtig sei.\nMit Vernehmlassung vom 5. November 1998 beantragt die OZD die\nkostenfällige Abweisung der Beschwerde.\nAus den Erwägungen:\n3.a. Die Ein- und Ausfuhrzölle werden nach Art. 21 Abs. 1 ZG durch den\nZolltarif (Anhang zum Zolltarifgesetz vom 9. Oktober 1986 [ZTG], SR 632.10)\nfestgesetzt. Nach Art. 1 ZTG müssen alle Waren, die über die schweizerische\nZollgrenze ein- oder ausgeführt werden, nach dem Generaltarif im Anhang\nverzollt werden. Auch wenn dieser Tarif in der Systematischen Sammlung\ndes Bundesrechts nicht mehr publiziert wird (SR 632.10, S. 5, N. 1), stellt er\nweiterhin anwendbares Bundesrecht dar und behält er Gesetzesrang. Die ZRK\nist demnach an diesen Tarif gebunden (Art. 113 Abs. 3 bzw. Art. 114bis Abs. 3\nder Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 29. Mai\n1874 [BV], SR 101; vgl. VPB 61.17 E. 2a S. 170 und E. 4a/aa S. 179).\nHinzu kommt, dass die Schweiz am 22. September 1987 das internationale\nÜbereinkommen vom 14. Juni 1983 über das Harmonisierte System zur\nBezeichnung und Codierung der Waren (HS, SR 0.632.11; für die Schweiz\nin Kraft seit 1. Januar 1988) ratifiziert hat. Nach Art. 3 dieses Übereinkommens\nverpflichten sich die Vertragsstaaten, ihre Tarifnomenklaturen mit dem HS in\nEinklang zu bringen, insbesondere alle Nummern und Unternummern des HS\nsowie die dazugehörigen Codenummern zu verwenden und die Allgemeinen\nVorschriften für die Auslegung des HS mit den entsprechenden Abschnitt-,\nKapitel- und Unternummernanmerkungen anzuwenden. Die schweizerische\nTarifnomenklatur entspricht, was die ersten vier Nummern und die folgenden\nzwei Unternummern der einzelnen Zolltarifpositionen betrifft, dem HS (SR\n0.632.11, S. 12, N. 1). Diese sind somit ebenso wie die Vorschriften zu deren\nAuslegung als staatsvertragliche Vorschriften für die ZRK verbindlich. Bei\nden letzten beiden Nummern des Zolltarifs handelt es sich um schweizerische\nUnterpositionen, die durch den Bundesrat unter den Voraussetzungen von\nArt. 3 ff. ZTG geändert werden können. In einem solchen Fall kann die ZRK\nüberprüfen, ob sich die Änderung im Rahmen der vorgegebenen Delegation\nbewegt und sich als zweck- sowie verhältnismässig erweist (VPB 61.19 E. 4a/aa\nS. 180).\nDer von den Vertragsstaaten beabsichtigten einheitlichen Auslegung des HS\n(vgl. etwa Art. 7 Ziff. 1 Bst. c und Art. 8 Ziff. 2 HS) dienen u.a. die «Avis de\nclassement» und die «Notes explicatives du Système harmonisé», welche im\nÜbrigen vom Rat für die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Zollwesens (vgl.\n\n"}