{"Signatur": "CH_VB_016", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1997-10-24", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_016_JAAC-63-22--_1997-10-24.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004199.pdf?ID=150004199", "Checksum": "10578ce15efc6792e1e636b36696a3ba"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 63.22 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 24.10.1997 JAAC 63.22 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006 24.10.1997 JAAC 63.22 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale 24.10.1997 JAAC 63.22 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:27:12", "Checksum": "cc15945fd40cd5eb04862adccc831494", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 24.10.1997 JAAC 63.22 \r\n\n JAAC 63.22\n\nEntscheid der Eidgenössischen Zollrekurskommission\nvom 24. Oktober 1997\n\nProcédure de recours dans le domaine des douanes. Recours sautant\nune instance (recours omisso medio, art. 47 PA). Différence entre un\nrenseignement sur le tarif douanier et des instructions.\n- Conditions d’un recours omisso medio (consid. 1b).\n- Un renseignement sur le tarif douanier fourni par la DGD à un\nimportateur est une simple information et ne constitue pas une\ndécision. Un tel renseignement ne justifie pas un recours sautant de\nla Direction d’arrondissement à la Commission fédérale de recours en\nmatière de douanes (consid. 1c).\n\nBeschwerdeverfahren im Zollbereich. Sprungrekurs (Art. 47 VwVG).\nUnterschied zwischen Tarifauskunft und Weisung.\n- Voraussetzungen eines Sprungrekurses (E. 1b).\n- Eine an einen Importeur durch die OZD erteilte Tarifauskunft ist eine\nblosse Information und stellt keine Verfügung dar. Eine solche Auskunft\nrechtfertigt keinen Sprungrekurs von der Zollkreisdirektion an die\nEidgenössische Zollrekurskommission (E. 1c).\n\nProcedura di ricorso in materia doganale. Ricorso omisso medio\n(art. 47 PA). Distinzione tra informazioni sulle tariffe e istruzioni.\n- Presupposti del ricorso omisso medio (consid. 1b).\n- Un’informazione sulle tariffe fornita a un importatore dalla DGD\nè una semplice informazione e non costituisce una decisione. Una\nsimile informazione non giustifica che una decisione della Direzione\n\n1\ndi circondario sia impugnata direttamente dinanzi alla Commissione\nfederale di ricorso in materia doganale senza aver prima adito la DGD\n(ricorso omisso medio; consid. 1c).\n\nZusammenfassung des Sachverhalts:\n\nDie X AG importierte am 30. September 1996 «USA parboiled milled reject». Sie\nliess die Sendung unter Zolltarif Nr. 1006.3020 deklarieren. Das Zollamt nahm\ndie Deklaration antragsgemäss an. Eine zweite Partie wurde am 20. August\n1996 zur Verzollung angemeldet, wobei die Sendung wie folgt deklariert\nwurde: 1 Partie lose USA Reis zu Futterzwecken, Tarif-Nr. 2302.2010. Das\nZollamt fertigte die Sendung provisorisch - wegen hängiger Tarifierung - nach\ndem höchsten in Frage kommenden Ansatz gemäss Tarif-Nr. 1006.3020 ab. In\nder Folge wurden im Rahmen einer Domizilrevision Muster zur Überprüfung\nder Tarifeinreihung erhoben. Mit Befund vom 9. Oktober 1996 ordnete\ndie Oberzolldirektion (OZD) auch diese Ware der Tarif-Nr. 1006.3020 zu,\nsodass das Zollamt die definitive Verzollung gemäss dieser Tarif-Nummer\nvornahm. Innert Frist beschwerte sich die X AG gegen diese Abfertigung\nbei der Direktion des I. Zollkreises. Mit Entscheid vom 29. Mai 1997 wies die\nDirektion des I. Zollkreises die Beschwerde gegen die Tarifeinreihung ab;\ndie Zustellung des Entscheides erfolgte am 3. Juni 1997 an die X AG. In der\nRechtsmittelbelehrung wurde der X AG die Möglichkeit zur Beschwerde an die\nOZD binnen einer Frist von 30 Tagen seit der Zustellung eröffnet.\nMit Eingabe vom 2. Juli 1997 erhob die X AG (Beschwerdeführerin)\nBeschwerde bei der Eidgenössischen Zollrekurskommission (ZRK) mit\ndem Rechtsbegehren, den Entscheid der Direktion des I. Zollkreises vom\n29. Mai 1997 aufzuheben und die gegenständlichen Lieferungen unter\nTarif-Nr. 2302.2010 definitiv abzufertigen. Die Beschwerdeführerin machte\nausdrücklich geltend, dass die Voraussetzungen für den Sprungrekurs\nan die ZRK vorliegen würden. Die OZD habe in den Schreiben an die\nBeschwerdeführerin vom 3. Juli 1996, 15. Juli 1996 und 26. September 1996\njeweils zur hier strittigen Frage der Tarifierung Stellung genommen. Da\nsich die OZD in dieser Sache selbst festgelegt habe, sei von der Zulässigkeit\ndes Sprungrekurses aus prozessökonomischen Gründen auszugehen. Die\nBeschwerdeführerin habe in ihrer Stellungnahme vom 14. April 1997 an die\nDirektion des I. Zollkreises angeregt, sie möge eine formelle Weisung der OZD\nerwirken; weshalb die OZD auf eine derartige Weisung verzichtet habe, könne\ndem angefochtenen Entscheid nicht entnommen werden.\nNach der Zahlung des Kostenvorschusses durch die Beschwerdeführerin\nforderte die ZRK die Direktion des I. Zollkreises am 28. Juli 1997 auf, die\nVernehmlassung einzureichen. Innert Frist reichte statt dessen die OZD eine\nals Vernehmlassung bezeichnete Eingabe ein, in der sie Nichteintreten auf\ndie Beschwerde beantragte. In der Rechtsmittelbelehrung des angefochtenen\nEntscheides sei ausdrücklich die OZD und nicht die ZRK als Beschwerdeinstanz\nbezeichnet worden. Die von der Beschwerdeführerin ins Recht gelegten\n\n2\nSchreiben der OZD betreffend die Tarifierung der Ware seien lediglich\nTarifauskünfte an die Beschwerdeführerin und keine formelle Weisung an die\nDirektion des I. Zollkreises, die einen Sprungrekurs zulassen würde.\nIn der Folge forderte die ZRK die Beschwerdeführerin auf, zur Frage der\nZulässigkeit des Sprungrekurses Stellung zu nehmen. Die Beschwerdeführerin\nstellte sich auf den Standpunkt, es käme einem Leerlauf gleich, wenn sie\nan eine Beschwerdeinstanz verwiesen werde, die sich in der Sache selbst\nvöllig festgelegt habe. Damit sei die Zuständigkeit der ZRK gegeben; im\nübrigen sei die als Vernehmlassung der OZD bezeichnete Eingabe aus dem\nRecht zu weisen, da nicht sie, sondern die Direktion des I. Zollkreises zur\nVernehmlassung aufgefordert worden sei.\n\nAus den Erwägungen:\n\n"}